Segelpodcast.com: Segeln, Wale, Delfine und Mee(h)r von und mit Monika Bubel

066 - Kollisionsverhuetungsregeln - KVR


Listen Later

www.segelpodcast.com 066 - Kollisionsverhuetungsregeln - KVR

In Folge 066 - Kollisionsverhuetungsregeln - KVR, habe ich dir das Wichtigste der Kollisionsverhügungsregeln aufgesprochen. Wenn du die Inhalte kennst bist du auf deinen Seereisen immer auf der sicheren Seite. Einfach nebenbei ab und zu mal hören. Dann prägen sich die Regeln in deinem Unterbewusstsein ein.

Hier kannst du die KVR Kurzfassung herunter laden: KVR kurz

ich freue mich über dein Feedback.

LEBE FREIHEIT

deine

Moni

Ein Service des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz
in Zusammenarbeit mit der juris GmbH - www.juris.de

Internationale Regeln von 1972 zur Verhütung
von Zusammenstößen auf See (Anlage zu § 1 der
Verordnung zu den Internationalen Regeln von
1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf
See) (Kollisionsverhütungsregeln - KVR)
KVR
Ausfertigungsdatum: 13.06.1977
Vollzitat:
"Kollisionsverhütungsregeln vom 13. Juni 1977 (BGBl. I S. 816), die zuletzt durch Artikel 1 Nummer 2 der
Verordnung vom 18. März 2009 (BGBl. I S. 647) geändert worden ist"
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 18.3.2009 I 647
Fußnote
Die Regeln sind im BGBl. II 1976, 1023 veröffentlicht mit dem Zitierdatum vom 20.10.1972, G v. 29.6.1976 II
1017
Inkraft gem. Bek. v. 1.6.1977 II 623 mWv 15.7.1977
Überschr.: IdF d. Art. 2 Nr. 1 V v. 14.6.1989 I 1107 mWv 19.11.1989
(+++ Textnachweis Geltung ab: 1.6.1983 +++)
(+++ Text der Verordnung siehe: SeeStrOV +++)

Teil A

Allgemeines
Regel 1 Anwendung
a) Diese Regeln gelten für alle Fahrzeuge auf Hoher See und auf den mit dieser zusammenhängenden, von
Seeschiffen befahrbaren Gewässern.
b) Diese Regeln berühren nicht die von einer zuständigen Behörde erlassenen Sondervorschriften für Reeden,
Häfen, Flüsse, Seen oder Binnengewässer, die mit der Hohen See zusammenhängen und von Seeschiffen
befahrbar sind. Solche Sondervorschriften müssen mit diesen Regeln soweit wie möglich übereinstimmen.
c) Diese Regeln berühren nicht die von der Regierung eines Staates erlassenen Sondervorschriften über
zusätzliche Positions- oder Signallichter, Signalkörper oder Schallsignale für Kriegsschiffe und Fahrzeuge
im Geleit oder über zusätzliche Positions- oder Signallichter oder Signalkörper für fischende Fahrzeuge in
einer Fangflotte. Diese zusätzlichen Positions- oder Signallichter, Signalkörper oder Schallsignale müssen
nach Möglichkeit so beschaffen sein, daß sie nicht mit einem anderen, nach diesen Regeln zulässigen Licht,
Signalkörper oder Schallsignal verwechselt werden können.
d) Die Organisation kann für die Zwecke dieser Regeln Verkehrstrennungsgebiete festlegen.
e) In allen Fällen, in denen eine Regierung feststellt, daß ein Fahrzeug besonderer Bauart oder Verwendung
eine Regel über Anzahl, Anbringung, Tragweite oder Sichtbereich von Lichtern oder Signalkörpern sowie über
Anordnung und Eigenschaften von Schallsignalanlagen nicht in vollem Umfang befolgen kann, muß das Fahrzeug
diejenigen sonstigen Bestimmungen über Anzahl, Anbringung, Tragweite oder Sichtbereich von Lichtern
oder Signalkörpern sowie über die Anordnung und Eigenschaften von Schallsignalanlagen befolgen, die nach
Auffassung der betreffenden Regierung diesen Regeln am nächsten kommen.
Regel 2 Verantwortlichkeit

