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Wer über Zahlen nachdenkt, denkt früher oder später auch über Menschen nach. Klingt erstmal wie ein Kalenderspruch, ist aber ziemlich nah dran an dem, was passiert, wenn man sich ernsthaft mit Geld beschäftigt: Hinter jeder Zahl steckt eine Entscheidung, ein System – und ziemlich oft auch ein Ungleichgewicht.
Genau da setzte der Auftakt der Schaufler Residency@TU Dresden 2026 an der Technische Universität Dresden an. Im COSMO Wissenschaftsforum traf Kunst auf Wirtschaft – und plötzlich ging es nicht mehr nur um abstrakte Modelle, sondern um die Frage, wie diese Modelle unser Zusammenleben prägen.
Genau an dieser Schnittstelle wurde es spannend: Gemeinsam mit Alexander Kemnitz, Professur für Volkswirtschaftslehre – insbesondere Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung, verschob sich der Blick ganz elegant vom Kleinen ins Große. Von der individuellen Zahl auf dem Konto hin zu den Mechaniken, die ganze Volkswirtschaften strukturieren.
Und Kemnitz machte dabei einen Punkt, der hängen bleibt: Geld hat die unangenehme Angewohnheit, sich dort zu vermehren, wo ohnehin schon viel davon ist. Eine Art ökonomisches Gravitationsgesetz – Kapital zieht Kapital an. Was erstmal wie eine nüchterne Beobachtung klingt, entfaltet bei näherem Hinsehen eine ziemliche Wucht. Denn der Umkehrschluss ist ebenso gültig: Wo wenig ist, bleibt oft wenig. Oder, anders gesagt: Auch Mangel hat seine eigene Trägheit.
Genau hier setzt die künstlerische Perspektive an – und verschiebt die Logik noch einmal: Im Zentrum steht das Künstler:innenduo Quadrature mit Juliane Götz und Sebastian Neitsch. Ihr Projekt The Mass of Money denkt Geld nicht als Zahl auf dem Konto, sondern als physische, fast schon kosmische Kraft. Kapital bekommt hier etwas wie Masse, Bewegung, Gravitation – es zirkuliert, verdichtet sich, zieht an oder stößt ab. Was sonst unsichtbar bleibt, bekommt plötzlich Form.
Das Gespräch – moderiert von Pauline Hohn – öffnete Räume für Gedanken, für Interaktion und für einen Diskurs, der sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengibt.
Danke an alle Beteiligten und an den Podcast You Ask We Explain für die Aufzeichnung dieses Auftakts.
Musikalische Begleitung
Jo Aldinger (https://jochenaldinger.de/)
Patrick Neumann (https://www.patrickneumann.net)
Live aufgenommen und produziert von Johannes Gerstengarbe ( Ballroom Studios ) im Cosmo Dresden.
Ein Projekt der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden in Kooperation mit dem COSMO Wissenschaftsforum, den Städtischen Bibliotheken Dresden und der Dresdner Philharmonie.
Dieses Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Freistaat Sachsen im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.
By Doreen Pretze, Stephan WiegandWer über Zahlen nachdenkt, denkt früher oder später auch über Menschen nach. Klingt erstmal wie ein Kalenderspruch, ist aber ziemlich nah dran an dem, was passiert, wenn man sich ernsthaft mit Geld beschäftigt: Hinter jeder Zahl steckt eine Entscheidung, ein System – und ziemlich oft auch ein Ungleichgewicht.
Genau da setzte der Auftakt der Schaufler Residency@TU Dresden 2026 an der Technische Universität Dresden an. Im COSMO Wissenschaftsforum traf Kunst auf Wirtschaft – und plötzlich ging es nicht mehr nur um abstrakte Modelle, sondern um die Frage, wie diese Modelle unser Zusammenleben prägen.
Genau an dieser Schnittstelle wurde es spannend: Gemeinsam mit Alexander Kemnitz, Professur für Volkswirtschaftslehre – insbesondere Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung, verschob sich der Blick ganz elegant vom Kleinen ins Große. Von der individuellen Zahl auf dem Konto hin zu den Mechaniken, die ganze Volkswirtschaften strukturieren.
Und Kemnitz machte dabei einen Punkt, der hängen bleibt: Geld hat die unangenehme Angewohnheit, sich dort zu vermehren, wo ohnehin schon viel davon ist. Eine Art ökonomisches Gravitationsgesetz – Kapital zieht Kapital an. Was erstmal wie eine nüchterne Beobachtung klingt, entfaltet bei näherem Hinsehen eine ziemliche Wucht. Denn der Umkehrschluss ist ebenso gültig: Wo wenig ist, bleibt oft wenig. Oder, anders gesagt: Auch Mangel hat seine eigene Trägheit.
Genau hier setzt die künstlerische Perspektive an – und verschiebt die Logik noch einmal: Im Zentrum steht das Künstler:innenduo Quadrature mit Juliane Götz und Sebastian Neitsch. Ihr Projekt The Mass of Money denkt Geld nicht als Zahl auf dem Konto, sondern als physische, fast schon kosmische Kraft. Kapital bekommt hier etwas wie Masse, Bewegung, Gravitation – es zirkuliert, verdichtet sich, zieht an oder stößt ab. Was sonst unsichtbar bleibt, bekommt plötzlich Form.
Das Gespräch – moderiert von Pauline Hohn – öffnete Räume für Gedanken, für Interaktion und für einen Diskurs, der sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengibt.
Danke an alle Beteiligten und an den Podcast You Ask We Explain für die Aufzeichnung dieses Auftakts.
Musikalische Begleitung
Jo Aldinger (https://jochenaldinger.de/)
Patrick Neumann (https://www.patrickneumann.net)
Live aufgenommen und produziert von Johannes Gerstengarbe ( Ballroom Studios ) im Cosmo Dresden.
Ein Projekt der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden in Kooperation mit dem COSMO Wissenschaftsforum, den Städtischen Bibliotheken Dresden und der Dresdner Philharmonie.
Dieses Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Freistaat Sachsen im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.