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Meist ist die Arbeitszeit konkret im Vertrag vermerkt, z.B. mit 42 Stunden pro Woche. So viel muss der Arbeitnehmer demnach gemäss vertraglicher Vereinbarung arbeiten. Aber: Was gehört eigentlich alles zur Arbeitszeit?
Im Podcast «Arbeitsrecht Inside» diskutieren wir, ob und unter welchen Umständen beispielsweise eine Pause, der Pikettdienst oder ein Weiterbildungstag als Arbeitszeit angerechnet werden kann. Zudem widmen wir uns auch der wichtigen Thematik der Überstunden und Überzeit. In welchen Fällen ist eine Arbeitnehmerin zur Leistung von Überstunden verpflichtet? Kann sie sich auch weigern und stattdessen einfach nach Hause gehen? Wann ist eine solche Vorgehensweise in Ordnung? Relevant ist nach geleisteter Mehrarbeit selbstverständlich auch die Vergütung derselben. In welcher Form findet diese statt?
Nicht ganz einfach zu unterscheiden sind Überstunden von der sog. «Überzeit». Weshalb ist diese Unterscheidung für die Praxis zentral und wie weiss ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin, was konkret vorliegt?
In diesem ersten Teil des Podcasts zum Thema «Arbeitszeit» besprechen Prof. Dr. Roger Rudolph und RA MLaw Milena Ragaz die Grundlagen rund um das Thema «Arbeitszeit». Im nächsten Podcast gehen wir dann auf spezifische Fragestellungen zu Themen wie ständige Erreichbarkeit, Mehrfachbeschäftigung und Arbeitszeiterfassung ein.
Manchmal verläuft das Leben anders als man denkt: Plötzlich ist man als Arbeitnehmerin krank. Dies wiederum kann nicht nur im Privatleben, sondern auch im Job massive Auswirkungen haben. Denn eigentlich gilt im Arbeitsrecht der Grundsatz «ohne Arbeit kein Lohn». Drohen also einem erkrankten Arbeitnehmer auch finanzielle Sorgen?
Die Antwort ist: Es kommt darauf an. Das Schweizer Obligationenrecht kennt für solche Fälle – wie auch bei Unfällen – mit dem Artikel 324a OR einen gewissen Arbeitnehmerschutz. So wird dem Arbeitnehmer für eine beschränkte Zeit der Lohn weiter entrichtet. Dies ist aber an bestimmte Voraussetzungen geknüpft und nicht jeder Arbeitnehmer kann sich in jedem Fall darauf stützen.
Prof. Dr. Roger Rudolph und RA MLaw Milena Ragaz thematisieren im Podcast «Arbeitsrecht Inside» den zentralen Artikel 324a OR und zeigen auf, wann und wie ein verhinderter Arbeitnehmer Anspruch auf eine Weiterzahlung seines Lohnes hat. Auch werden die Höhe und Dauer der Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeberin beleuchtet. Die Hosts geben Arbeitgeberinnen wie auch Arbeitnehmern Tipps, wie mit solchen Situationen auf beiden Seiten bestmöglich umzugehen ist.
Hier noch ein Task, da noch eine Aufgabe: Wenn Arbeitnehmer immer mehr Aufträge erhalten und sich nicht mehr richtig erholen können, dann droht Arbeitgeberinnen eine sog. «Stresshaftung». Das heisst, dass sie z.B. für gesundheitliche Schäden des Mitarbeiters haften. Dieses Spannungsfeld wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, da Faktoren wie die Digitalisierung und die damit verbundene, ständige Erreichbarkeit der Arbeitnehmer zusätzlich belastend wirken.
Im Podcast «Arbeitsrecht Inside» wird das Phänomen der Stresshaftung eingehend thematisiert und anhand praktischer Anwendungsfälle greifbar gemacht. Gibt es eine rechtliche Grundlage, auf die sich Arbeitnehmer berufen können? Welches sind die Voraussetzungen, damit sie greift? Inwiefern ist ein allfälliges Mitverschulden des Arbeitnehmers von Bedeutung. Welche konkreten Risiken drohen Arbeitgeberinnen, wenn sie haftbar gemacht werden?
Prof. Dr. Roger Rudolph und RA MLaw Milena Ragaz sprechen im Podcast «Arbeitsrecht Inside» eingehend über praktische Vorgehensweisen zur Vermeidung von Stresshaftung – sowohl aus Arbeitgeberinnen- wie auch aus Arbeitnehmersicht.
In vielen Branchen sind befristete Arbeitsverträge gang und gäbe. Auf den ersten Blick scheinen sie sehr praktisch zu sein, da sie auch das Ende eines Arbeitsverhältnisses klar definieren und damit für beide Parteien Gewissheit schaffen.
Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, dass gerade bei befristeten Arbeitsverhältnissen viele Fallstricke lauern können. Im Podcast Arbeitsrecht Inside werden zuerst die rechtlichen Grundlagen von befristeten Arbeitsverhältnissen beleuchtet, bevor dann auf einzelne wichtige Fragen eingegangen wird. So wird beispielsweise die richtige Formulierung von befristeten Arbeitsverträgen, deren möglicher Inhalt und über die beschränkten Auflösungsmöglichkeiten diskutiert. Wichtige Aspekte sind auch Fragen rund um die Zulässigkeit einer Probezeit und die Handhabung von Ferien und Krankheit Und wie verhält es sich mit sogenannten Kettenverträgen, wenn also mehrere befristete Arbeitsverträge hintereinander abgeschlossen werden? Ist dies überhaupt zulässig oder werden so nicht die Kündigungsschutzregeln des Obligationenrechts ausgehebelt?
Im Podcast «Arbeitsrecht Inside» sprechen Prof. Dr. Roger Rudolph und RA MLaw Milena Ragaz über die wichtigsten Vor- und Nachteile von befristeten Arbeitsverhältnissen und geben dabei Tipps und Tricks für Arbeitnehmer und Arbeitgeberinnen.
Verdienen Männer und Frauen innerhalb des Unternehmens gleich viel für gleiche oder gleichwertige Arbeit? Inwiefern spielt das Geschlecht bei der Bewerbung eine Rolle? Haben Frauen und Männer die gleichen Chancen auf einen Aufstieg innerhalb eines bestimmten Unternehmens?
Diese Fragen betreffen alle die Gleichstellung von Mann und Frau im Arbeitsleben, ein zentraler Grundsatz unserer Rechtsordnung, der sogar auf höchster Stufe - in der Bundesverfassung - verankert ist.
Wie muss aber die Gleichstellung im arbeitsrechtlichen Alltag von der Arbeitgeberin konkret sichergestellt werden? In welchen Bereichen ist dieser Grundsatz überhaupt relevant, z.B. schon im Bewerbungsverfahren? Aus rechtlicher Sicht ist vor allem das Gleichstellungsgesetz (GlG) von grosser Bedeutung, weshalb es im Podcast anhand praktischer Anwendungsfälle eingehend besprochen wird. Darüber hinaus werden weitere spannende Frage diskutiert, zum Beispiel: Was ist eine Lohngleichheitsanalyse und welche Unternehmen sind verpflichtet, eine solche durchzuführen? Ist die Arbeitgeberin zudem verpflichtet, aktiv Massnahmen zur Gleichstellung im Unternehmen durchzuführen? Falls ja, welche? Und wie kann sich eine diskriminierte Arbeitnehmerin ganz konkret vor Gericht wehren, um zu ihrem Recht zu kommen?
Im Podcast «Arbeitsrecht Inside» diskutiert Prof. Dr. Roger Rudolph von der Universität Zürich mit RA MLaw Milena Ragaz über die Gleichstellung im Arbeitsrecht und spricht dabei nebst den zentralen rechtlichen Aspekten der Lohngleichheit und des Kündigungsschutzes auch über zwei aktuelle Fälle, die in den Medien für Schlagzeilen gesorgt haben.
Zack bumm – und der Schaden ist verursacht. Wenn ein Mitarbeiter in Ausübung seiner Arbeit beispielsweise ein Firmenauto beschädigt, stellt sich sofort die Frage nach dem Schadenersatz. Oder anders formuliert: Wer bezahlt?
In diesem Zusammenhang ist die Frage zu klären, wann und unter welchen Voraussetzungen ein Mitarbeiter aus rechtlicher Sicht für den von ihm verursachten Schaden haftet. Zentral und in Praxis häufig strittig hier ist der Begriff der Fahrlässigkeit. Wir besprechen im Podcast verschiedene Fallkonstellationen und diskutieren die darauf abzuleitenden rechtlichen Folgen für Arbeitnehmer und Arbeitgeberinnen. Welches Sorgfaltsmass hat der Arbeitnehmer zu beachten? Welches sind mögliche Reduktionsgründe wie z.B. ein Mitverschulden der Arbeitgeberin? Inwiefern spielt auch das Berufsrisiko eine Rolle? Gibt es eine Obergrenze für die Haftung, z.B. ein Monatslohn?
Im Podcast «Arbeitsrecht Inside» diskutieren Prof. Dr. Roger Rudolph und RA MLaw Milena Ragaz über die Haftung des Arbeitnehmers und seine Verteidigungsmöglichkeiten. Sie geben aber auch Arbeitgeberinnen Tipps, etwa wie sie sich im Vorfeld rechtlich absichern können, um im Fall der Fälle ihre Ansprüche besser durchsetzen zu können.
Befürchten Sie, dass ein Diebstahl innerhalb des Unternehmens stattgefunden hat? Verdächtigen Sie eine Mitarbeiterin, dass sie den ganzen Tag eher im Internet surft, anstatt zu arbeiten? Haben Sie Anhaltspunkte dafür, dass Ihre Servicemonteure mit dem Geschäftsauto öfters zur nahgelegenen Beiz fahren, anstelle Kundentermine wahrzunehmen?
