Heiligenschein

22. März: Heiliger Clemens von Galen


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Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.


Grimmig schaut er drein auf dem Foto, das vor mir liegt. Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass er knapp zwei Meter groß war, dann ist es naheliegend, dass der Streitbare den Beinamen „Löwe“ erhielt. Sein Vorname bedeutet „der Sanftmütige“ 


Clemens wird zum Symbol mutigen Widerstands


Clemens August Graf von Galen wurde 1878 als elftes von dreizehn Kindern in eine fromme Familie geboren. Mit 26 wurde er Priester, 1929 wurde er Pfarrer in Münster und vier Jahre später, 1933, Bischof. Seinen Spitznamen „Löwe von Münster“ bescherten Bischof Galen drei Predigten im Sommer 1941, in denen er die Beschlagnahmung von Kirchengütern, die Rassenlehre und das Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten anprangerte. Die Gläubigen forderte er dazu auf, lieber zu sterben als zu sündigen. Nachschriften der Predigten wurden in ganz Deutschland verbreitet.


Clemens bleibt trotz Gefahr standhaft


Die Nazis fürchteten einen Aufruhr der Katholiken und stellten die Ermordungen Behinderter für zwei Jahre ein. Der Bischof entging einer Verhaftung nur, weil man Unruhen befürchtete. Clemens von Galen wurde im Februar 1946 zum Kardinal ernannt. Nur einen Monat später, am 22. März, starb er mit an einem Blinddarmdurchbruch. 2005 wurde er seliggesprochen. 


Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.



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HeiligenscheinBy Der SONNTAG