Der 8. Mai 1945: ein Jahrhundert-Tag. Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa vor 75 Jahren war ein Moment des Aufbruchs und der Ungewissheit – auch in der kriegsverschonten Schweiz. Welchen Einfluss hatte das auf die Schweizer Kulturszene? Als im Mai 1945 der Zweite Weltkrieg zu Ende ging und endlich wieder Frieden herrschte, veränderte sich auch das Ernährungsverhalten der Schweizer Bevölkerung allmählich. Das Essen wurde fettig und süss, denn Zucker und Fett galten als einfache Mittel, um die mangelernährten Körper für das Darben während der Kriegsjahre zu entschädigen. Tiefkühlpizza, Dampfkochtopf und Kühlschrank sollten der Hausfrau von nun an das Leben erleichtern. Alkohol wurde plötzlich gesellschaftsfähig und der Apéro mit seinen Cocktails und Martinis gehörte von nun an zum guten Ton. Über das Essen in der Nachkriegszeit spricht «Kulturplatz» mit dem Food-Historiker Dominik Flammer.Ausserdem zeigt «Kulturplatz» mit der Jazzlegende Bruno Spoerri, wie aufregende Musik aus den USA die Schweizerinnen und Schweizer zum Tanzen brachte. Und: Zusammen mit Max Frisch reist «Kulturplatz» in «den Abgrund», in das kriegszerstörte Deutschland nach 1945, und fragt: Wie rechtens ist eigentlich das momentan geltende Notrecht?