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Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
Der 28. Dezember ist der Gedenktag der Unschuldigen Kinder. Ursprünglich bezog er sich auf die Opfer des Kindermords von Betlehem. Inzwischen ist er ausgeweitet worden auf das Gedenken an alle leidenden Kinder.
Aber an diesem Tag ist auch Gedenktag eines Heiligen, der nur zehn Jahre alt wurde und dann als Märtyrer starb. Julius von Rom wurde Opfer der ersten Christenverfolgungen in Rom im 2. oder 3. Jahrhundert. In Wien hat er eine Gedenkstätte, denn seine Gebeine befinden sich in der Michaelerkirche. Wie das kam?
Es begann mit einer päpstlichen Schenkung an den Wiener Kaiserhof. Kaiserin Maria Theresia ließ die Gebeine zur öffentlichen Verehrung in die Kirche am Hof bringen, die damals den Jesuiten gehörte. Kardinal Sigismund Kollonitz legte das Fest des Heiligen mit dem Tag der Unschuldigen Kinder zusammen. Daraus wurde ein regelrechter „Juliuskult“ mit Kinderprozessionen. Er wurde zum Schutzpatron der Wiener Kinder. Seine Verehrung verbreitete sich von Wien aus über die Jesuitenmissionen in die ganze Welt. Nach Auflösung des Jesuitenordens im Jahr 1773, übergab Maria Theresia die Reliquien schließlich der Hofpfarrkirche St. Michael, wo sie sich noch heute befinden. Schauen Sie sich das an!
Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Jetzt bestellen unter: https://www.domverlag.at/unit/domverlag/shop/detail/shop.item/821.html
By Der SONNTAGWöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
Der 28. Dezember ist der Gedenktag der Unschuldigen Kinder. Ursprünglich bezog er sich auf die Opfer des Kindermords von Betlehem. Inzwischen ist er ausgeweitet worden auf das Gedenken an alle leidenden Kinder.
Aber an diesem Tag ist auch Gedenktag eines Heiligen, der nur zehn Jahre alt wurde und dann als Märtyrer starb. Julius von Rom wurde Opfer der ersten Christenverfolgungen in Rom im 2. oder 3. Jahrhundert. In Wien hat er eine Gedenkstätte, denn seine Gebeine befinden sich in der Michaelerkirche. Wie das kam?
Es begann mit einer päpstlichen Schenkung an den Wiener Kaiserhof. Kaiserin Maria Theresia ließ die Gebeine zur öffentlichen Verehrung in die Kirche am Hof bringen, die damals den Jesuiten gehörte. Kardinal Sigismund Kollonitz legte das Fest des Heiligen mit dem Tag der Unschuldigen Kinder zusammen. Daraus wurde ein regelrechter „Juliuskult“ mit Kinderprozessionen. Er wurde zum Schutzpatron der Wiener Kinder. Seine Verehrung verbreitete sich von Wien aus über die Jesuitenmissionen in die ganze Welt. Nach Auflösung des Jesuitenordens im Jahr 1773, übergab Maria Theresia die Reliquien schließlich der Hofpfarrkirche St. Michael, wo sie sich noch heute befinden. Schauen Sie sich das an!
Bernadette Spitzer
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