In all diesen Fällen wäre doch eine Überwachung des Arbeitnehmers verlockend. Via Videokamera, Spyware, die Montage von GPS-Geräten im Firmenauto oder E-Mail-Durchsuchungsprogramme könnte hier schnell Klarheit geschaffen werden.
Aber Achtung: Aus rechtlicher Sicht lauern bei der Überwachung von Mitarbeitenden viele Fallstricke. Nicht in allen Fällen ist eine Überwachung zulässig. Zahlreiche Brennpunkte stehen im Vordergrund: Wo liegen die Grenzen der Überwachung? Braucht es hierfür eine vorgängige Einwilligung der Arbeitnehmenden? Sind rechtswidrig beschaffte Beweismittel verwertbar, z.B. um eine Entlassung zu begründen? Wie kann sich ein Arbeitnehmer gegen unzulässige Überwachungsmethoden wehren?
Im Podcast Arbeitsrecht Inside spricht Prof. Dr. Roger Rudolph mit RA MLaw Milena Ragaz über die häufig umstrittene Zulässigkeit von Überwachungsmassnahmen, den Spagat zwischen Persönlichkeitsschutz und Datenschutz und die gegenläufigen Interessen von Arbeitgeberinnen und Arbeitnehmern. Dabei wird der Fokus auf praktische Aspekte der Überwachung von Arbeitnehmern gelegt.
Auch im Jahr 2025 sind auf nationaler und kantonaler Ebene zahlreiche spannende, überraschende und relevante Urteile im arbeitsrechtlichen Kontext gefällt worden. Diese picken wir heraus in dieser Folge von «Arbeitsrecht Inside».
Konkret sprechen wir über einen Haftungsfall rund um einen ehemaligen CEO eines Finanzunternehmens, einen Kantonspolizisten, der seine Ferien absagen musste und deswegen die Arbeitgeberin auf Schadenersatz einklagte und über einen Verkehrsunfall, welcher von einem alkoholisierten Mitarbeiter verursacht wurde und die damit verbundene Frage nach der Lohnfortzahlung.
Ebenfalls beleuchtet wird das Ausstellen von Zeugnissen, ob eine Berichtigungspflicht besteht und innert welcher Frist Referenzauskünfte zu erteilen sind. Auch die drohenden finanziellen Folgen bei Aufhebungsverträgen und der arbeitsrechtliche Klassiker – das Konkurrenzverbot – werden besprochen.
Im Podcast «Arbeitsrecht Inside» diskutiert Prof. Dr. Roger Rudolph von der Universität Zürich mit MLaw Milena Ragaz über ein Potpourri von knackigen Urteilen aus dem Jahr 2025.
Religion am Arbeitsplatz: Es ist ein heikles Thema, welches immer wieder zu herausfordernden Situationen führt. Ist es erlaubt, am Arbeitsplatz ein Kopftuch zu tragen? Darf ein Mitarbeiter tagsüber beten oder fasten? Wie soll eine Arbeitgeberin mit dem Thema Religion umgehen?
Zunächst ist die Frage zu klären, ob und inwiefern die Religionsfreiheit, die in der Bundesverfassung verankert ist, auch auf privatrechtliche Arbeitsverhältnisse anzuwenden ist. Oder anders formuliert: Kann sich eine Mitarbeiterin direkt auf die Religionsfreiheit berufen? Zudem wird besprochen, was denn überhaupt alles unter den Begriff der Religionsfreiheit fällt und ob beispielsweise auch Gesinnungen oder Weltanschauungen vom Schutzbereich erfasst sind.
Aus arbeitsrechtlicher Sicht ist auch zu klären, ob eine Arbeitgeberin aus der Fürsorgepflicht heraus verpflichtet ist, Vorkehrungen für religiöse Praktiken zu treffen. Darunter fällt beispielsweise das zur Verfügung stellen eines Gebetsraums oder die Erlaubnis, während der Arbeitszeit zu beten.
Prof. Dr. Roger Rudolph und RA MLaw Milena Ragaz diskutieren über die wichtigsten Punkte rund um Religion am Arbeitsplatz. So wird beispielsweise thematisiert, ob die Arbeitnehmerin bei der Anbahnung des Arbeitsverhältnisses ihre Religion offenlegen muss. Spannend ist auch die Frage, wie am Arbeitsplatz aus rechtlicher Sicht mit religiösen Kleidungen und Symbolen umgegangen werden muss. Zudem stellt sich die Frage, wie die gewünschten Vorgehensweisen arbeitsrechtlich richtig umgesetzt werden. Reicht die Vorgabe von Weisungen in einem Kleiderreglement? Und was passiert, wenn diese Vorschriften seitens der Arbeitnehmerin nicht eingehalten werden? Wäre sogar eine Kündigung rechtens? Diese und viele weitere Fragen werden im Podcast «Arbeitsrecht Inside» beleuchtet.
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