ERF Gottesdienst

Damit man wieder lachen kann


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© Brooke Cagle / unsplash.com
„Das Leben ist sinnlos“, „Ich bin wertlos“, „Ich will nicht mehr leben“ – solche Gedanken können Anzeichen einer Depression sein. Besonders, wenn sie über einen längeren Zeitraum auftreten. Eine Depression kann entweder körperlich bedingt sein, d.h. durch interne Stoffwechselstörungen erworben oder als Folge von persönlichen Erlebnissen entstehen, zum Beispiel den Tod eines geliebten Menschen oder einem dauerhaften Erschöpfungszustand.
Ganz unabhängig von der Ursache sind Depressionen eine schwere Erkrankung, die fast immer ärztlicher Unterstützung bedarf. Der Gang zum Hausarzt ist oftmals der erste wichtige Schritt auf dem Weg zur Heilung. Inzwischen gibt es viele Therapieformen und -ansätze, die Betroffenen helfen können, wieder gesund zu werden. Vielen Betroffenen hilft ein Mix aus medikamentöser Behandlung, Verhaltens-, Gesprächs- und Ergotherapie sowie Bewegungs- oder Kreativangeboten.
Allerdings können Betroffene auch selbst Einiges tun, um den Heilungsprozess zu fördern.
 
Hier kommen ein paar Tipps, was man selbst gegen Depression tun kann.
Sich selbst klar machen : Ich muss nicht depressiv bleiben
Wer unter Depressionen leidet, hat oft das Gefühl, der Krankheit nichts entgegensetzen zu können. Aber ich darf mir klar machen, dass ich nicht depressiv bleiben muss. Ich entschließe mich, der Krankheit den Kampf anzusagen: Dass ich alles tun werde, um meine Depression zu überwinden. Es lohnt sich zu leben. Ich will nicht aufgeben, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Ich kann mich fragen: Will ich, dass das Leben mich fertig macht oder werde ich das Leben verändern? Einen gewissen Stolz zu haben, ist vielleicht nicht fehl am Platz.
 
Einen Notfall-Plan entwickeln
Ein sehr belastendes Symptom von Depressionen können Todeswünsche oder sogar Selbstmordgedanken sein. Wenn ich mich tief in meiner negativen Gedankenspirale befinde und mit Selbstmordgedanken kämpfe, ist es hilfreich, wenn ich mir vorher überlegt habe, was ich im Notfall tun kann, um mir schnell Hilfe zu holen. Vielleicht gibt es einen Kumpel, der von meiner Krankheit weiß und den ich anrufen oder mit dem ich mich treffen kann? Wenn ich allein bin, kann es sein, dass es mir hilft, wenn ich mir ein Foto meiner Familie oder meiner Kinder ansehe, um mich aus einem negativen Gedankenstrudel zu ziehen.
Wenn ich spüre, dass die negativen Gedanken immer schlimmer werden, ist ein Anruf bei einer Notfallstelle eine gute Möglichkeit, Soforthilfe zu bekommen, zum Beispiel bei der Telefonseelsorge. Ich kann mir vorher diese Nummer im Handy einspeichern, damit ich in meiner Not schnell darauf zugreifen kann (https://www.telefonseelsorge.de).
 
Den Tag planen
Ein weiteres Symptom bei Depressionen ist ein starkes Erschöpfungsgefühl. Das führt oftmals dazu, dass Betroffene ihren Alltag vernachlässigen. Dagegen hilft es, dass ich den Tag im Kopf plane oder mir eine To-do-Liste mache. Ich sollte eine gewisse Alltagsstruktur haben und z.B. immer um die gleiche Uhrzeit aufstehen und essen. Dazwischen kann ich mir schöne Dinge einplanen, Sport oder einen Spaziergang zu machen. Die Routine kann davor bewahren, tiefer in die Depression zu fallen und mich unproduktiv zu fühlen. Ich finde es zum Beispiel hilfreich, wenn ich mir jeden Tag vornehme, das Haus zu verlassen und an die frische Luft zu gehen. Übrigens: Depressionen fühlen sich morgens in der Regel schlimmer an als am Nachmittag. Es kann also hilfreich sein, den Morgen etwas luftiger zu planen, damit man am Nachmittag noch Energie hat, etwas zu erreichen. 
Die Routine kann davor bewahren, tiefer in die Depression zu …
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