Das Nebelhörnchen
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Das Nebelhörnchen episodes

  • Nebelhörnchen Brief 3: Kartonhelm, Stehplatz und Reisekoffer
    Über Schulwege und Elterntaxis
    Kartonhelm, Stehplatz und Reisekoffer
    Begrüßung

    Nebelhörnchen Brief 3: "Kartonhelm, Stehplatz und Reisekoffer“

    Frage

    Liebes Nebelhörnchen,

    ich liebe es, Ausflüge zu Fuß oder mit dem Rad zu unternehmen. Oft komme ich dabei an einer Schule vorbei. Es freut mich immer, wenn die Kinder auf ihrem Schulweg gut gelaunt sind. Ich selbst bin schon lange mit der Schule fertig, erinnere mich aber gern an meine eigene Schulzeit.

    Leider sehe ich vor manchen Schulen jeden Tag lange Autoschlangen. Oft sind die Eltern am Steuer schlecht gelaunt oder in Eile. Sie achten kaum auf das, was um sie herum passiert. Die Kinder schlängeln sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch das Chaos tägliche.

    Hast Du eine Idee, wie der Schulweg für alle Kinder schöner werden kann?

    Dein Streifenzebra

    Antwortbrief

    Liebes Streifenzebra, liebe Kinder,

    diese vollen Straßen und Parkplätze vor den Schulen beobachte ich auch immer wieder. Oft bildet sich dort jeden Tag ein Klumpen aus Autos, Schulkindern und ihren Eltern. Meistens sind alle langsam unterwegs und passen gut aufeinander auf. Was ist nun das Problem? Es gibt tatsächlich sehr viele.

    Das erste Problem

    So ein Gemisch aus Kindern, Eltern, Fahrrädern, Autos und was auch immer, ist sehr unübersichtlich. Niemand kann bei dem Gewusel den vollen Überblick behalten.

    Kinder sind viel kleiner als Autos. Wenn sie vor, hinter oder neben einem Auto stehen, können sie nicht sehen, was dahinter ist. Wer im Auto sitzt, kann nur durch die Fenster nach draußen sehen. Alles, was zu weit unten oder zu nah dran ist, bleibt verborgen. Je größer das Auto, desto weniger ist sichtbar. Das ist fast so, als würdet Ihr Euch einen Karton mit großen Gucklöchern wie einen Helm über den Kopf stülpen. An manchen Stellen ist ein Stück Pappe im Weg und ihr seht nicht alles.

    Achtet bei Euren nächsten Spaziergängen mal auf die Leute in den Autos. Seht ihr, wer am Steuer sitzt? Könnt ihr das Gesicht oder sogar die Augen erkennen? Wenn ihr die Fahrer Fahrer nicht sehen könnt, weil etwas davor ist, können sie Euch meistens auch nicht sehen.

    Achtet bei Euren nächsten Autofahrten mal darauf, was ihr durch die Fenster sehen könnt und was nicht. Könnt ihr Erwachsene, Kinder oder Kinderwagen gut erkennen? Seht Ihr den Fußweg oder den Kantstein neben Euch?

    Das Sehen und gesehen werden ist bei schlechtem Wetter oder in der Nacht noch viel schwieriger. Da helfen helle Kleidung, Reflektoren oder sogar Lichter. Achtet auch da einmal genauer darauf, wie gut ihr Andere sehen könnt.

    Das zweite Problem

    Vor der Schule ist nicht unendlich viel Platz. Alle sollten sich den Platz gerecht teilen.

    Stehende Menschen brauchen sehr wenig Platz. Stellt Euch einfach einmal bequem hin und seht auf Eure Füße. Sehr viel mehr Platz benötigt ihr ohne Schulranzen nicht. Mit Schulranzen braucht ihr etwa doppelt so viel Platz. Stellt Euren Schulranzen vor die Füße, dann seht ihr es. Beim Gehen braucht ihr den Platz unter Euch und ungefähr genau so viel freien Platz vor Euch.

    Ein Fahrrad ist schon deutlich größer. Das Breiteste ist der Lenker. Der ist meistens ein wenig breiter als Ihr. Außerdem ist das Fahrrad länger. Wie viele Schritte müsst Ihr gehen, damit ihr vom Hinterrad zum Vorderrad kommt? Für jeden Schritt passt ein Kind weniger auf den Platz vor der Schule. Bei einem langsam fahrenden Fahrrad ist das das noch zwei oder dreimal mehr.

    Autos brauchen noch viel mehr Platz. Sucht Euch für das nächste Experiment am Besten ein paar Freunde, Geschwister oder Eltern und ein parkendes Auto. Stellt Euch nebeneinander vor das Auto und nehmt Euch an die Hand. Wie viele Menschen breit ist das Auto? Wenn ihr genug Platz habt, stellt euch danach Hände haltend neben das Auto und geht es des Länge nach ab. Wenn nicht genug Platz ist, gehe alleine das Auto der Länge nach ab. Wie viele Schritte braucht ihr dieses Mal?

    Wenn Eure Lehrerin oder Euer Lehrer mitmacht, könnt Ihr das Autoexperiment auch mit Eurer ganzen Schulklasse durchführen. Geht gemeinsam zum nächsten Parkplatz. Wenn Ihr als Gruppe unterwegs seid, geht ihr bestimmt immer zu zweit nebeneinander in einer langen Schlange. Stellt Euch einmal so auf die erste Autostellfläche. Wenn Ihr eine Reihe voll habt, stellt sich die zweite Reihe daneben und so weiter. Wie viele Autostellflächen braucht eure komplette Klasse?

    Das dritte Problem

    Autos sind sehr, sehr schwer. Um sie zu bewegen, braucht man sehr viel Kraft.

    Das lässt sich leider nicht ganz so einfach ausprobieren. Wenn Ihr aber mal einen voll bepackten Koffer oder Bollerwagen durch die Gegend gezogen habt, wisst ihr, wie anstrengend das sein kann, etwas Schweres auf Rädern zu bewegen. Ein großer Reisekoffer wiegt ungefähr so viel wie ein Grundschulkind. Ein kleines Familienauto wiegt problemlos so viel wie 50 Kinder oder Reisekoffer.

    Autos haben einen Motor, damit man sie nicht mühsam ziehen oder schieben muss. Diese Motoren brauchen Energie. Deshalb müssen viele Autos immer wieder zu Tankstellen. Dort bekommen sie Benzin oder Diesel. