*Irene Solá: Ich gab dir Augen, und du blicktest in die Finsternis.
Das Buch entführt uns nach Katalonien. Die Region im Norden Spaniens kämpft seit Jahren um ihre Unabhängigkeit, man spricht dort eine eigene Sprache, hat eine eigene Kultur… Und mit der 34-Jährigen Schriftstellerin Irene Solá auf jeden Fall auch einen Star der Gegenwartsliteratur. Von Kais Harrabi berichtet.
*Anette Selg: Das Jahr, bevor ich verschwand.
Die Mitte des Lebens ist eine Zeit der Selbstfindung, des Abschieds und Aufbruchs – häufig verbunden mit der bohrenden Frage: „War’s das jetzt schon?“. In den letzten Jahren haben vor allem Schriftstellerinnen die Phase ab 40 als Sujet entdeckt und schreiben über Wechseljahre, Midlife-Crisis und das Gefühl, im Familiennest gefangen zu sein. Jetzt hat auch die Journalistin Anette Selg ein Buch zu eben jenem Thema vorgelegt.
Lydia Jakobi berichtet.
*Thomas Melle: Haus zur Sonne.
Ein Wellness-Resort für Lebensmüde – klingt makaber? In Thomas Melles "Haus zur Sonne" wird der Freitod zum Angebot. Reale Abgründe, surreale Träume – und hochaktuelle Fragen: Was bleibt am Ende eines zermürbenden, von immer neuen Abstürzen gezeichneten Lebens?
Knut Cordsen berichtet.
*Raphaela Edelbauer: Die echtere Wirklichkeit.
Was ist wahr und was gelogen? Das ist bei der Informationsflut heutzutage oft schwer zu sagen. Wir können natürlich anfangen, alles erstmal per se für falsch zu halten. Aber dann würden wir nicht nur Fakten anzweifeln, sondern auch die Glaubwürdigkeit demokratischer Instanzen untergraben. Die österreichische Schriftstellerin Raphaela Edelbauer hat einen Roman geschrieben, bei dem Aktivisten auf der Suche nach der echteren Wahrheit sind.
Yvonne Koch berichtet.
*Ferdinand von Schirach: Der stille Freund.
Mit seinen Theaterstücken, Romanen und Erzählungen rund um seine angestammten Themen wie Verbrechen und Strafe, Moral, Recht und Gerechtigkeit hat sich der ehemalige Anwalt eine feste Leserschaft erworben. Hinzu kamen in den letzten Jahren Erzählbände, in denen auch Kunstbetrachtungen und Lebenserinnerungen eine stärkere Rolle spielten. An diese schließen nun seine neuen Erzählungen an, die unter dem Titel "Der stille Freund" ganz frisch erschienen sind.
Martin Maria Schwarz berichtet.
*Von hier für da – Gedichte für die Gegenwart. Zum Tod des großen Dichters und Vaters der Konkreten Poesie, Eugen Gomringer: eine Verbeugung mit dem Gedicht "einanderzudrehen".