a) Diese Regeln befreien ein Fahrzeug, dessen Eigentümer, Kapitän oder Besatzung nicht von den Folgen, die
durch unzureichende Einhaltung dieser Regeln oder unzureichende sonstige Vorsichtsmaßnahmen entstehen,
welche allgemeine seemännische Praxis oder besondere Umstände des Falles erfordern.
b) Bei der Auslegung und Befolgung dieser Regeln sind stets alle Gefahren der Schiffahrt und des
Zusammenstoßes sowie alle besonderen Umstände einschließlich Behinderungen der betroffenen Fahrzeuge
gebührend zu berücksichtigen, die zum Abwenden unmittelbarer Gefahr ein Abweichen von diesen Regeln
erfordern.
Regel 3 Allgemeine Begriffsbestimmungen
Soweit sich aus dem Zusammenhang nicht etwas anderes ergibt, gilt für diese Regeln folgendes:
a) Der Ausdruck "Fahrzeug" bezeichnet alle Wasserfahrzeuge einschließlich nicht wasserverdrängender
Fahrzeuge, Bodeneffektfahrzeuge und Wasserflugzeuge, die als Beförderungsmittel auf dem Wasser
verwendet werden oder verwendet werden können.
b) Der Ausdruck "Maschinenfahrzeug" bezeichnet ein Fahrzeug mit Maschinenantrieb.
c) Der Ausdruck "Segelfahrzeug" bezeichnet ein Fahrzeug unter Segel, dessen Maschinenantrieb, falls
vorhanden, nicht benutzt wird.
d) Der Ausdruck "fischendes Fahrzeug" bezeichnet ein Fahrzeug, das mit Netzen, Leinen, Schleppnetzen oder
anderen Fanggeräten fischt, welche die Manövrierfähigkeit einschränken, jedoch nicht ein Fahrzeug, das mit
Schleppangeln oder anderen Fanggeräten fischt, welche die Manövrierfähigkeit nicht einschränken.
e) Der Ausdruck "Wasserflugzeug" bezeichnet ein zum Manövrieren auf dem Wasser eingerichtetes
Luftfahrzeug.
f) Der Ausdruck "manövrierunfähiges Fahrzeug" bezeichnet ein Fahrzeug, das wegen außergewöhnlicher
Umstände nicht so manövrieren kann, wie es diese Regeln vorschreiben, und daher einem anderen
Fahrzeug nicht ausweichen kann.
g) Der Ausdruck "manövrierbehindertes Fahrzeug" bezeichnet ein Fahrzeug, das durch die Art seines Einsatzes
behindert ist, so zu manövrieren, wie es diese Regeln vorschreiben, und daher einem anderen Fahrzeug
nicht ausweichen kann.
Der Ausdruck "manövrierbehinderte Fahrzeuge" umfaßt, ohne darauf beschränkt zu sein:
i) Ein Fahrzeug, das ein Seezeichen, Unterwasserkabel oder eine Rohrleitung auslegt, versorgt oder
aufnimmt;
ii) ein Fahrzeug, das baggert, Forschungs- oder Vermessungsarbeiten oder Unterwasserarbeiten
ausführt;
iii) ein Fahrzeug in Fahrt, das Versorgungsmanöver ausführt oder mit der Übergabe von Personen,
Ausrüstung oder Ladung beschäftigt ist;
iv) ein Fahrzeug, auf dem Luftfahrzeuge starten oder landen;
v) ein Fahrzeug beim Minenräumen;
vi) ein Fahrzeug während eines Schleppvorgangs, bei dem das schleppende Fahrzeug und sein Anhang
erheblich behindert sind, vom Kurs abzuweichen.
h) Der Ausdruck "tiefgangbehindertes Fahrzeug" bezeichnet ein Maschinenfahrzeug, das durch seinen
Tiefgang im Verhältnis zu der vorhandenen Tiefe und Breite des befahrbaren Gewässers erheblich behindert
ist, von seinem zu verfolgenden Kurs abzuweichen.
i) Der Ausdruck "in Fahrt" bedeutet, daß ein Fahrzeug weder vor Anker liegt noch an Land festgemacht ist
noch auf Grund sitzt. ...

www.segelpodcast.com

 

 

...more
View all episodesView all episodes
Download on the App Store

Segelpodcast.com: Segeln, Wale, Delfine und Mee(h)r von und mit Monika BubelBy Erlebtes Wissen über Segeln, Wale und Delfine und Mee(h)r von Monika Bubel und ihren Interviewpartnern. Mo-Mi-Fr