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#1 Ein Raum für alle – Makan Späti Bar


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Episode #1:
Ein Raum für alle – Makan Späti Bar

Es ist früher Abend in Leipzig-Reudnitz.
Die Sonne steht noch tief zwischen den Häusern, die Straßenbahn fährt vorbei, irgendwo klirren Flaschen.

Vor einem kleinen Laden an der Wurzner Straße sitzen Menschen auf Bänken, lehnen an Fahrrädern, kommen ins Gespräch. Manche bleiben nur kurz. Andere länger als geplant.

Spätis sind Orte für alles dazwischen.
Zwischen Arbeit und Nacht.
Zwischen Ankommen und Weiterziehen.

In dieser Podcast-Reihe wollen wir genau diese Orte besuchen.
Spätis in Leipzig – roh, echt, offen.
Orte, an denen Menschen zusammenkommen, ohne Eintritt, ohne Dresscode, ohne große Erwartungen.

Für unsere erste Folge sind wir im Makan Späti.
Ein Ort, der sich selbst nicht nur als Laden versteht – sondern als Raum.
Ein Raum für Begegnung, für Musik, für Gespräche.

Wir haben mit dem Betreiber gesprochen, mit Stammgästen, mit Menschen, die zum ersten Mal hier sind.
Und wir haben zugehört, was diesen Ort besonders macht.

Das hier ist der Makan Späti.
Und das ist unsere erste Folge.

Transkript
Shownotes

Leipziger Spätis sind mehr als nur Orte für Bier, Mate und nächtliche Snacks: Sie sind Treffpunkte, Schutzräume und soziale Knotenpunkte. In dieser Folge von „Späti Stories – Leipzig nach Ladenschluss“ sind wir zu Gast in der Makan Späti Bar, einem Ort, der zeigt, wie viel Gemeinschaft auf wenigen Quadratmetern entstehen kann.

Wir sprechen über das Leben hinter der Theke, über Stammgäste, spontane Gespräche und darüber, warum der Späti für viele ein Raum für alle ist – egal, woher man kommt oder wie spät es ist.

Hinweis zur Transparenz:
In der Folge wurde der Name des interviewten Besitzers leider nicht korrekt ausgesprochen. Das liegt daran, dass der Name auf der Einverständniserklärung zur Veröffentlichung unsauber geschrieben war. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Credits

Moderation:
Johannes Seeber & Ramona Pigorsch

Redaktion:
Johannes Seeber, Ramona Pigorsch & Hanna Hoos

Sounddesign, Technik & Schnitt:
Hanna Hoos

Zusätzlicher Schnitt:
Johannes Seeber

Über den Podcast

Späti Stories – Leipzig nach Ladenschluss erzählt Geschichten aus Leipziger Spätis – von den Menschen, die sie betreiben, und denen, die dort ihre Abende verbringen. Es geht um Nachbarschaft, Arbeit, Alltag und all das, was passiert, wenn der offizielle Teil des Tages vorbei ist.

Themen dieser Folge
  • Spätis damals und heute
  • Spätis in Leipzig
  • Was den Makan Späti ausmacht
  • Der Makan Späti als Safe Space
  • Inhaber Hussam über den Späti als Raum für alle
  • Spätis als soziale Treffpunkte
  • Der Abend im Späti & der Dancefloor im Hinterzimmer
  • Skurrile Späti Stories
  • Diskussion & Ausblick
  • Danksagungen

    Ein riesiges Dankeschön an die Mitarbeitenden und Besuchenden vom Makan Späti, die sich Zeit genommen haben, unsere Fragen zu beantworten und ihre Perspektiven mit uns zu teilen.

    Quellen

    Hier findest du unsere Quellen über die historische Fakten über Spätis:

    rbb24, „Berliner Kulturgut: Der Späti ist ein Kind des Ostens.“ [Zugriff am 06.02.2026]

    Berliner Späti e. V. (o. J.). Geschichte [Zugriff am 06.02.2026]

    Feedback & Kontakt

    Habt ihr Feedback, Anmerkungen oder eigene Späti-Geschichten?
    Dann schreibt uns oder teilt die Folge. Wir freuen uns über jede Rückmeldung.

    🎧 Danke fürs Zuhören & bis zum nächsten Späti.

    Makan Späti Bar auf Instagram

    Artikel 2:

    Artikel 3:

    Alle Links wurden zuletzt am 19.01.25 abgerufen.

    Späti Wissensquiz

    Hier könnt ihr euer Wissen über Spätis testen:

    Wieviele Spätis gibt es in Leipzig?

    Ca. 200.

    Wo gab es die ersten Spätis?

    Die ersten Spätis entstanden in Ost-Berlin und anderen DDR-Großstädten als staatliche Abendverkaufsstellen.

    Was war der ursprüngliche Zweck von Spätverkaufsstellen?

    Der ursprüngliche Zweck von Spätverkaufsstellen (kurz „Späti“) war ganz pragmatisch:

    Sie sollten die Versorgung der Bevölkerung außerhalb normaler Ladenöffnungszeiten sicherstellen.

    Historischer Hintergrund:

    • In der DDR gab es feste und sehr eingeschränkte Ladenöffnungszeiten.
    • Viele Menschen arbeiteten im Schichtdienst oder kamen spät nach Hause.
    • Deshalb entstanden „Verkaufsstellen für den Abend- und Nachtbedarf“.
    • Dort konnte man vor allem kaufen:

      • Brot und Brötchen
      • Milch
      • Zigaretten
      • Zeitungen
      • einfache Lebensmittel des täglichen Bedarfs
      • Luxus oder große Auswahl waren nicht vorgesehen — es ging um das Notwendigste.

        Nach der Wiedervereinigung:

        In Städten wie Berlin entwickelten sich die Spätis weiter:

        • Sie füllten eine Lücke, weil viele Bundesländer weiterhin strenge Ladenschlussgesetze hatten.
        • Gleichzeitig wurden sie soziale Treffpunkte, besonders nachts.
        • Heute sind Spätis also viel mehr als ihr ursprünglicher Zweck — aber entstanden sind sie schlicht, damit man auch spät abends noch das Nötigste kaufen konnte.

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