trauma@work

#4 Führen mit Empathie, Offenheit und Selbstreflexion


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Wir stellen uns in Deutschland dem Thema Trauma nicht ausreichend.

In der vierten Episode des trauma@work Podcasts spricht Gastgeberin Ivana Scharf mit Lieske Strudthoff, Senior Human Resources Business Partner bei Enercon, über die oft unterschätzte Wirkung von Trauma in der Arbeitswelt und die Verantwortung von Führungskräften im Umgang damit.
Ein zentraler Punkt der Folge ist die Notwendigkeit, dass Führungskräfte sich mit ihren eigenen traumatischen Erfahrungen auseinandersetzen. Offenheit und Selbstreflexion sind entscheidend, um ein Klima des Vertrauens und der Unterstützung zu schaffen. Indem sie über ihre eigenen Herausforderungen sprechen, können Führungskräfte eine Brücke zu ihren Mitarbeitenden bauen und ein tieferes Verständnis für deren Situation entwickeln.
Es wird deutlich, dass ein sensibler und kompetenter Umgang mit Traumata notwendig ist, um langfristige negative Auswirkungen auf Mitarbeitende und das Unternehmen zu vermeiden. Unternehmen müssen Rahmenbedingungen schaffen, die einen offenen Umgang mit Emotionen und Traumata ermöglichen. Authentizität und Einfühlsamkeit von Führungskräften spielen dabei eine Schlüsselrolle – ebenso wie die Ermutigung der Mitarbeitenden, offen über ihre eigenen Erfahrungen zu sprechen.

Das Gespräch zeigt eindrücklich, wie vielschichtig Traumata in Unternehmen wirken. Die „persönlichen Rucksäcke“ der Mitarbeitenden sind nicht nur mit individuellen traumatischen Erfahrungen gefüllt, sondern auch mit transgenerationalen und kollektiven Traumata. Hinzu kommen prägende Ereignisse aus der Unternehmenshistorie oder Unternehmenskultur selbst, die sich auf das Arbeitsumfeld auswirken.

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trauma@workBy Ivana Scharf