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Andorra von Max Frisch


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Ich bin nicht Stiller (Max Frisch).

Max Frisch begründet das biblische Bildnisverbot („Du sollst dir kein Bildnis machen“) nicht theologisch, sondern als eine existenzielle Ethik, die den Kern der menschlichen Identität und Freiheit schützt. Seine philosophische Begründung lässt sich in mehreren zentralen Punkten zusammenfassen:

Frisch übernimmt das zweite Gebot aus dem Alten Testament, transformiert es jedoch in eine zwischenmenschliche Forderung. Für ihn ist das Erstellen eines Bildnisses von einem Mitmenschen ein Akt der moralischen Anmaßung. Er fordert, dass wir andere Menschen stets als lebendige, sich ständig verändernde und unreduzierbare Wesen wahrnehmen müssen.

Die philosophische Gefahr des Bildnisses liegt in der Fixierung. Sobald man sich ein fertiges Bild von jemandem macht, presst man das Gegenüber in eine „bequeme Version“ und beraubt es seiner Entwicklungsmöglichkeiten.

  • Identität als Erzählung: In Werken wie Mein Name sei Gantenbein zeigt Frisch, dass das Ich keine feste Entität ist, sondern ein beständiger Akt des Erzählens, der ständiger Revision bedarf.
  • Der Begriff des „Phoney“: Salinger im Roman Der Faenger im Roggen (USA). Pflichtlektuere, Kritik der erwachsenen Heuchler weltweit am Beispiel New York.

Frischs Bildnisverbot ist auch eine Antwort auf die Katastrophen der Moderne.

  • Er begriff die Grausamkeiten des 20. Jahrhunderts (wie den Holocaust) als Produkt einer rationalen, technologischen Tendenz zur Kategorisierung und Bildfixierung.
  • Das Bildnis ersetzt im Modell Andorra den lebendigen Menschen durch ein soziales Konstrukt (das Vorurteil), was letztlich zu dessen Vernichtung führt.

Philosophisch verortet Frisch die Wahrheit und das eigentliche Leben in der Lücke zwischen dem festen Bild und dem lebendigen Menschen. Er ist der Überzeugung, dass eine echte Begegnung mit dem Wirklichen nur dort stattfinden kann, wo man bereit ist, das Bildnis immer wieder zu demontieren. Literatur hat für ihn die Aufgabe, in dieser Lücke zu existieren und die Festschreibung von Identität zu verhindern.

Zusammenfassend ist das Bildnisverbot bei Frisch der Schutzraum der menschlichen Unverfügbarkeit. Wer sich ein Bild macht, begeht einen „Verrat“ am Lebendigen.

1. Vom theologischen Gebot zur existenziellen Ethik

2. Kritik der Fixierung und Reduktion

3. Zivilisationskritik und Kritik der Massenmedien

4. Die „Lücke“ als Ort der Wahrheit

5. The cultural Gap and Society.


Das Drama Andris (der Andere) steht fuer sich selbst und braucht keine langen Erklaerungen: In deutschen Gymnasien ist es seit es auf die Buehne kam quasi Pflichtlektuere.

Die AfD in Deutschland oder Pauline Hanson in Australien Trump in den USA nutzen die Mechanisierung fuer ihre Propaganda, um an die Macht zu gelangen.

Power corrupts, wie die Gruenen gerade gelernt haben. Oder auch nicht.

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Business German PodcastBy Peter H Bloecker


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