Die 6 Bagatellen für ein Streichquartett, entstanden zwischen 1911 und 1913, stellen eines der Übergangswerke zu Webers Dodekaphonien dar. Nebenbei prägen sie diese Merkmale in seinem Schaffen am extremsten aus. Das Stück besteht aus sehr feinen Sätzen, von solcher Kürze und Verdichtung, dass sich ihre Gesamtdauer auf gerade einmal dreieinhalb Minuten verläuft. Man bedenke, welche Enthaltsamkeit dazu gehört, sich musikalisch so kurz zu fassen.