Heiligenschein

30. Mai: Heilige Johanna von Orléans


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Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.


Johanna von Orléans gehört zu den bekanntesten historischen Figuren Frankreichs und bleibt doch bis heute ein Rätsel. Die junge Frau, die vor rund 600 Jahren lebte und nicht einmal 20 Jahre alt wurde, ist bis heute Gegenstand von Literatur, Filmen und Diskussionen. Welche ihrer Geschichten tatsächlich wahr sind, lässt sich kaum klären.


Johanna folgt göttlichen Visionen


Geboren wurde Johanna 1412 als Tochter eines wohlhabenden Bauern mitten im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England. Mit 17 Jahren hatte sie mehrere Erscheinungen des Erzengels Michael und der heiligen Katharina und Margareta. Sie beauftragten den Teenager damit, ins benachbarte Frankreich zu gehen und Orléans vor den einfallenden Engländern zu retten. Trotz ihres jungen Alters überzeugte sie König Karl VII. von ihrer göttlichen Mission und führte Truppen nach Orléans, wo sie die Engländer vertrieb, jedoch nicht aus ganz Frankreich.


Gefangennahme und Urteil prägen das weitere Leben von Johanna


Kurz darauf wurde sie gefangen genommen, an die Engländer ausgeliefert und vor ein kirchliches Gericht gestellt. Man klagte sie wegen rund 70 Vergehen an. Am 30. Mai 1431 wurde sie als Ketzerin verbrannt. Jahre später hob man das Urteil auf, auch um den Ruf Karls VII. zu schützen. Im Jahr 1920 wurde sie heiliggesprochen.


Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.


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HeiligenscheinBy Der SONNTAG