Was löst beim Comedian Charles Nguela Heimatgefühle aus? Beignets. Seine Familie hat die Teigbällchen jeweils an Weihnachten, Geburtstagen oder BBQs mit einem Erdnuss-Spinat-Dip gegessen.
Geboren wurde Charles Nguela 1989 in der Demokratischen Republik Kongo, mit fünf musste er des Bürgerkriegs wegen fliehen, aufgewachsen ist er in Südafrika, wo er das Ende der Apartheid erlebt hat. Für seine Mutter war ihr katholischer Glaube stets eine Stütze.
Als Charles Nguela als Teenie nach Lenzburg AG kam, merkte er, dass er möglichst schnell Deutsch lernen muss, um Anschluss zu finden. Die alltäglichen Erfahrungen mit Rassismus lässt er in sein Comedyprogramm einfliessen. Mittendrin, mit dem Blick von aussen: Diese Perspektive macht seine Comedy aus. Er möchte, dass sein Publikum in seinen Shows die Sorgen vergessen kann. Und zieht hier eine Parallele zwischen der Religion und er Comedy. «Im Gottesdienst habe ich mir einiges abgeschaut für meine Auftritte», sagt er denn auch.