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Im Mai 1809 mischte Anna Zwanziger heimlich Arsen, damals als „Mueckenstein“ verkauft, in das Salzfass des Kammeramtmanns Georg Wilhelm Gebhard in Sanspareil. Monatelang verzehrte die Familie jedes Gericht, bis eine Magd das weiße Pulver im Fass bemerkte und den Verdacht meldete. Der Apotheker bestätigte daraufhin dreißig Gramm reines Arsen in dem drei Pfund schweren Fass – das Salz, das täglich über den Tisch ging, war ein stiller Todesspender.
Hörer erhalten ein detailreiches Bild, wie alltägliche Küchenutensilien – ein Bierkrug, ein Zucker‑Löffel oder das unscheinbare Salzfass – zu tödlichen Waffen wurden, während das Königreich Bayern im Napoleons‑Krieg versank. Wir zeigen, warum die Behörden das Wiederkehren von Erbrechen und Durchfall ignorierten, welche gesetzlichen Lücken das ungezügelte Handeln einer einzigen Magd ermöglichten und welche Rollen Geldnot, Krieg und fehlende Forensik dabei spielten.
Margaretha Barbara Sabine Gebhard schrie in ihren letzten Stunden: „Um Gottes Willen! Ihr habt mir Gift gegeben!“.
By Hendler Dynasty MediaIm Mai 1809 mischte Anna Zwanziger heimlich Arsen, damals als „Mueckenstein“ verkauft, in das Salzfass des Kammeramtmanns Georg Wilhelm Gebhard in Sanspareil. Monatelang verzehrte die Familie jedes Gericht, bis eine Magd das weiße Pulver im Fass bemerkte und den Verdacht meldete. Der Apotheker bestätigte daraufhin dreißig Gramm reines Arsen in dem drei Pfund schweren Fass – das Salz, das täglich über den Tisch ging, war ein stiller Todesspender.
Hörer erhalten ein detailreiches Bild, wie alltägliche Küchenutensilien – ein Bierkrug, ein Zucker‑Löffel oder das unscheinbare Salzfass – zu tödlichen Waffen wurden, während das Königreich Bayern im Napoleons‑Krieg versank. Wir zeigen, warum die Behörden das Wiederkehren von Erbrechen und Durchfall ignorierten, welche gesetzlichen Lücken das ungezügelte Handeln einer einzigen Magd ermöglichten und welche Rollen Geldnot, Krieg und fehlende Forensik dabei spielten.
Margaretha Barbara Sabine Gebhard schrie in ihren letzten Stunden: „Um Gottes Willen! Ihr habt mir Gift gegeben!“.