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Der ZX Spectrum war einer der meistverkauften britischen Heimcomputer aller Zeiten. Im Unterschied zu Konkurrenzmodellen von Atari oder Commodore verfügte er über keinen dezidierten Soundchip zur Klangerzeugung, sondern lediglich über einen eingebauten Lautsprecher („Beeper“) mit einem einzigen 1-Bit-Tonkanal. Trotz dieser technischen Begrenzung entwickelten Spielemusikkomponist:innen und „Bedroom Coder“ komplexe Sound Engines und Strategien und schafften es sogar mehrstimmige Musik zu erzeugen. Dabei entstand das für den ZX Spectrum charakteristisch Noise-lastige Klangbild, das nicht mit Filtern abgemildert werden konnte. Mit dem neuen Medium Computerspiel, das im Laufe der 1980er Jahre in immer mehr Privathaushalte Einzug hielt, fand dieser rauschgeprägte Klang ungeahnte Verbreitung…
Für diese Folge haben wir uns an den C64 und ans Famicom Disk System gesetzt und drei der ersten kommerziellen Musikspiele ausprobiert: "Moondust" (1983), "Otocky" (1987) und "To Be on Top" (1987). Die drei Spiele zeigen ganz unterschiedliche Ansätze, wie Musik als wesentlicher und veränderbarer Aspekt des Gameplays etabliert wurde. Wir haben bei den Entwicklern Jaron Lanier, Toshio Iwai und Chris Hülsbeck nachgefragt, was sie dazu inspiriert hat.
Shownotes:
Wir sprechen über folgende Spiele:
Toshio Iwai empfiehlt das Album "Video Game Music" (1984) von Haruomi Hosono
Wer den Heimcomputer in ein Musikinstrument verwandeln wollte, konnte im Laufe der 1980er Jahre auf eine immer größere Auswahl an kommerzieller Musiksoftware zurückgreifen. Wir stellen euch in dieser Folge zwei Entwicklerfirmen aus den USA vor, die sich genau darauf spezialisiert hatten: Intelligent Music und Dr. T’s Music Software. Ehemalige Mitarbeiter erzählen uns ihre Geschichte und erklären, welche Potentiale sie im Musikmachen mit dem (Heim-)computer gesehen haben.
Shownotes:
Japan war in den 1980er Jahren der größte wirtschaftliche Konkurrent für die USA im Bereich Elektronik. Aber auch musikalisch gab es hier spannende Entwicklungen zu beobachten, die wir euch in dieser Folge vorstellen wollen: Sega setzte (zumindest für kurze Zeit) neue Standards im Bereich Videospielmusik, Yamaha produzierte den ersten Musikcomputer, und medial begleitet wurde das alles u. a. vom MSX Magazine.
BEEP: Retro Game, Computer & Arcadespiele-Substrat Shop
GiGO Akihabara Building 1: (ehem. SEGA) Spielhalle, insgesamt 5 Etagen
Comiket
Hier könnt ihr durch die MSX Magazine blättern: https://download.file-hunter.com/Magazines/JP/MSX%20Magazine/
Die Infos zu Sonic The Hedgehog stammen aus dem Buch The History of Sonic The Hedgehog von Marc Pétronille, William Audureau, et al. sowie aus dem Buch Game Sound von Karen Collins.
Die Musik, die ihr gehört habt, war:
In dieser Folge geht es um die britische Heimcomputerkultur der 1980er Jahre: Ihr erfahrt, wie die BBC die Menschen in UK mit dem Computer vertraut gemacht hat; welche Besonderheiten die britischen Computer bei der Soundprogrammierung in BASIC bereithielten; und wie mit kreativen Erweiterungen der kleine ZX Spectrum zur Drum Machine und zum Sprach-Synthesizer wurde.
Das Archiv zum BBC Computer Literacy Project findet ihr hier: clp.bbcrewind.co.uk
Zum Thema Soundproduktion in BASIC empfehlen wir die Bücher von Ian Waugh: „Making Music on the BBC Computer“ und „Making Music on the Amstrad CPC 464 & 664“.
Im Mixtape von Malte waren Ausschnitte aus den Spielemusiken zu „Chronos“ von Tim Follin bzw. Kyle Granger und „Skate or Die“ von Rob Hubbard zu hören und hier könnt ihr euch die Beats der „SpecDrum“ Drum Machine für den ZX Spectrum anhören: https://www.youtube.com/watch?v=ottLLH0Drdw
Außerdem hörtet ihr:
Wir haben mit Chris Hülsbeck über seine ersten Schritte am C64 und in der Spielemusikproduktion gesprochen, über sein Selbstverständnis als Programmierer oder Musiker, und über seine Arbeit in der Spielemusikbranche.
Die Klangbeispiele, die ihr in dieser Folge von Chris Hülsbeck gehört habt, waren:
Musik machen und Komponieren am Heimcomputer bedeutet in der ersten Hälfte der 1980er Jahre vor allem: Programmieren. Aber wie lernt man das eigentlich in einer Zeit vor dem Internet? Eine zentrale Rolle spielen dabei Computerzeitschriften. In How-To-Artikeln, Software- und Hardware-Rezensionen, Leserbriefen und Werbeanzeigen findet man immer wieder Musikalisches. In dieser Folge diskutieren wir den Artikel "The Well-Tempered 64" aus dem britischen Your Commodore Magazine.
In dieser Folge hört ihr Musik von Chris Hülsbeck ("Shades") und GOTO80 ("_  ̄ ○").
Die zweite Folge BLIPS widmen wir dem einflussreichsten Soundchip der Heimcomputer-Ära: Mit dem Sound Interface Device (kurz SID) wurde der Commodore 64 zum Synthesizer für zuhause. Komponisten wie Rob Hubbard und GOTO80 erzählen, was sie damals wie heute am Umgang mit dem SID reizt.
Weiterlesen:
Weiterhören:
Musikstücke:
Was ist eigentlich ein Heimcomputer und wie entsteht Computermusik? Das erfahrt ihr in der ersten Folge BLIPS. Außerdem haben wir das Programm "Music Mouse" (1986) von Laurie Spiegel auf einem original Amiga 500 wiederentdeckt und mit einer modernen DAW neu interpretiert.
Literatur zum Thema Heimcomputer:
Literatur zum Thema Computermusik:
Leseempfehlungen:
Ein kurzer Überblick über Computermusikgeschichte: https://www.musicradar.com/news/tech/a-brief-history-of-computer-music-177299
Beispiele für Kompositionen aus den Bell Labs:
Beispiele für Kompositionen an der Princeton University:
Musik:
Das Album Music from Mathematics (1962): https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_nikF9t-sMmLsxMnJ78_kDGsqJE7_piof8
"Illiac Suite" von Lejaren Hiller und Leonard Isaacson:
Das Album Unseen Worlds von Laurie Spiegel: https://youtu.be/0fXF4sq48Oc
Die ersten 9 Titel sind ausschließlich mit ihrem Programm Music Mouse entstanden. Gehört habt ihr bei uns den Titel "Sound Zones".
Die Music Mouse Web-Version findet ihr hier: https://teropa.info/musicmouse/
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