Andrea Wagner ist Gesellschafterin und Geschäftsführerin der W³ Wandel-Werte-Wege gGmbH, einer gemeinnützige Forschungseinrichtung, die sich seit 2015 auf die Erforschung und Förderung des Wieder - Anbaus von Safran in Deutschland spezialisiert hat und Safran-Felder im Altenburger Land bestellt. Mit ca. 2.000 Quadratmetern dürfte es das größte Safranfeld Deutschlands sein. Bereits vor 500 Jahren war der Crocus Sativus dort zu finden. Geschäftsführerin Andrea Wagner steht der wissenschaftliche Leiter Frank Spieth zur Seite. Der Tag der beiden beginnt mit mehreren Tassen grünem Tee mit Safran. Ihre Forschung wurde von 2016 bis 2021 im Rahmen des Programms „Neue Produkte der Bioökonomie“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Auch andere Förderer wie die Robert-Bosch-Stiftung und LEADER unterstützen das Ziel Safran, unter besonderer Berücksichtigung ökologischer Aspekte und des Klimawandels, in der regionalen Landwirtschaft zu etablieren. 2023 organisierte die W³ Wandel-Werte-Wege gGmbH in Altenburg das erste Deutsche Safran-Symposium und seit 2023 wird der Altenburger Safran auch touristisch vermarktet, u.a. mit der Kampagne „Safranleuchten“. Am 25. Oktober lädt Andrea Wagner zum ersten Safran-Salon in die Gnadenkapelle Altenburg. Das Thema: „Heimat: Der feine Salon“. Der Safran ist ein Herbstkrokus. Seine Blütezeit liegt zwischen September und November. Die Knollen müssen im August gepflanzt- und alle drei bis vier Jahre umgesetzt werden. Das Gewürz Safran entsteht aus den drei roten Stempelfäden, die per Hand geerntet und getrocknet werden. Für ein Gramm Safran benötigt es ca. 150 bis 200 Blüten. Ursprünglich stammt Safran aus der Ägäis und wird seit über 4.000 Jahren als Gewürz und Heilpflanze verwandt. Heute kommen über 90 % der weltweiten Produktion aus dem Iran. Vor 500 Jahren in Altenburg war Safran eine wertvolle Ressource, er galt als Symbol für Wohlstand, wurde am Altenburger Residenzschloss verwendet und sogar exportiert. Mit dem 30-jährigen Krieg ging das Wissen um den Anbau verloren. In Erfurt wurde Andrea Wagner 1969 geboren. Nach der Schulausbildung in Halle, besuchte sie die Erweitere Spezialoberschule in Wickersdorf bei Saalfeld und studierte von 1987 bis 1995 Germanistik, Slawistik und Erziehungswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Erfurt, am Pädagogischen Institut in Kaluga in der Sowjetunion, an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Humboldt-Universität Berlin. 1996 bis 2002 war Andrea Wagner Geschäftsführerin des Soziokulturellem Zentrums „Kulturpark Deutzen“ bei Leipzig. Zeitgleich nahm sie Weiterbildungen in der Theaterpädagogik, im Kulturmanagement, als Moderation für partizipative Großgruppenverfahren und Auditorin für familienbewußte Personalpolitik wahr. Ab 2003 arbeitete sie als selbständige Beraterin mit den Schwerpunkten Partizipation und Demokratieentwicklung und ab 2006 als Auditorin für das audit berufundfamilie, das audit familiengerechte hochschule und seit 2024 auch für das audit +vielfalt. 2015 erfolgte die Gründung der W³ Wandel-Werte-Wege gGmbH, mit Andrea Wagner als Gesellschafterin und Geschäftsführerin.
Moderation: Ellen Schweda
Redaktion: Angelika Zapf