Mind / Machine - Emotionale Intelligenz trifft Künstliche Intelligenz

#97 - KI im Job sinnvoll einführen und einsetzen


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Ist KI reine Chefsache, ein IT-Projekt oder die Aufgabe jedes Einzelnen?

In dieser Folge diskutieren Eliot Mannoia (Digitaler Psychologe) und Manuela Machner (KI-Coach für Tourismus & KMU) über eine der kritischsten Fragen der digitalen Transformation: Die Zuständigkeit. Wenn sich Unternehmen heute fragen, wer für die Implementierung von Künstlicher Intelligenz verantwortlich sein sollte, lautet die Antwort oft: „Die IT wird’s schon richten.“ Doch genau hier liegt der Denkfehler.

Die IT-Abteilung kennt die Sicherheitsprotokolle und den Datenschutz (das „Damoklesschwert“), aber sie kennt oft nicht den „Schmerz“ im Arbeitsalltag.

  • Die Realität: Die IT sieht das hohe E-Mail-Aufkommen, aber nur die Mitarbeiterin an der Rezeption weiß, warum diese Mails entstehen und wie viel Zeit sie wirklich rauben.

  • Die Gefahr: Wenn Entscheidungen nur zentral getroffen werden, entstehen Tools, die am Bedarf der Belegschaft vorbeigehen.

Eliot bringt ein faszinierendes Beispiel aus der Natur: den Honigschwanztanz der Bienen.

  • 80 % sammeln effizient dort, wo es sicher Pollen gibt (Tagesgeschäft).

  • 20 % fliegen in völlig unbekannte Richtungen, um Neues zu entdecken (Forschung).Unternehmen müssen diese 20 % „Forschungszeit“ aktiv fördern. Innovation braucht Zeit zum „Versandeln“, zum Ausprobieren und – ganz wichtig – zum Scheitern. Ohne eine gesunde Fehlerkultur (Stichwort: Fuck-Up-Nights) wird sich niemand trauen, neue Wege zu gehen.

Manuela nutzt das Gleichnis der Bauarbeiter: Wer nur Ziegel legt, sieht den Sinn nicht. Wer aber weiß, dass er an einer Kathedrale baut, ist motiviert.

„KI ist nicht nur ein neues Word oder Google. Es ist das Werkzeug, das uns den Rücken freihält, damit wir im Tourismus wieder Zeit für das Wesentliche haben: den Gast und die Authentizität.“ – Manuela Machner

  • Silos aufbrechen: Formate wie ein „Digital Breakfast“ oder kurze Austausch-Sessions nutzen, um Wissen lebendig zu machen.

  • Privat starten: Wenn der Betrieb (noch) bremst, probiere KI privat aus. Ob Rezeptvorschläge via WhatsApp-KI (Meta AI) oder Reiseplanung – baue Berührungsängste ab.

  • Prozesse hinterfragen: Bevor man etwas automatisiert, muss man prüfen: Ist der Prozess überhaupt sinnvoll? (Spoiler: E-Mails auszudrucken und in Ordnern abzuheften, lässt sich auch mit KI nicht sinnvoll optimieren!)

Am Ende ist KI eine gemeinschaftliche Aufgabe. Die Geschäftsführung setzt den strategischen Rahmen, die IT sorgt für die Sicherheit, aber die Impulse für echte Effizienz müssen von den Menschen kommen, die täglich damit arbeiten.

Hör mal rein und erfahre, wie du deine Mitarbeiter enabeln und empowern kannst!

  • Eliot Mannoia: Digitaler Psychologe mit Fokus auf Mensch-Maschine-Interaktion. www.brandkarma.at

  • Manuela Machner: Beraterin und Coach für KI im Tourismus und KMU. (Besuch sie auf www.kinet.ai)

Mind/Machine – Die KI-Verantwortung

  • 00:00 Intro: Willkommen bei Mind/Machine

  • 00:05 Wer sollte im Unternehmen eigentlich für KI verantwortlich sein?

  • 00:47 Unterschiedliche Ansätze: Wie Firmen das Thema aktuell handhaben

  • 01:21 Die größten Hürden bei der Aufgabenverteilung

  • 01:52 Warum Kommunikation und Schulung wichtiger sind als reine Technik

  • 05:37 Empowerment: Mitarbeiter befähigen statt nur Tools vorgeben

  • 08:04 Aufbau einer Innovationskultur im Betrieb

  • 09:40 Praxisbeispiele und interaktive Workshop-Formate

  • 10:18 Zeitmangel überwinden: Freiräume für KI schaffen

  • 14:24 Die Rolle der Geschäftsführung bei der KI-Einführung

  • 19:35 Engagement im Team fördern (und warum „Bekehren“ nicht funktioniert)

  • 22:56 Das „Big Picture“: KI als Teil der Unternehmensvision

  • 30:31 Fazit und abschließende Gedanken

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Mind / Machine - Emotionale Intelligenz trifft Künstliche IntelligenzBy Manuela Machner und Eliot Mannoia