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Medizinische Entscheidungen am Lebensende sind oft komplex, besonders im Pflegeheim. Wann ist eine Krankenhauseinweisung sinnvoll? Wie können Patientenwünsche rechtzeitig dokumentiert werden? Und welche Rolle spielen Hausärztinnen und Hausärzte in diesen Situationen? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit dem Palliativmediziner und Hausarzt Christian Seifert.
Dank moderner Neonatologie erreichen heute immer mehr Frühgeborene das Erwachsenenalter. "Eine Frühgeburt ist keine Anekdote aus der Vergangenheit, sondern ein anamnestischer Hinweis", sagt der Neonatologe Prof. Dr. Dominique Singer. In dieser Folge der ZFA TALKS erklärt er, welche Risiken für Lunge, Herz-Kreislauf-System und Stoffwechsel bekannt sind.
Die Peritonealdialyse wird in Deutschland noch selten genutzt, bietet aber unterschätzte Vorteile: mehr Selbstbestimmung, mehr Lebensqualität, schonender für den Kreislauf. Warum wird sie trotzdem so wenig eingesetzt? Expertin Dr. Grit Esser erklärt, was hinter der Bauchfelldialyse steckt, wie Betroffene informierte Entscheidungen treffen können und worauf Hausärztinnen und Hausärzte achten sollten.
Kann die Nierenfunktion medikamentös nicht mehr ausreichend aufrechterhalten werden, stehen zwei Verfahren zur Auswahl: Die deutlich bekanntere ist die “klassische” Hämodialyse, also Blutwäsche. Dem gegenüber steht die Peritonealdialyse, bei der der Stoffaustausch über das Bauchfell stattfindet. Letztere macht Deutschland allerdings nur einen Anteil von ca. 5 Prozent aus. Dabei bietet sie zahlreiche Vorteile, ist zum Beispiel schonender für den Kreislauf und erlaubt mehr Lebensqualität für Patientinnen und Patienten. Eine frühe Aufklärung über beide Verfahren ist essenziell, sagt Expertin Dr. Grit Esser. Nur dann können Betroffene optimal in eine Nierenersatztherapie starten.
Beide Verfahren bieten Vor- und Nachteile. Eine Entscheidung muss immer individuell auf den Menschen und seine persönliche und medizinische Situation abgestimmt werden. “Es ist wichtig, dass wir zwei Verfahren haben, die gleichwertig sind”, sagt Expertin Dr. Grit Esser. “Sie ermöglichen, dass wir Patientinnen und Patienten immer ein Alternativverfahren anbieten können, wenn das Therapieverfahren ausgereizt ist.”
Welches Prinzip hinter der Bauchfelldialyse steckt, welche Faktoren in die Entscheidung für ein bestimmtes Verfahren berücksichtigt werden sollten und auf welche Warnzeichen Hausärztinnen und Hausärzte bei der Betreuung achten sollten, darüber sprechen wir in dieser Folge.
Dr. med. Grit Esser befindet sich gerade in der Weiterbildung zur Fachärztin für Nephrologie und Assistenzärztin am Universitätsklinikum in Schleswig-Holstein.
Die Zahl der diagnostizierten Depressionen steigt – gleichzeitig fehlen flächendeckend Therapieplätze. Für Betroffene ist die Hausarztpraxis eine erste Anlaufstelle. Doch wie kann dort der passende Raum entstehen? Allgemeinmedizinerin Prof. Dr. med. Anne Simmenroth und Psychologin Maike Krauthausen berichten, wie niederschwellig Hilfe angeboten werden kann.
Viele Depressions-Diagnosen werden in der Hausarztpraxis gestellt. Denn das besondere Verhältnis zwischen Patientinnen und Patienten und ihren vertrauten medizinischen Ansprechpersonen hilft, sich zu öffnen. Gerade bei Patientinnen und Patienten mit depressiven Symptomen ist es wichtig, sich genug Zeit zu nehmen. Doch Zeit ist ein kostbares Gut in der Hausarztpraxis.
Wie kann man diesem Zwiespalt begegnen? Prof. Dr. Anne Simmenroth und Maike Krauthausen haben in einer Studie untersucht, inwiefern die "Psychiatrische Kurz-Psychotherapie" hier eine Hilfe sein kann. Das Konzept: Mithilfe von Karteikarten sollen in vergleichsweise "kurzen" Gesprächsterminen Probleme erkannt und erste Interventionen angestoßen werden.
Leichte Formen der Depression lassen sich mit solchen niederschwelligen Angebote in der Hausarztpraxis behandeln. Bei mittelschweren bis schweren Formen lässt sich die Zeit bis zu einen Platz in einer psychotherapeutischen Praxis überbrücken. Wie das gelingen kann, darüber sprechen wir in dieser Folge.
Die Allgemeinmedizinerin Prof. Dr. med. Anne Simmenroth ist Hausärztin und leitet gemeinsam mit Prof. Ildikó Gágyor das Institut für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum in Würzburg. Maike Krauthausen ist Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin und wissenschaftliche Mitarbeiterin, ebenfalls am Institut für Allgemeinmedizin in Würzburg.
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