Gedankensnacks - mein täglich Brot

18.4.2020. Zwischen Missbrauch und Pädagogik


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Menschen, die über Gesellschaft nachdenken, von Blogger*innen bis Philosoph*innen, landen in letzter Instanz immer an dem Punkt, an dem sie etwas über Schule, Bildung, Kinder und Jugendliche zu sagen haben. Sie haben die Non-Plus-Ultra-Lösung für gesellschaftliche Probleme. Auch ich durchlaufe häufig diesen Gedankengang.
Menschen lieben es, Einfluss auf sie zu nehmen. Einfluss kann zu Manipulation werden und Macht öffnet in Extremfällen das Tor für Gewalt. 
Egal wie positiv wir unsere Einflussnahme und unsere Absichten bewerten, bleiben sie eine Einflussnahme. Am Ende des Spektrums der Einflussnahme steht die Manipulation. Selbst die Pädagogik - oder sollte ich sagen g e r a d e Pädagogik, die sich irgendwann als Anwalt des Kindes verstand, ist nicht immun dagegen, Kinder zu instrumentalisieren. 
Wer hat die wenigsten Rechte und die geringste Macht in einer Gesellschaft, wenn es nach dem Alter geht?  Kinder. Allerdings sind sie diejenigen, in denen man das größte Potential für gesellschaftliche und wirtschaftliche Großprojekte sieht. 
Ja, irgendwann lernen Kinder in einer Projektwoche in der fünften Klasse über "Kinderrechte"  und basteln billige Plakate und verlassen sich darauf, dass ihre Rechte unantastbar sind.  Eigenständig für diese Rechte einstehen, können sie selbst nicht wirklich. 
Wusstet ihr, dass statistisch gesehen in jeder Schulklasse 1-2 Schüler*innen sitzen, die sexuellen Missbrauch erfahren oder erfahren haben?
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Gedankensnacks - mein täglich BrotBy mamostii