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Was machst du, wenn du weißt: Das hier ist deine Berufung – und trotzdem merkst du, dass du daran zerbrichst? Schwester Iris Neu hat diese Frage nicht theoretisch beantwortet. Sie hat sie gelebt.
Eine Berufung, die sie überraschte
Mit 18 Jahren wollte Iris Neu eigentlich Familie. Einen Jugendfreund, ein normales Leben. Dann kam ein Satz aus der Bibel, der sie mitten in einer Einsegnung traf – und nicht mehr losließ. Was folgte, war kein gradliniger Weg, sondern ein zögerndes Ja. Sie trat in eine evangelische Diakonissengemeinschaft in der Schweiz ein. Neun Jahre Probezeit. Dann wurde sie Oberin und leitete die Gemeinschaft acht Jahre lang.
Wenn das Herz in eine Richtung zieht, die das System nicht trägt
Ihr größtes Anliegen: gemeinsames Leben wirklich einüben. Nicht nur nebeneinander wohnen, sondern miteinander reden, fragen, teilen. Doch je mehr sie das versuchte umzusetzen, desto deutlicher wurde die Spannung. Projekte scheiterten. Ein Haus, das für gemeinschaftliches Leben gebaut worden war, musste wieder geschlossen werden. Irgendwann stand sie vor der Frage: Werde ich jetzt Managerin dieser Gemeinschaft – oder suche ich, wo das, wonach mein Herz sich sehnt, wirklich gelebt werden kann?
Der Schritt, der sich wie Verrat anfühlte
Schwester Iris verließ die Gemeinschaft, der sie zwanzig Jahre angehört hatte. Für die anderen war das wie eine Scheidung. Für sie war es der schwerste und gleichzeitig klarste Schritt ihres Lebens. Was danach kam: ein Jahr Verarbeitung, geistliche Begleitung, das Sortieren von Wut, Trauer und Dankbarkeit. Und ein neuer Anfang in einer anderen Schwesterngemeinschaft – der Kommunität Diakonissenhaus Riehen – in der sie heute noch lebt.
Mein Gast: Schwester Iris
Schwester Iris ist evangelische Diakonisse und lebt in der Kommunität Diakonissenhaus Riehen, einer der ältesten evangelischen Ordensgemeinschaften der Schweiz. Die Kommunität wurde 1852 gegründet und hat ihren Sitz im sogenannten Klosterdorf in Riehen bei Basel. Neben ihrem Ordensleben ist Schwester Iris als Leiterin Bauwesen, Technik und Sicherheit tätig.
Mehr zur Kommunität: https://www.diakonissen-riehen.ch
Zum Weiterdenken
Schwester Iris hat im Gespräch mehrere Podcasts erwähnt, die sie begleiten und inspirieren:
Hoffnungsmensch – Steffen Kern: Menschen erzählen von einer Hoffnung, die ihr Herz erfüllt und ihr Handeln prägt. Einfühlsam und ehrlich.
https://www.hoffnungsmensch.de
Fluide Kirche – Jens Stangenberg: Ein theologischer Denk-Podcast über neue Formen von Kirche, Verbindlichkeit und Gemeinschaft.
https://jensstangenberg.de/podcast/fluide-kirche/
Barfuß und wild – Jan Frerichs: Franziskanisch inspirierte Spiritualität für alle, die Glauben nicht nur denken, sondern spüren wollen.
https://www.barfuss-und-wild.de
Der Host
Mirko Sander war in den 90er-Jahren Teil der Jesus Freaks in Hamburg, leitete später Jesus Freaks Deutschland und gehörte zum Team, das das Freakstock-Festival aufbaute und über viele Jahre prägte. Danach führten ihn verschiedene Stationen im In- und Ausland. Heute lebt er mit seiner Familie in der Nähe von Marburg.
Mirko liebt es, Menschen miteinander zu verbinden, neue Ideen Wirklichkeit werden zu lassen und andere dabei zu unterstützen, ihre Berufung zu entdecken. Mit Schiffbruch mit Jesus schafft er einen Raum für ehrliche Gespräche über Krisen, Zweifel und einen Glauben, der auch dann trägt, wenn das Leben anders verläuft als geplant.
