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Teil 11 - Universitätsklinik Lübeck, Donnerstag, 10.Januar 2019, 20.41 Uhr
Die zweite Nacht im Uniklinikum Lübeck ist der Albtraum. Schon früh am Nachmittag beginnt es dunkel zu werden. Nach dem Abendessen um siebzehn Uhr kann ich draußen durch das Fenster schon nichts mehr erkennen. Ich liege rum und denke nach. Suhle mich in meinen Ängsten und Zweifeln. Ingrid und Jan haben mir einige Zeitungen und ein Buch mitgebracht, aber ich schaffte es nicht mich zu konzentrieren. So lege ich das Buch und auch die Zeitschriften wieder weg. Auch auf dem Flur wird es ruhiger. Keine Visite mehr, kein Besucherverkehr. Nebenan wurde ein männlicher Patient eingewiesen, steckte mir die Nachschwester auf meine Frage. Verdacht auf Schlaganfall. Ein Leidensgenosse! Schade, dass ich mich nicht mit ihm austauschen kann. Durch die offene Tür sehe ich seine Angehörigen aus dem Zimmer verschwinden. Ich versuche zu erkennen ob sie traurig ausschauen. Aber es geht zu schnell. Einen Fernseher hat der blöde Überwachungsraum auch nicht. Warum auch? Man geht davon aus, dass die Patienten, die man hier unterbringt, kein Interesse am TV-Programm haben.
Teil 11 - Universitätsklinik Lübeck, Donnerstag, 10.Januar 2019, 20.41 Uhr
Die zweite Nacht im Uniklinikum Lübeck ist der Albtraum. Schon früh am Nachmittag beginnt es dunkel zu werden. Nach dem Abendessen um siebzehn Uhr kann ich draußen durch das Fenster schon nichts mehr erkennen. Ich liege rum und denke nach. Suhle mich in meinen Ängsten und Zweifeln. Ingrid und Jan haben mir einige Zeitungen und ein Buch mitgebracht, aber ich schaffte es nicht mich zu konzentrieren. So lege ich das Buch und auch die Zeitschriften wieder weg. Auch auf dem Flur wird es ruhiger. Keine Visite mehr, kein Besucherverkehr. Nebenan wurde ein männlicher Patient eingewiesen, steckte mir die Nachschwester auf meine Frage. Verdacht auf Schlaganfall. Ein Leidensgenosse! Schade, dass ich mich nicht mit ihm austauschen kann. Durch die offene Tür sehe ich seine Angehörigen aus dem Zimmer verschwinden. Ich versuche zu erkennen ob sie traurig ausschauen. Aber es geht zu schnell. Einen Fernseher hat der blöde Überwachungsraum auch nicht. Warum auch? Man geht davon aus, dass die Patienten, die man hier unterbringt, kein Interesse am TV-Programm haben.