ERF Gottesdienst

Am liebsten unverpackt


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© Velizar Ivanov / Unsplash.com
 
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Dass Müll nichts Gutes ist, musste man mir nicht beibringen. Schon als Kind schickte mich meine Mutter mit Tupperdose in die Schule statt mein Pausenbrot in Papier einzuschlagen. Und doch – müllfrei war meine Kindheit nicht. Denn neben dem ökologischen Pausenbrot gab es auch KitKat oder Knoppers. Auch Bifi, Sun-Kist und Capri-Sonne sowie andere verpackte Snacks gehörten untrennbar zu meiner Kindheit.
Doch insgesamt nahm ich Müll nicht wahr. Klar, es gab ihn und irgendwer musste regelmäßig den Mülleimer leeren. Aber das einzige Problem mit dem Müll schien die richtige Trennung zu sein. Denn nur richtig getrennt, so bläute man mir ein, konnte der Müll recycelt werden. Es dauerte viele Jahre, bis ich verstand, dass ein Großteil des von mir fein säuberlich getrennten Mülls trotzdem nie recycelt wurde. Das war der Moment, in dem ich aufwachte.
 
Es muss auch anders gehen
Es gab nicht den einen Grund dafür. Es war vielmehr eine Vielzahl von Dingen, die mich aufhorchen ließ. Zum einen gab es ein Platzproblem. Für mich war der Gelbe Sack nie ein Anstoß gewesen, bis ich ihn in unserer neuen Wohnung in einem schmalen Abstellraum lagern musste. Immer, wenn ich den Staubsauger hervorholte, war mir der große gelbe Plastiksack plötzlich im Weg. Zum anderen war da der überquellende Briefkasten an jedem Wochenende, der eingeschlagen in eine hauchdünne Wochenzeitung so viele Werbeblättchen enthielt, dass ich den Eindruck hatte, ich fülle unsere Blaue Tonne ausschließlich damit.
Es muss doch auch anders gehen, dachte ich mir. Meinem Mann ging es ähnlich. Denn auch beim Wandern oder Bummeln durch die Stadt fiel uns immer öfter Müll auf – und zwar nicht in Mülleimern, sondern am Straßenrand oder mitten auf Grünflächen in Parks. Verschiedene Dokus klärten mich auf, dass die Müllverschmutzung bei uns nur der Gipfel des Eisberges war. Und als ich erfuhr, dass ein nicht unerheblicher Teil meines Plastikmülls im Meer landet, wollte ich nur eins: Endgültig Schluss machen mit Plastik!
Als ich erfuhr, dass ein nicht unerheblicher Teil meines Plastikmülls im Meer landet, wollte ich nur eins: Endgültig Schluss machen mit Plastik!
 
Denn mir war klar: Mikroplastik in den Mägen von Fischen, nicht verrottender Müll in unseren Wäldern – all das war nicht die Art, wie Gott sich den Auftrag „Macht euch die Erde untertan“ (1. Mose 1, 28) gedacht hatte. Das Resultat war ebenso klar: Ich selbst musste anfangen, weniger Müll produzieren, vor allem weniger Plastikmüll.
 
Ein vielversprechender Start
Gesagt, getan, dachte ich. Da ich zu dieser Zeit auch gerade Probleme mit meiner Haut hatte, begann ich zeitgleich, mich mit natürlicher Kosmetik zu beschäftigen. Auch diese sollte natürlich so müllfrei wie möglich sein. Weniger Plastik in und um meine Kosmetik, das konnte nur gut sein, dachte ich. Nahezu zeitgleich entschloss sich mein Mann, den Verpackungsmüll durch unsere Lebensmittel drastisch zu reduzieren. Ab sofort kauften wir mit wiederverwendbaren Tüten Obst und Gemüse ein. Ich selbst begann meine kompletten Kosmetika per Codecheck auf Silikone und Mikroplastik zu testen und war schockiert. Fast alles in meinem Schrank war entweder nicht umwelt- oder nicht hautfreundlich – oder sogar beides. Aber da ich jetzt die App hatte, konnte ich in Zukunft andere Produkte kaufen – und das tat ich auch.
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Als wir hörten, dass ein Bioladen bald Lebensmittel verpackungsfrei anbieten würde, schien …
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