Nicht Ernie und Bert

#53 - Délicatesse pour l'oreille


Listen Later

Hallo liebe Zuhörer*innen,
herzlich willkommen im neuen Jahr! Irgendwie geil, dass ihr schon wieder hier seid und euch wirklich erneut anhören wollt, was Tim und Benjamin so bequatschen. Weil inhaltlich bzw. tiefsinnig ist das Ganze natürlich immer nicht wirklich. Da sind wir uns ja schon einig. Aber wenn wir uns da alle ebenso einig sind, dass es uns auch eigentlich gar nicht so wichtig ist, sondern wir einfach nur ein wenig lachen -respektive schmunzeln- wollen, dann lasst uns nicht lange warten, sondern einfach loslegen!
Ey Tim, weil ich schon häufiger gefragt wurde und das nie so richtig beantworten kann: Wie weit bist du eigentlich mit dem Doktor und was machst du eigentlich genau?
Das Problem bei der Sache ist, dass ich hin und wieder von dir Äpfel geschnitten bekomme und du weißt ja, was man sagt: An apple a day keeps the doctor away.
Nichts desto trotz bin ich guter Dinge, dass ich in der zweiten Hälfte dieses Jahres meine Dissertation einreichen werde und das Dingen in der Tasche habe. So der Plan. Aber da man sowas ja nicht hauptberuflich macht, muss man gucken wie das finanziert wird. Entweder ist man externer Doktorand an der Uni, geht also einem Job bei irgendeiner Firma nach und veröffentlicht über ein paar Jahre hinweg mehrere wissenschaftliche Beiträge zu einem dezidierten Themengebiet, oder man arbeitet direkt an der Uni und baut das in seine Arbeit mit ein.
Letzteres mache ich: Ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für Wirtschaftsinformatik, betreue die Evaluation eines großen Forschungsprojekts und wenn sich da Synergien finden, veröffentliche ich darüber etwas, habe einen normalen "9 to 5"- Job und ergaunere mir nebenbei meinen letzten akademischen Titel. Ich hoffe jetzt ist jeder im Bilde über meine unheimlich spannende Karriere und ich muss das nirgendwo nochmal erklären. Weil eigentlich würde ich lieber sagen: Kampfmittelbeseitiger mit spezialisierung auf biochemische Waffen, aber wenn mal ein erfahrener Kollege benötigt wird, dann mache ich das, was ich vorher lange gemacht habe und entschärfe oder sprenge auch mal alte Fliegerbomben im Schinkel. Und manchmal sage ich einfach, dass die nicht zu entschärfen sei und ordne eine Notsprengung an. Da soll mir mal jemand das Gegenteil beweisen.
A propos Gegenteil. Das Gegenteil dessen, was du bist, ist ja ein Querulant und Gesetzesbrecher. Aber jeder hat Leichen im Keller. Was war das (per Gesetz) verbotenste bzw. illegalste, was du je verbrochen hast. Und offensichtlich wurdest du ja nie dafür belangt. Also vernichte schnell alle zurückgebliebenen Beweise und verrate es uns.
Tja Tim, wie du dir sicher schon gedacht hast, habe ich mir zu meinen bisherigen Lebzeiten wirklich gar nichts zu Schulden kommen lassen. Ich bin -und das sage ich ohne jede Übertreibung- der perfekte Mitbürger, Freund, Schwiegersohn. In China hätte ich den bestmöglich Sozialpunkte-Credit, den es gibt, sogar +1. Was soll ich sagen? Schön, dass es mich gibt. Allerdings habe ich einen entfernt verwandten Cousin aus Italien: Beniamino Tedesco. Und der hält es von Zeit zu Zeit gar nicht mal so genau mit der StVO: Da kann eine Ampel spät nachts schon gerne mal rot sein und die Hinweise zur Geschwindigkeitsbegrenzung sind auch nur grobe Orientierungswerte. Ihm ist es dann wirklich manchmal völlig egal. Und es soll vorgekommen sein, dass eine Einbahnstraße oder ein "Durchfahrt verboten"-Schild vielleicht für andere gilt, aber nicht für ihn. Ein richtiger Rowdy. Außerdem hat er in seiner Kindheit einmal eine 2er-Packung Dinokekse aus dem Schulkiosk geklaut. Vor lauter Scham ist er aber einen Tag später in den Kiosk zurück und hat -heimlich, still und leise- das Geld (40 Pfennig) auf den Thresen gelegt und ist wieder ganz schnell verschwunden... typisch Beniamino eben.
#neub #nichternieundbert #podcast
...more
View all episodesView all episodes
Download on the App Store

Nicht Ernie und BertBy Tim und Benjamin