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In unserer Sonderfolge aus dem Haus der Kulturen der Welt sprechen wir über alle sechs Bücher der Shortlist für den Internationalen Literaturpreis. Der zeichnet ein Werk in seiner Originalsprache und in seiner Übersetzung aus und weckt jedes Mal wieder die Entdeckungslust in uns. Ludwig beginnt mit Gedichten von Kim Hyesoon, der wohl bedeutendsten Lyrikern Südkoreas, und folgt ihr in eine Geistersprache, in die Zone zwischen Tod und Leben. Trauer schwingt auch bei Maria mit, wenn sie über Doğan Akhanlıs Prosa spricht, denn der türkische Exilautor konnte die Nominierung zum ILP leider nicht mehr erleben. Umso mehr lohnt es, sein Werk jetzt zu lesen! Mit großer Zartheit und gewaltigen Sprachbildern schickt Jesmyn Ward ihre Protagonistin in die Hölle der Sklaverei. Auch der dritte ins Deutsche übersetzte Roman der amerikanischen Autorin beweist wieder ihren Weltrang. Eine sehr viel subtilere Form der Grausamkeit erlebt die Hauptfigur bei Sarah Bernstein in einem kleinen Dorf, das ihr partout die Zugehörigkeit verweigert. Oder will sie gar nicht mitspielen in diesem sozialen Zirkus? Ein Text mit einem mysteriösen Magnetismus. Anna Melikovas Roman „Ich ertrinke in einem fliehenden See“ ist ein im besten Sinne ausuferndes Ereignis. Zwischen eine existenzialistisch-toxische On-Off Beziehung schieben sich mit jeder Seite mehr die Folgen des russischen Imperialismus. Kann ein Roman mehr Gegenwart enthalten? Zum Schluss stellt sich Maria mit Neige Sinnos „Traurige Tiger“ einem Text, dessen Schmerz nur durch dessen Mut und Klarheit ertragen werden kann.
Eure Maria und euer Ludwig von blauschwarzberlin
(c) blauschwarzberlin 2025
By Maria-Christina Piwowarski und Ludwig Lohmann von blauschwarzberlin5
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In unserer Sonderfolge aus dem Haus der Kulturen der Welt sprechen wir über alle sechs Bücher der Shortlist für den Internationalen Literaturpreis. Der zeichnet ein Werk in seiner Originalsprache und in seiner Übersetzung aus und weckt jedes Mal wieder die Entdeckungslust in uns. Ludwig beginnt mit Gedichten von Kim Hyesoon, der wohl bedeutendsten Lyrikern Südkoreas, und folgt ihr in eine Geistersprache, in die Zone zwischen Tod und Leben. Trauer schwingt auch bei Maria mit, wenn sie über Doğan Akhanlıs Prosa spricht, denn der türkische Exilautor konnte die Nominierung zum ILP leider nicht mehr erleben. Umso mehr lohnt es, sein Werk jetzt zu lesen! Mit großer Zartheit und gewaltigen Sprachbildern schickt Jesmyn Ward ihre Protagonistin in die Hölle der Sklaverei. Auch der dritte ins Deutsche übersetzte Roman der amerikanischen Autorin beweist wieder ihren Weltrang. Eine sehr viel subtilere Form der Grausamkeit erlebt die Hauptfigur bei Sarah Bernstein in einem kleinen Dorf, das ihr partout die Zugehörigkeit verweigert. Oder will sie gar nicht mitspielen in diesem sozialen Zirkus? Ein Text mit einem mysteriösen Magnetismus. Anna Melikovas Roman „Ich ertrinke in einem fliehenden See“ ist ein im besten Sinne ausuferndes Ereignis. Zwischen eine existenzialistisch-toxische On-Off Beziehung schieben sich mit jeder Seite mehr die Folgen des russischen Imperialismus. Kann ein Roman mehr Gegenwart enthalten? Zum Schluss stellt sich Maria mit Neige Sinnos „Traurige Tiger“ einem Text, dessen Schmerz nur durch dessen Mut und Klarheit ertragen werden kann.
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