Die Naturwissenschaftlerin und Pädagogin Maria Reiche, geboren 1903 in Dresden, kam 1932 nach Peru. Mit Ausdauer und Konsequenz widmete sie sich ab 1946 einem der größten archäologischen Rätsel der Menschheit: den Erdzeichnungen in der Wüste von Nazca.
In einer der trockensten Regionen der Erde hatte eine alte, hochstehende Zivilisation vor ca. 2.000 Jahren Linien, abstrakte geometrische Figuren und konkrete Darstellungen von Pflanzen, Tieren und Menschen in den Boden eingraviert. Die einzelnen Zeichnungen sind dabei so groß, dass sie nur aus größerer Höhe zu erkennen sind. Maria Reiche hat 40 Jahre lang die Scharrbilder erforscht, vermessen und kartografiert, sie vor Zerstörung bewahrt und Theorien über ihren Sinn und ihre Entstehung entwickelt. Die Lineas de Nazca gehören heute zu den herausragenden Touristenattraktionen von Peru.
Porträt von Kai Ziegenrücker
Produktion: MDR 2008
Verfügbar bis 23. September 2026