BLIPS

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By Niayesh Ebrahimi, Hanna Hammerich, Malte SchulzeSociety & CultureScienceMusic
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BLIPS episodes

  • Folge 9: #nofilter. Heimcomputerklänge mit dem ZX Spectrum

    Der ZX Spectrum war einer der meistverkauften britischen Heimcomputer aller Zeiten. Im Unterschied zu Konkurrenzmodellen von Atari oder Commodore verfügte er über keinen dezidierten Soundchip zur Klangerzeugung, sondern lediglich über einen eingebauten Lautsprecher („Beeper“) mit einem einzigen 1-Bit-Tonkanal. Trotz dieser technischen Begrenzung entwickelten Spielemusikkomponist:innen und „Bedroom Coder“ komplexe Sound Engines und Strategien und schafften es sogar mehrstimmige Musik zu erzeugen. Dabei entstand das für den ZX Spectrum charakteristisch Noise-lastige Klangbild, das nicht mit Filtern abgemildert werden konnte. Mit dem neuen Medium Computerspiel, das im Laufe der 1980er Jahre in immer mehr Privathaushalte Einzug hielt, fand dieser rauschgeprägte Klang ungeahnte Verbreitung…

    • Das Album „dat fuzz“ von irrlicht project: https://irrlichtproject.bandcamp.com/album/dat-fuzz
    • Die Titelmusik von Tim Follin zum Spiel „Chronos“ (1987) für den ZX Spectrum: https://www.youtube.com/watch?v=yJy45MHrPjc
    • Das Spiel „Manic Miner“ (1983) von Matthew Smith für den ZX Spectrum: https://www.youtube.com/watch?v=FCvgGGe71X4&t=552s
    • Peter Smucker: „Bits and Pieces: A History of Chiptunes, by Kenneth B. McAlpine“, in: Journal of Sound and Music in Games, 1 (1/2020), S. 119-123. https://online.ucpress.edu/jsmg/article/1/1/119/2328/Bits-and-Pieces-A-History-of-Chiptunes-by-Kenneth
    • 26 min
    • Folge 8: „Playing video games is like playing music“ – Musikspiele der 1980er Jahre

      Für diese Folge haben wir uns an den C64 und ans Famicom Disk System gesetzt und drei der ersten kommerziellen Musikspiele ausprobiert: "Moondust" (1983), "Otocky" (1987) und "To Be on Top" (1987). Die drei Spiele zeigen ganz unterschiedliche Ansätze, wie Musik als wesentlicher und veränderbarer Aspekt des Gameplays etabliert wurde. Wir haben bei den Entwicklern Jaron Lanier, Toshio Iwai und Chris Hülsbeck nachgefragt, was sie dazu inspiriert hat.

      Shownotes:

      Wir sprechen über folgende Spiele:

      • "Moondust" von Jaron Lanier (Commodore 64, Creative Software, USA 1983)
      • "Otocky" von Toshio Iwai (Famicom Disk System, SEDIC, Japan 1987)
      • "To Be on Top" von Chris Hülsbeck (Commodore 64, Rainbow Arts, BRD 1987)
      • Toshio Iwai empfiehlt das Album "Video Game Music" (1984) von Haruomi Hosono

        49 min
      • Folge 7: Die Musiksoftwarefirmen Dr. T’s Music Software und Intelligent Music

        Wer den Heimcomputer in ein Musikinstrument verwandeln wollte, konnte im Laufe der 1980er Jahre auf eine immer größere Auswahl an kommerzieller Musiksoftware zurückgreifen. Wir stellen euch in dieser Folge zwei Entwicklerfirmen aus den USA vor, die sich genau darauf spezialisiert hatten: Intelligent Music und Dr. T’s Music Software. Ehemalige Mitarbeiter erzählen uns ihre Geschichte und erklären, welche Potentiale sie im Musikmachen mit dem (Heim-)computer gesehen haben.

