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Da funken die Zähne in St. Marx
Die Freifläche in St. Marx im Osten Wiens ist seit Jahren ein Experimentierfeld: ein brachliegender Potenzialraum, der von verschiedenen Pioniernutzer:innen gestaltet und verwaltet wird. Gleichzeitig wird seine Entwicklung von Interessen der Stadtpolitik gelenkt, ganz im Sinne einer internationalen Wettbewerbs- und Investitionslogik. Unweit von Prater, Zentralfriedhof und der Stadtautobahn Tangente gelegen, fand das 40’000 Quadratmeter große Gelände lange wenig Beachtung. Doch als Standort für eine geplante Eventhalle mit mehr als 20.000 Fassungsvermögen rückt es in den Mittelpunkt – auch in der Diskussion um städtische Freiräume für Begegnung, Gemeinschaft, Selbstorganisation, DIY und Subkultur.
Vor rund zehn Jahren setzte das Mobile Stadtlabor der TU Wien mit dem Freiluft-Bildungscampus “OPENmarx” einen wichtigen Impuls und schuf die Grundlage für vielfältige, kleinteilige Nutzungen. Parallel formten sich der NeuMarxGarten und ein DIY-Skatepark, die das Areal bis heute beleben. Mittlerweile sind vier Vereine lokal verankert, die sich gemeinsam mit der übergreifenden Initiative „St. Marx für Alle“ für den langfristigen Erhalt der offenen Strukturen einsetzen. Alle Beteiligten eint ein Ziel: den Ort weiterzuentwickeln, der aktiv mitgestaltet werden kann und allen offen steht.
Die Sendung dokumentiert, wie dieses selbstverwaltete Stück Stadt funktioniert und welches Potenzial in dieser Form urbaner Selbstgestaltung liegt – auch wenn sie von der Entwicklungsgesellschaft, Investoren und der örtlichen Stadtregierung verkannt wird. Sie lässt Menschen zu Wort kommen, die den Nicht-Ort in einen vielfältigen, öffentlichen Lebensraum transformiert haben: Ben Beofsich, Obmensch des “Vereins Eigeninitiative Öffentlicher Raum”, Dorothee Huber, Universitätsassistentin am Forschungsbereich Städtebau und Entwerfen an der TU Wien, sowie Ida, Luisa und Valentina, drei Repräsentant:innen von „St. Marx für Alle“, erzählen von Kollektivität und Autonomie, von der Crux der Zwischennutzung sowie der drohenden Räumung und nicht zuletzt von Utopien.
Mehr Informationen:
Sendungsidee: Katharina Reisner
Information und Kontakt: radio(at)derive.at
By deriveDa funken die Zähne in St. Marx
Die Freifläche in St. Marx im Osten Wiens ist seit Jahren ein Experimentierfeld: ein brachliegender Potenzialraum, der von verschiedenen Pioniernutzer:innen gestaltet und verwaltet wird. Gleichzeitig wird seine Entwicklung von Interessen der Stadtpolitik gelenkt, ganz im Sinne einer internationalen Wettbewerbs- und Investitionslogik. Unweit von Prater, Zentralfriedhof und der Stadtautobahn Tangente gelegen, fand das 40’000 Quadratmeter große Gelände lange wenig Beachtung. Doch als Standort für eine geplante Eventhalle mit mehr als 20.000 Fassungsvermögen rückt es in den Mittelpunkt – auch in der Diskussion um städtische Freiräume für Begegnung, Gemeinschaft, Selbstorganisation, DIY und Subkultur.
Vor rund zehn Jahren setzte das Mobile Stadtlabor der TU Wien mit dem Freiluft-Bildungscampus “OPENmarx” einen wichtigen Impuls und schuf die Grundlage für vielfältige, kleinteilige Nutzungen. Parallel formten sich der NeuMarxGarten und ein DIY-Skatepark, die das Areal bis heute beleben. Mittlerweile sind vier Vereine lokal verankert, die sich gemeinsam mit der übergreifenden Initiative „St. Marx für Alle“ für den langfristigen Erhalt der offenen Strukturen einsetzen. Alle Beteiligten eint ein Ziel: den Ort weiterzuentwickeln, der aktiv mitgestaltet werden kann und allen offen steht.
Die Sendung dokumentiert, wie dieses selbstverwaltete Stück Stadt funktioniert und welches Potenzial in dieser Form urbaner Selbstgestaltung liegt – auch wenn sie von der Entwicklungsgesellschaft, Investoren und der örtlichen Stadtregierung verkannt wird. Sie lässt Menschen zu Wort kommen, die den Nicht-Ort in einen vielfältigen, öffentlichen Lebensraum transformiert haben: Ben Beofsich, Obmensch des “Vereins Eigeninitiative Öffentlicher Raum”, Dorothee Huber, Universitätsassistentin am Forschungsbereich Städtebau und Entwerfen an der TU Wien, sowie Ida, Luisa und Valentina, drei Repräsentant:innen von „St. Marx für Alle“, erzählen von Kollektivität und Autonomie, von der Crux der Zwischennutzung sowie der drohenden Räumung und nicht zuletzt von Utopien.
Mehr Informationen:
Sendungsidee: Katharina Reisner
Information und Kontakt: radio(at)derive.at