TW: In dieser Episode erzählen wir eine Geschichte, die sexuelle Gewalt thematisiert. Auf explizite Beschreibungen haben wir so gut es geht verzichtet.
Warum und wie erzählen wir diese Geschichte: Der Diskurs über sexualisierte Gewalt (vor allem an Frauen) wird in der Öffentlichkeit immer lauter. Das ist auch gut so. Was uns bislang gefehlt hat war eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Und natürlich können auch wir das nicht leisten, aber wir wollen einen weiteren sachlichen Baustein in die Diskussion mit einbringen. Aus psychologischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive versuchen wir die Grenzen von normativen Vorstellungen aufzuzeigen, gehen näher auf die Macht der Situation ein und skizzieren die Bedeutung der individuellen Risikoevaluation.
Diese Perspektive auf das Thema soll keineswegs die Sensibilisierungsbemühungen auf gesellschaftlicher Ebene schmälern. Eine Gesellschaft auf Missstände aufmerksam zu machen ist und bleibt ein geeignetes Mittel um zum Umdenken anzuregen. Dabei dürfen wir selbst aber nicht verlernen unser Bewusstsein und unsere Fähigkeit zu schärfen Gefahrensituationen zu erkennen und entsprechend zu handeln. Beides in Kombination verspricht wohl die beste Prävention.
Wichtig ist noch: kein Opfer sexueller Gewalt ist schuld an dem was ihr oder ihm passiert ist. Vicitimblaming ist nie eine angemessene Reaktion auf solche Taten.