
Sign up to save your podcasts
Or


Am 10. Jänner wird der Gedenktag der Heiligen Leonie Aviat gefeiert. Eine Brille spielte im Leben der Heiligen eine entscheidende Rolle. 1864, Sézanne, Frankreich.
Wie Leonie aus einer Begegnung eine Bewegung machte
Die 20-jährige Leonie Aviat, Tochter aus gutbürgerlichem Haus, holt für ihre Mutter eine Brille aus der örtlichen Brillenfabrik. Dort sieht sie erstmals die Auswirkungen der Industrialisierung. Leonie ist entsetzt über die Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Spontan beschließt sie, zu helfen. Sie geht zu ihrem früheren Lehrer, dem Kaplan Louis Brisson. Dieser unterstützt sie. Er hat nämlich ähnliche Ideen. Zunächst leitet Leonie für Louis Brisson Unterstützungseinrichtungen für Textilarbeiterinnen, später gründet sie mit ihm die Gemeinschaft der Oblatinnen des heiligen Franz von Sales. Die Kongregation kümmert sich um Mädchen, die als billige Arbeitskräfte in den Industriebetrieben arbeiten. Für sie werden Wohnheime gegründet, später auch Werkstätten und Schulen.
Bald schon gesellen sich zu Leonie weitere junge Frauen, auch in Österreich. 1904 werden die Oblatinnen im Zuge der Säkularisierung Frankreichs vertrieben. Leonie verlegt das Mutterhaus nach Perugia in Italien. Dort stirbt sie 10 Jahre später im Alter von 70 Jahren am 10. Januar 1914. 2001 wurde Leonie Aviat heiliggesprochen.
By Der SONNTAGAm 10. Jänner wird der Gedenktag der Heiligen Leonie Aviat gefeiert. Eine Brille spielte im Leben der Heiligen eine entscheidende Rolle. 1864, Sézanne, Frankreich.
Wie Leonie aus einer Begegnung eine Bewegung machte
Die 20-jährige Leonie Aviat, Tochter aus gutbürgerlichem Haus, holt für ihre Mutter eine Brille aus der örtlichen Brillenfabrik. Dort sieht sie erstmals die Auswirkungen der Industrialisierung. Leonie ist entsetzt über die Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Spontan beschließt sie, zu helfen. Sie geht zu ihrem früheren Lehrer, dem Kaplan Louis Brisson. Dieser unterstützt sie. Er hat nämlich ähnliche Ideen. Zunächst leitet Leonie für Louis Brisson Unterstützungseinrichtungen für Textilarbeiterinnen, später gründet sie mit ihm die Gemeinschaft der Oblatinnen des heiligen Franz von Sales. Die Kongregation kümmert sich um Mädchen, die als billige Arbeitskräfte in den Industriebetrieben arbeiten. Für sie werden Wohnheime gegründet, später auch Werkstätten und Schulen.
Bald schon gesellen sich zu Leonie weitere junge Frauen, auch in Österreich. 1904 werden die Oblatinnen im Zuge der Säkularisierung Frankreichs vertrieben. Leonie verlegt das Mutterhaus nach Perugia in Italien. Dort stirbt sie 10 Jahre später im Alter von 70 Jahren am 10. Januar 1914. 2001 wurde Leonie Aviat heiliggesprochen.