D'Freidesdrénker

08 - Die große Extase des Wortschnitzers Aly T.


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-„Fakten sind oft träge, oberflächlich, langweilig. Sie zeigen nicht, was die Welt im Innersten zusammenhält. Die ekstatische Wahrheit aber dringt tiefer – sie ist poetisch, emotional, paradox und subjektiv. Und doch ist sie oft wahrer als das Faktische.“ – Werner Herzog

-„Ich bin interessiert an der inneren Landschaft des Menschen, nicht an der äußeren Realität.“ – Werner Herzog

Die 8 ist nicht irgendeine Zahl.
Sie liegt. Und wenn sie liegt, wird sie zur Schleife.
Zur Unendlichkeit. Zum Kreislauf der Entgleisung.

Diese Folge ist kein Gespräch – sie ist ein Zustand.
Kein Plan – ein Ereignis.
Ein kontrollierter Kontrollverlust, heraufbeschworen von zwei Gästen,
– wobei: Gäste trifft es nicht.

Jean-Marie und Aly sind mehr.
Sie sind Freunde, Vordenker, Hedonisten.
Ohne sie gäbe es diesen Podcast nicht.
Nebst anderen waren sie es, die uns einst zum Wein gebracht haben –
mit Neugier, Widerspruch, Leidenschaft.
Mit der Überzeugung, dass das Trinken nie bloß Verkostung, sondern immer auch Begegnung ist.

Aly T.: Ein Wortschnitzer, der Begriffe zersägt, um Wahrheit freizulegen.
Ein freier Geist, ein präziser Denker, ein heiterer Anarchist.

Ursprünglich wollten wir über Wein sprechen. Und was für welchen:
- 1993 Raveneau Chablis – wie ein Gedicht auf nassem Stein
- Chassagne-Montrachet Jean-Marc Pillot – Struktur, die sich der Beschreibung entzieht
- Wildenstein 2013 & 2014 von Huber – Wald, Würze, Würde
- Chambertin Clos de Bèze 2011 – Noblesse ohne Pose

Doch dann geschah, was in guten Podcasts selten, in großartigen unumgänglich ist:
Die Flaschen gerieten in den Hintergrund.
Und aus einer Weinfolge wurde ein Manifest:

-       über die Absurdität der Weinlinguistik

-       über das Scheitern der Sprache als Chance auf echtes Verstehen

-       über das Rayas-Dilemma: Wenn ein legendärer Wein sich öffnet – und die Nase Kuhstall riecht

-       über die Weigerung, Zynismus zur Haltung zu erheben

-       über Freundschaft, die diskutiert, widerspricht, aushält – und bleibt!

Wer Werner Herzog kennt, weiß:
Es geht nicht um Dokumentation.
Es geht um ekstatische Wahrheit.
Diese Folge hat sie – nicht trotz, sondern wegen ihres Chaos.

Sie ist:
- frech und leise
- laut und liebevoll
- ein Trinkspruch auf das Menschliche im Missverständnis

Folge 08 ist ein Ausnahmezustand mit Tiefe.
Ein Gespräch, das entgleitet –
und gerade deshalb dorthin führt,
wo echte Begegnung beginnt.

D’Freidesdrénker – de Podcast!

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