In dieser Folge unserer Serie durch das Markusevangelium (Kapitel 3,13–19) schauen wir uns an, wen Jesus eigentlich in sein engstes Team berufen hat. Spoiler: Es waren keine religiösen Profis oder moralischen Vorbilder. Es war ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus „Gangstern und Gaunern“ – von hitzköpfigen Fischern über korrupte Steuerbetreiber bis hin zu radikalen Zeloten.
Oft fallen wir in zwei Extreme: Entweder wir fühlen uns spirituell überlegen, oder wir versinken in Scham und glauben der Lüge, dass Gott mit uns sowieso nichts anfangen kann. Doch die Berufung der ersten Jünger zeigt: Nachfolge beginnt nicht bei deiner Fähigkeit, sondern bei seiner Einladung. Gottes unendliche Liebe für dich ist grösser als sein berechtigter Hass auf die Sünde. Er kennt deine Fehler, deine Brüche und deine dunklen Gedanken – und er ruft dich trotzdem.
Du musst dich nicht selbst „perfekt machen“ oder dein Herz eigenhändig umprogrammieren. Wie Dietrich Bonhoeffer sagte: „Petrus kann sich nicht bekehren, aber er kann seine Netze verlassen.“ Dein Job ist nicht die innere Transformation – das macht Jesus. Dein Job ist es, heute den nächsten kleinen Schritt mit ihm zu gehen. Lass die Scham los und erlaube Gott, dich einfach zu wollen, ohne dass du etwas dafür leisten musst.