29.04.2021 – Langsam gesprochene Nachrichten

04.29.2021 - By Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

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Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Biden sieht die USA auf einem guten Weg

US-Präsident Joe Biden hat in seiner ersten Rede vor beiden Kongress-Kammern einen optimistischen Blick in die Zukunft geworfen. "Amerika ist wieder in Bewegung", sagte Biden im Kapitol. Die USA müssten aber massiv in Infrastruktur, Forschung und Bildung investieren, um ihre internationale Führungsrolle zu verteidigen. Der Präsident hob auch Erfolge im Kampf gegen die Corona-Pandemie hervor. Seit Beginn seiner Amtszeit vor 100 Tagen seien 220 Millionen Impfdosen gespritzt worden. Biden sprach von einer der "größten logistischen Leistungen" in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Deutschland und China vereinbaren enge Kooperation

Deutschland und China wollen ihre Zusammenarbeit trotz politischer Differenzen auch in Bereichen wie Gesundheits-, Umwelt- und Entwicklungspolitik ausbauen. Die Regierungen unterschrieben bei den bilateralen Regierungskonsultationen, die wegen der Corona-Krise erstmals virtuell stattfanden, entsprechende Vereinbarungen. Kanzlerin Angela Merkel rief China auf, den Dialog über Menschenrechte "schnellstmöglich" wieder aufzunehmen. Ministerpräsident Li Keqiang bekräftigte das Interesse an einer engen Kooperation, pochte aber auf das Prinzip der Nicht-Einmischung in innere Angelegenheiten.

Regierungschefin von Nordirland tritt ab

Die Regierungschefin Nordirlands, Arlene Foster, hat ihren Rücktritt angekündigt. Sie werde auch den Vorsitz ihrer Partei DUP abgeben, teilte die 50-Jährige mit. Foster sah sich mit einem Aufstand ihrer pro-britischen Unionisten wegen der Folgen des Brexits für Nordirland konfrontiert. Zuletzt war der Unmut auch in Teilen der nordirischen Bevölkerung über die Regelungen zum britischen EU-Austritt so groß, dass es zu Unruhen kam. Die Unionisten lehnen den Vertrag zwischen London und Brüssel ab, wonach aus Großbritannien nach Nordirland eingeführte Waren kontrolliert werden müssen.

Tödliches Drama in Potsdamer Klinik

In einer Potsdamer Klinik sind vier Menschen getötet worden. Sie seien nach bisherigen Erkenntnissen durch "äußere Gewalteinwirkung" gestorben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt des Bundeslandes Brandenburg mit. Eine weitere Person erlitt schwere Verletzungen. Eine 51-jährige Mitarbeiterin der Klinik wurde wegen dringenden Tatverdachts festgenommen. Die Hintergründe sind noch unklar. Die Ermittlungen wurden von einer Mordkommission übernommen.

Gletscherschmelze gewinnt an Tempo

Weltweit hat sich die Gletscherschmelze in den vergangenen 20 Jahren laut einer internationalen Studie deutlich beschleunigt. Während demnach zwischen den Jahren 2000 und 2004 noch durchschnittlich 227 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr verlorengingen, betrug der Rückgang von 2015 bis 2019 bereits im Schnitt 298 Milliarden Tonnen jährlich. Betroffen seien fast alle der insgesamt rund 220.000 Gletscher. Ihr schmelzendes Eis trage inzwischen zu mehr als 20 Prozent zum Anstieg des Meeresspiegels bei, ermittelten die an der Studie beteiligten Wissenschaftler.

China errichtet eine Raumstation

Mit dem Start des ersten Moduls hat China mit dem Bau seiner eigenen Raumstation begonnen. Eine Trägerrakete des Typs "Langer Marsch" brachte das "Himmlische Harmonie" genannte Kernmodul ins All. Die Raumstation wird "Himmlischer Palast" heißen und ist zentraler Bestandteil von Chinas ehrgeizigem Weltraumprogramm. Im kommenden Jahr soll sie in Betrieb gehen, bis dahin sind noch etwa elf Raummissionen geplant. Eine internationale Nutzung wie bei der Internationalen Raumstation ISS ist nicht geplant. Peking hat jedoch erklärt, offen für ausländische Kooperation in der Weltraumforschung zu sein.

US-Astronaut Michael Collins gestorben

Der US-Astronaut Michael Collins, der an der ersten Mondlandemission beteiligt war, ist tot. Collins starb im Alter von 90 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung, wie seine Familie bekanntgab. Der in Italien geborene Collins war einer von drei Astronauten der Apollo-11-Mission. Anders als seine Kollegen Neil Armstrong und Edwin "Buzz" Aldrin betrat er am 20. Juli 1969 aber nicht den Erdtrabanten. Er blieb als Pilot in der Kommandokapsel in der Umlaufbahn zurück. Collins absolvierte insgesamt zwei Weltraumflüge und verbrachte 266 Stunden im All. 1970 schied er aus der NASA aus.

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