Photonen und Pixel

#17 Von Ansel Adams zu Google Omni


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Die neuen EU-Guidelines machen Deepfake- und Transparenzpflichten etwas klarer und wir geben einen ersten Überblick. Als Beispiel für die ethische Grauzone dient die KI-kolorierte Version von Ansel Adams Foto „Moonrise“ durch James Danziger: juristisch wohl erlaubt, künstlerisch aber als geschmacklose Verfälschung kritisiert; im Kontrast dazu wirkt KI-Verjüngung bei den Rolling Stones anders, weil die Künstler selbst zustimmen.Wir reden über neue Bild- und Videomodelle, Googles „Omni“, steigende KI-Kosten sowie Deepfake-Erkennung: Seedance lockert sichtbare Labels, YouTube und OpenAI bauen Detektoren aus, doch wirklich verlässliche, unabhängige Prüfverfahren fehlen weiterhin.

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Im KI-Podcast unterhalten sich Dr. ⁠⁠Jürgen Scriba⁠⁠, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat und ⁠⁠Boris Eldagsen⁠⁠ (Mitglied der Arbeitsgruppe) mit wechselnden Gästen über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie.


HIGHLIGHTS:


  • (00:08) : EU-Guidelines klären, wann Fotograf:innen mit KI als „Deployer“ gelten
  • (02:19) : Zentral ist die „First Exposure“: der erste Kontakt eines unvorbereiteten Publikums mit KI-Inhalten. Die Abgrenzung bleibt knifflig und soll in einem Special mit Fachleuten vertieft werden.
  • (02:57) : Deepfakes sind vor allem Inhalte, die reale Personen oder Orte authentisch erscheinen lassen.
  • (05:01) : Für Kunst, Satire und Fiktion gelten Ausnahmen von harter Kennzeichnungspflicht.
  • (05:52) : Werbung wird strenger bewertet als Kunst.
  • (06:40) : Entscheidend ist nicht Täuschungsabsicht, sondern der verwendete Werkzeugtyp. Pixelstempel und Generative Fill könnten juristisch sehr unterschiedlich behandelt werden.
  • (08:17) : Die KI-kolorierte Version von Ansel Adams’ „Moonrise“.Das ikonische Schwarzweißbild wird durch Farbe als künstlerisch massiv verfälscht empfunden.
  • (11:40) : Urheber ist der New Yorker Galerist James Danziger, nicht irgendein Internetbastler. Er verweist auf Public Domain, KI-Hinweis und seine Liebe zum Original — überzeugt aber nicht.
  • (14:31) : Juristisch mag die Farbversion erlaubt sein, ästhetisch wird sie hart kritisiert. Fazit: Nur weil man etwas darf, muss man es nicht tun.
  • (15:20) : Beim neuen Rolling-Stones-Video werden die Musiker per KI verjüngt. Da die Künstler selbst zustimmen, wirkt die ethische Lage deutlich anders.
  • (16:17) : In Hollywood nehmen die Pro-KI-Stimmen zu. Die alte Brandmauer bröckelt, KI-Arbeit im Film wird als normale Entwicklung gesehen.
  • (16:58) : Bei Bildmodellen werden Microsoft, Grok, Luma, Nvidia, Krea und Recraft beobachtet. Aggregator-Plattformen dienen als Frühwarnsystem für neue Topmodelle.
  • (19:13) : Google stellt sein neues Videomodell „Omni“ vor.Es kann Text, Bilder, Videos und Ton als Referenzen nutzen, ist aber kein Seedance-Killer.
  • (20:19) : Googles Stärke liegt eher in Videobearbeitung als in reiner Generierung. Omni kann Perspektiven ändern und Inhalte austauschen, bleibt aber bei Laufzeit und Cinematik zurück.
  • (21:54) : KI-Tools werden spürbar teurer. Credits, Limits und Tarife werden enger gezogen; hochwertige Bild- und Video-KI kostet mehr.
  • (22:37) : Seedance lässt sein sichtbares KI-Logo offenbar abschalten. YouTube geht andersherum vor und will KI-Inhalte bei Verdacht automatisch kennzeichnen.
  • (24:17) : YouTube bietet „Likeness Detection“ gegen missbräuchliche Deepfakes der eigenen Person. Dafür braucht es biometrische Daten, Gesichtsvideo und Ausweis — nützlich, aber heikel.
  • (25:55) : OpenAI erkennt vor allem Inhalte aus eigenen Bild- und Videomodellen. Der Detektor sagt eher „wir waren es nicht“ als zuverlässig „das ist kein KI-Bild“.
  • (27:47) : Sinnvoll wären übergreifende Detektoren mit Wasserzeichen- und forensischer Analyse. Ein unabhängiges Prüfsystem wäre hilfreicher als lauter Insellösungen einzelner Anbieter.
  • (29:27) : Fazit: Die Regeln werden klarer, aber die Praxis bleibt voller Grauzonen.
  • Das angekündigte Deepfake-Spezial soll Kunst, Werbung, Kennzeichnung und Erkennung weiter klären.
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Photonen und PixelBy Der KI-Podcast des Deutschen Fotorates