Wir Frauen sind unglaublich gut darin, noch eine Sache zu übernehmen. Noch kurz etwas erledigen. Noch für jemanden da sein. Noch ein bisschen durchhalten. Hauptsache, allen anderen geht es gut.
In dieser Folge möchte ich darüber sprechen, warum Fürsorge und übermäßige Aufopferung nicht dasselbe sind.
Du kannst eine liebevolle Mutter, Partnerin, Freundin und Tochter sein und dich trotzdem selbst an erste Stelle setzen. Das ist die die Grundlage dafür ist dein Wohlbefinden, wie du durchs Leben gehst und wie viel du überhaupt geben kannst.
Es geht darum, Hilfe anzunehmen, Grenzen zu setzen, auf den eigenen Körper zu hören und sich Zeit, Ruhe, Pflege, Freude und schöne Dinge zu erlauben – ohne das Gefühl, sich all das erst verdienen zu müssen oder dadurch egoistisch zu sein. Gemeint ist damit keine narzisstische oder egozentrische Haltung, sondern ein gesunder Umgang mit den eigenen Bedürfnissen und der eigenen Energie.
Selbstachtung hat nicht unbedingt primär etwas mit Geld oder Privilegien zu tun. Eine Frau kann alles besitzen und sich selbst trotzdem vollkommen verlieren. Und eine andere kann mit sehr wenig durchs Leben gehen und sich mit einer selbstverständlichen Liebe und Verwöhnung behandeln.