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  • Die 3% Lücke
    Warum SAP-Kunden Ihre KI woanders kaufen

    Es gibt eine Zahl, die diese Staffel eröffnen muss — und sie kommt nicht von einem Wettbewerber. Sie stammt aus der Erhebung der DSAG, also von SAPs eigener Anwendergruppe.

    43 Prozent der befragten Unternehmen haben KI-Anwendungsfälle umgesetzt. Von diesen 43 Prozent arbeiten 77 Prozent produktiv mit Lösungen, die nicht von SAP stammen. Mit SAP sind es drei Prozent.

    Das ist bemerkenswert bei einem Konzern, der das autonome Unternehmen ausgerufen hat, dessen Auftragsbestand um 26 Prozent wächst und dessen Aktie zwischenzeitlich um 40 Prozent zugelegt hat. Ist das eine Lücke, die sich gleich schließt, weil jede Plattformverschiebung klein anfängt? Oder entscheiden sich Kunden genau dort gegen SAP, wo es ernst wird?

    Bernd Böckenhoff und Prof. Dr. Dietmar Kilian sind sich in der Diagnose einig und in der Bewertung nicht. Für Kilian ist es kein Vertrauensproblem, sondern ein Tempoproblem: Partner sind schneller, spezialisierter und bei der Datensouveränität flexibler als ein Konzern. Böckenhoff hält dagegen, dass kein Anbieter weltweit so viel über betriebswirtschaftliche Prozesse und die Daten darunter weiß — aber auch, dass Marketingbegriffe wie das autonome Unternehmen den Nachweis des Nutzens nicht ersetzen.

    Außerdem im Gespräch: warum die Rede von den davonlaufenden Kunden an den Quartalszahlen vorbeigeht, was Lizenzmodelle mit der Wahl des ersten KI-Anwendungsfalls zu tun haben, und was die beiden einem IT-Leiter raten, der morgen anruft und wissen will, wo er anfangen soll.

    Zum Schluss die Wette. Diesmal wettet Bernd Böckenhoff.

    In der nächsten Folge geht es um die, die diese Systeme in Zukunft bedienen sollen — und die gerade nicht mehr eingestellt werden.

    Geschnitten oder am Stück ist der Podcast von dr. Fuchs Senior Advisors. Moderation: Gerd Teynor.

    17 min

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