        Shownotes:

        • David Zicarelli: "M and Jam Factory", in: Computer Music Journal, 11/4 (1987), S. 13-29.
        • Emile Tobenfeld: "Potential Applications of MIDI Software in Improvised Musical Performance", in: International Computer Music Conference Proceedings, 1990, S. 401-403.
        • Ian Waugh: "Doctor! Doctor! Software for Commodore 64", in: Sound on Sound, 1/5 (1986).
        • Kristen Roos: "Intelligent Music, unearthing the human intention behind vintage algorithmic sequencing software", CLOT Magazine online, 12.11.2024, https://clotmag.com/oped/intelligent-music-unearthing-the-human-intention-behind-vintage-algorithmic-sequencing-software
        • Derek Pyle: "Dr. T: His world of electronic wizardry", Interview mit Emile Tobenfeld, April 2017, https://www.furious.com/perfect/drt.html
        • Elliott Scharp auf Bandcamp: https://elliottsharp1.bandcamp.com/album/looppool-24-bit-remastered
        • Am Ende hört ihr den Song "The Future's So Bright, I Gotta Wear Shades" von Timbuk3 (1986).
        • 53 min
        • Folge 6: Eine Reise nach Japan, Yamahas Musikcomputer und Segas "Sonic"

          Japan war in den 1980er Jahren der größte wirtschaftliche Konkurrent für die USA im Bereich Elektronik. Aber auch musikalisch gab es hier spannende Entwicklungen zu beobachten, die wir euch in dieser Folge vorstellen wollen: Sega setzte (zumindest für kurze Zeit) neue Standards im Bereich Videospielmusik, Yamaha produzierte den ersten Musikcomputer, und medial begleitet wurde das alles u. a. vom MSX Magazine.

          BEEP: Retro Game, Computer & Arcadespiele-Substrat Shop

          https://www.akihabara-beep.com/

          GiGO Akihabara Building 1: (ehem. SEGA) Spielhalle, insgesamt 5 Etagen

          https://tempo.gendagigo.jp/am/akiba-1

          Comiket

          https://www.comiket.co.jp/info-a/TAFO/C104TAFO/cmkfor.html

          Hier könnt ihr durch die MSX Magazine blättern: https://download.file-hunter.com/Magazines/JP/MSX%20Magazine/

          Die Infos zu Sonic The Hedgehog stammen aus dem Buch The History of Sonic The Hedgehog von Marc Pétronille, William Audureau, et al. sowie aus dem Buch Game Sound von Karen Collins.

          Die Musik, die ihr gehört habt, war:

          "Up on the Green Hill" von der Band Dreams Come True sowie Ausschnitte aus der "Green Hill Zone" und der "Spring Yard Zone", die aus dem Soundtrack von Masato Nakamura zum Videospiel "Sonic The Hedgehog" (Sega, 1991) stammen.

          56 min
        • Folge 5: Very British – Heimcomputermusik in Großbritannien

          In dieser Folge geht es um die britische Heimcomputerkultur der 1980er Jahre: Ihr erfahrt, wie die BBC die Menschen in UK mit dem Computer vertraut gemacht hat; welche Besonderheiten die britischen Computer bei der Soundprogrammierung in BASIC bereithielten; und wie mit kreativen Erweiterungen der kleine ZX Spectrum zur Drum Machine und zum Sprach-Synthesizer wurde.

          Das Archiv zum BBC Computer Literacy Project findet ihr hier: clp.bbcrewind.co.uk

          Zum Thema Soundproduktion in BASIC empfehlen wir die Bücher von Ian Waugh: „Making Music on the BBC Computer“ und „Making Music on the Amstrad CPC 464 & 664“.

          Im Mixtape von Malte waren Ausschnitte aus den Spielemusiken zu „Chronos“ von Tim Follin bzw. Kyle Granger und „Skate or Die“ von Rob Hubbard zu hören und hier könnt ihr euch die Beats der „SpecDrum“ Drum Machine für den ZX Spectrum anhören: https://www.youtube.com/watch?v=ottLLH0Drdw

          Außerdem hörtet ihr:

          • „Computer World“ von Kraftwerk, das als Intro für die Fernsehsendungen des BBC Computer Literacy Projects verwendet wurde
          • Die Highscore-Musik von Tim Follin aus dem Spiel "Ghouls 'n Ghosts"
          • 43 min
          • Folge 4: Spielemusikkomponist Chris Hülsbeck

            Wir haben mit Chris Hülsbeck über seine ersten Schritte am C64 und in der Spielemusikproduktion gesprochen, über sein Selbstverständnis als Programmierer oder Musiker, und über seine Arbeit in der Spielemusikbranche.