Mehr über den Podcast, Kontaktmöglichkeiten und Unterstützung: https://linktr.ee/schiffbruch.mit.jesus
By Mirko SanderWas machst du, wenn du weißt: Das hier ist deine Berufung – und trotzdem merkst du, dass du daran zerbrichst? Schwester Iris Neu hat diese Frage nicht theoretisch beantwortet. Sie hat sie gelebt.
Eine Berufung, die sie überraschte
Mit 18 Jahren wollte Iris Neu eigentlich Familie. Einen Jugendfreund, ein normales Leben. Dann kam ein Satz aus der Bibel, der sie mitten in einer Einsegnung traf – und nicht mehr losließ. Was folgte, war kein gradliniger Weg, sondern ein zögerndes Ja. Sie trat in eine evangelische Diakonissengemeinschaft in der Schweiz ein. Neun Jahre Probezeit. Dann wurde sie Oberin und leitete die Gemeinschaft acht Jahre lang.
Wenn das Herz in eine Richtung zieht, die das System nicht trägt
Ihr größtes Anliegen: gemeinsames Leben wirklich einüben. Nicht nur nebeneinander wohnen, sondern miteinander reden, fragen, teilen. Doch je mehr sie das versuchte umzusetzen, desto deutlicher wurde die Spannung. Projekte scheiterten. Ein Haus, das für gemeinschaftliches Leben gebaut worden war, musste wieder geschlossen werden. Irgendwann stand sie vor der Frage: Werde ich jetzt Managerin dieser Gemeinschaft – oder suche ich, wo das, wonach mein Herz sich sehnt, wirklich gelebt werden kann?
Der Schritt, der sich wie Verrat anfühlte
Schwester Iris verließ die Gemeinschaft, der sie zwanzig Jahre angehört hatte. Für die anderen war das wie eine Scheidung. Für sie war es der schwerste und gleichzeitig klarste Schritt ihres Lebens. Was danach kam: ein Jahr Verarbeitung, geistliche Begleitung, das Sortieren von Wut, Trauer und Dankbarkeit. Und ein neuer Anfang in einer anderen Schwesterngemeinschaft – der Kommunität Diakonissenhaus Riehen – in der sie heute noch lebt.
Mein Gast: Schwester Iris
Schwester Iris ist evangelische Diakonisse und lebt in der Kommunität Diakonissenhaus Riehen, einer der ältesten evangelischen Ordensgemeinschaften der Schweiz. Die Kommunität wurde 1852 gegründet und hat ihren Sitz im sogenannten Klosterdorf in Riehen bei Basel. Neben ihrem Ordensleben ist Schwester Iris als Leiterin Bauwesen, Technik und Sicherheit tätig.
Mehr zur Kommunität: https://www.diakonissen-riehen.ch
Zum Weiterdenken
Schwester Iris hat im Gespräch mehrere Podcasts erwähnt, die sie begleiten und inspirieren:
Hoffnungsmensch – Steffen Kern: Menschen erzählen von einer Hoffnung, die ihr Herz erfüllt und ihr Handeln prägt. Einfühlsam und ehrlich.
https://www.hoffnungsmensch.de
Fluide Kirche – Jens Stangenberg: Ein theologischer Denk-Podcast über neue Formen von Kirche, Verbindlichkeit und Gemeinschaft.
https://jensstangenberg.de/podcast/fluide-kirche/
Barfuß und wild – Jan Frerichs: Franziskanisch inspirierte Spiritualität für alle, die Glauben nicht nur denken, sondern spüren wollen.
https://www.barfuss-und-wild.de
Der Host
Mirko Sander war in den 90er-Jahren Teil der Jesus Freaks in Hamburg, leitete später Jesus Freaks Deutschland und gehörte zum Team, das das Freakstock-Festival aufbaute und über viele Jahre prägte. Danach führten ihn verschiedene Stationen im In- und Ausland. Heute lebt er mit seiner Familie in der Nähe von Marburg.
Mirko liebt es, Menschen miteinander zu verbinden, neue Ideen Wirklichkeit werden zu lassen und andere dabei zu unterstützen, ihre Berufung zu entdecken. Mit Schiffbruch mit Jesus schafft er einen Raum für ehrliche Gespräche über Krisen, Zweifel und einen Glauben, der auch dann trägt, wenn das Leben anders verläuft als geplant.
Mehr über den Podcast, Kontaktmöglichkeiten und Unterstützung: https://linktr.ee/schiffbruch.mit.jesus