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Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht.
Haltet den Glauben an Jesus Christus, unsern Herrn der Herrlichkeit, frei von allem Ansehen der Person.
Das Losungswort heute ist dem Lobgesang der Hanna entnommen. Für sie war die Geburt ihres Sohnes Samuel eine Gebetserhörung und ein Gottesgeschenk. Ihr Gebet ist so etwas wie eine "Vorlage" für den Lobgesang der Maria, der Mutter von Jesus. Bei ihr heißt es dann ganz ähnlich: "Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen..." (Lukas 1, 52)
Ein großes Hindernis auf unserem geistlichen Weg ist unsere Neigung, Bewertungen vorzunehmen; alles in "gut" und "böse" einzuteilen nach dem Motto: "Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen". Und da Gott ja nicht böse ist und nichts Böses tut, ist er nur für die vermeintlichen hellen und positiven Seiten - bzw. das, was wir dafür halten - zuständig. Doch was ist mit dem Rest?
Hanna - und nicht nur sie - hat da eine ganzheitliche und, wie ich finde, heilsame Sicht der Dinge. Wenn Gott der HERR ist, der die ganze Welt in Händen hält, ist er auch der Ursprung aller Dinge. Und damit ist vielleicht manches, was wir in Bausch und Bogen ablehnen und negativ bewerten, es zumindest wert, dass wir es noch einmal genau besehen. Der Apostel Paulus kann in dieser Hinsicht sehr provokativ formulieren: "Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen..." (Römer 8,28) Das erklärt natürlich nicht all die Fragen nach dem Woher und Wohin von Leiderfahrungen und verwischt auch nicht den Unterschied von Gut und Böse. Es hilft uns aber, Dinge anzunehmen und zu ihnen ein JA zu sprechen, die nun einmal zu unserem Leben und unserer jetzigen Situation dazugehören.
Das "Ansehen der Person", vor dem der Apostel Jakobus warnt, ist eine Spielart dieser Neigung, zu bewerten und in Schachteln zu verteilen. Wir machen das nämlich auch mit Menschen. Und mit uns selbst. Doch das soll nicht sein. Wir reduzieren Gott damit auf die vermeintlichen Lichtseiten des Lebens und schneiden das, was wir nicht mögen, von ihm ab, anstatt es in seiner Hand zu belassen. Und vielleicht wird es überhaupt dadurch erst zerstörerisch und unheilvoll.
So sei gesegnet, dass du das, was dir heute widerfährt, vertrauensvoll aus Gottes Hand nehmen kannst.
Sei gesegnet und in die Liebe Gottes hineingestellt, damit dir heute alles zum Besten dient.
Sei gesegnet.
By Johannes HilligesDer HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht.
Haltet den Glauben an Jesus Christus, unsern Herrn der Herrlichkeit, frei von allem Ansehen der Person.
Das Losungswort heute ist dem Lobgesang der Hanna entnommen. Für sie war die Geburt ihres Sohnes Samuel eine Gebetserhörung und ein Gottesgeschenk. Ihr Gebet ist so etwas wie eine "Vorlage" für den Lobgesang der Maria, der Mutter von Jesus. Bei ihr heißt es dann ganz ähnlich: "Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen..." (Lukas 1, 52)
Ein großes Hindernis auf unserem geistlichen Weg ist unsere Neigung, Bewertungen vorzunehmen; alles in "gut" und "böse" einzuteilen nach dem Motto: "Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen". Und da Gott ja nicht böse ist und nichts Böses tut, ist er nur für die vermeintlichen hellen und positiven Seiten - bzw. das, was wir dafür halten - zuständig. Doch was ist mit dem Rest?
Hanna - und nicht nur sie - hat da eine ganzheitliche und, wie ich finde, heilsame Sicht der Dinge. Wenn Gott der HERR ist, der die ganze Welt in Händen hält, ist er auch der Ursprung aller Dinge. Und damit ist vielleicht manches, was wir in Bausch und Bogen ablehnen und negativ bewerten, es zumindest wert, dass wir es noch einmal genau besehen. Der Apostel Paulus kann in dieser Hinsicht sehr provokativ formulieren: "Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen..." (Römer 8,28) Das erklärt natürlich nicht all die Fragen nach dem Woher und Wohin von Leiderfahrungen und verwischt auch nicht den Unterschied von Gut und Böse. Es hilft uns aber, Dinge anzunehmen und zu ihnen ein JA zu sprechen, die nun einmal zu unserem Leben und unserer jetzigen Situation dazugehören.
Das "Ansehen der Person", vor dem der Apostel Jakobus warnt, ist eine Spielart dieser Neigung, zu bewerten und in Schachteln zu verteilen. Wir machen das nämlich auch mit Menschen. Und mit uns selbst. Doch das soll nicht sein. Wir reduzieren Gott damit auf die vermeintlichen Lichtseiten des Lebens und schneiden das, was wir nicht mögen, von ihm ab, anstatt es in seiner Hand zu belassen. Und vielleicht wird es überhaupt dadurch erst zerstörerisch und unheilvoll.
So sei gesegnet, dass du das, was dir heute widerfährt, vertrauensvoll aus Gottes Hand nehmen kannst.
Sei gesegnet und in die Liebe Gottes hineingestellt, damit dir heute alles zum Besten dient.
Sei gesegnet.