            • Chris Hülsbeck bei Patreon: https://www.patreon.com/chris_huelsbeck
            • Website von Chris Hülsbeck: https://www.huelsbeck.com
            • Die Klangbeispiele, die ihr in dieser Folge von Chris Hülsbeck gehört habt, waren:

              • Die Titelmusik aus dem Spiel Planet of War (1985)
              • Die Titelmusik aus dem Spiel Madness (1986)
              • Die Titelmusik aus dem Spiel Turrican (1990)
              • Das Stück "Funky Village" aus dem Spiel To Be On Top (1987)
              • 38 min
              • Folge 3: Musik in Computerzeitschriften – "Your Commodore Magazine"

                Musik machen und Komponieren am Heimcomputer bedeutet in der ersten Hälfte der 1980er Jahre vor allem: Programmieren. Aber wie lernt man das eigentlich in einer Zeit vor dem Internet? Eine zentrale Rolle spielen dabei Computerzeitschriften. In How-To-Artikeln, Software- und Hardware-Rezensionen, Leserbriefen und Werbeanzeigen findet man immer wieder Musikalisches. In dieser Folge diskutieren wir den Artikel "The Well-Tempered 64" aus dem britischen Your Commodore Magazine.

                • Link zum Your Commodore Magazine (alle Ausgaben): https://archive.org/details/your-commodore-magazine?tab=collection
                • Link zu unserer ausgewählten Ausgabe (1985, Nr. 8, S. 26-28: "The Well-Tempered 64"): https://archive.org/details/08-your-commodore-magazine
                • Der Song "Shades" als Listing zum Abtippen, erschienen im 64'er Magazin (1986, Nr. 6, S. 173-176) https://archive.org/details/64er.N27.1986.06/page/173/mode/1up
                • Auf der Website http://www.muzines.co.uk werden britische Musikzeitschriften mit Schwerpunkt auf Produktion und Elektronik archiviert.
                • Der Autor und Publizist Ian Waugh hat einen sehr sympathischen YouTube Channel zu elektronischer Musikproduktion seit den 1980er Jahren: https://www.youtube.com/channel/UCJRxhZ4SSgJ-ICBnBw3ltkA
                • In dieser Folge hört ihr Musik von Chris Hülsbeck ("Shades") und GOTO80 ("_  ̄ ○").

                  38 min
                • Folge 2: "SID" – der Soundchip im C64

                  Die zweite Folge BLIPS widmen wir dem einflussreichsten Soundchip der Heimcomputer-Ära: Mit dem Sound Interface Device (kurz SID) wurde der Commodore 64 zum Synthesizer für zuhause. Komponisten wie Rob Hubbard und GOTO80 erzählen, was sie damals wie heute am Umgang mit dem SID reizt.

                  • Vorgestellte Komponisten: Michael Winterberg, Chris Hülsbeck, Rob Hubbard, Martin Galway
                  • High Voltage SID Collection: https://www.hvsc.c64.org
                  • GOTO80: https://www.goto80.com
                  • Ben Dibbert: https://www.youtube.com/Nordischsound
                  • Weiterlesen:

                    • Klaus Rettinghaus: "Sidology. Zur Geschichte und Technik des C64-Soundchips", in: Digitale Spiele. Interdisziplinäre Perspektiven zu Diskursfeldern, Inszenierung und Musik, hrsg. von Christoph Hust, Bielefeld 2018 (= Edition Kulturwissenschaft, Bd. 145), S. 269-280.
                    • James Newman: "Driving the SID-Chip. Assembly Language, Composition, and Sound Design for the C64", in: Game, 06/2017, S. 31-49.
                    • Weiterhören:

                      • Der Retrogames-Podcast "Stay Forever" hat eine ausführliche C64-Episode – hört mal rein: https://www.stayforever.de
                      • Musikstücke:

                        • Ouvertüre aus der Oper Wilhelm Tell von Gioachino Antonio Rossini, aus dem Spiel “Tooth Invaders”
                        • Shades, Chris Hülsbeck
                        • Baby Dance it, Michael Winterberg
                        • Commando, Rob Hubbard
                        • Thing on a Spring, Rob Hubbard
                        • Human Race, Rob Hubbard
                        • Wizball, Martin Galway
                        • Arkanoid, Martin Galway
                        • To be on Top, Chris Hülsbeck
                        • _​|​ ̄​|​○, GOTO80
                        • Monkeywarning, GOTO80
                        • 1 hr 11 min
                        • Folge 1: Heim-Computer-Musik und "Music Mouse"

                          Was ist eigentlich ein Heimcomputer und wie entsteht Computermusik? Das erfahrt ihr in der ersten Folge BLIPS. Außerdem haben wir das Programm "Music Mouse" (1986) von Laurie Spiegel auf einem original Amiga 500 wiederentdeckt und mit einer modernen DAW neu interpretiert.

                          Literatur zum Thema Heimcomputer:

                          • RESUME. Hands-on Retrocomputing von Stefan Höltgen (2021)
                          • 1977. Eine kurze Geschichte der Gegenwart von Philipp Sarasin (2021)
                          • Die Kultur der 80er Jahre, herausgegeben von Werner Faulstich (2005)
                          • Literatur zum Thema Computermusik:

                            • Electric sound. The past and promise of electronic music von Joel Chadabe (1997)
                            • Artikel "Computermusik" von André Ruschkowsk, in: Handbuch Musik und Medien. Interdisziplinärer Überblick über die Mediengeschichte der Musik, herausgegeben von Holger Schramm (2019)
                            • Artikel "Computermusik" von Martin Supper, in: MGG Online (2016)
                            • Leseempfehlungen:

                              Ein kurzer Überblick über Computermusikgeschichte: https://www.musicradar.com/news/tech/a-brief-history-of-computer-music-177299

                              http://artsites.ucsc.edu/EMS/Music/equipment/computers/history/history.html
                              Klangsynthese:
                              https://www.sequencer.de/blog/klangsynthese-grundlagen/2503

                              Beispiele für Kompositionen aus den Bell Labs:

                              • James Tenney: "Analog #1: Noise Study" (1961), "Five Stochastic Studies" (1961), "Dialogue" (1963)
                              • Jean-Claude Risset: "Little Boy" (1968), "Mutations" (1969)
                              • Beispiele für Kompositionen an der Princeton University:

                                • Jim Randall: "Mudgett. Monologues by a Mass Murderer" (1965)
                                • Charles Dodge: "Changes" (1969), "Earth's Magnetic Field" (1970)
                                • Musik:

                                  Das Album Music from Mathematics (1962): https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_nikF9t-sMmLsxMnJ78_kDGsqJE7_piof8

                                  "Illiac Suite" von Lejaren Hiller und Leonard Isaacson:

                                  1. Satz: https://youtu.be/n0njBFLQSk8
                                  2. Satz: https://youtu.be/MrN0pOnA1x4
                                  3. Satz: https://youtu.be/cuq4smO_4Js
                                  4. Satz: https://youtu.be/QyqiSbbwHIs
                                  5. Das Album Unseen Worlds von Laurie Spiegel: https://youtu.be/0fXF4sq48Oc

                                    Die ersten 9 Titel sind ausschließlich mit ihrem Programm Music Mouse entstanden. Gehört habt ihr bei uns den Titel "Sound Zones".

                                    Die Music Mouse Web-Version findet ihr hier: https://teropa.info/musicmouse/

                                    49 min

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                                  BLIPS ist der Podcast zum Forschungsprojekt "Kulturen der Heimcomputermusik: Technik, Netzwerke und Produkte in den 1980er Jahren zwischen Kaltem Krieg und Globalisierung". Das Projekt wird gefördert…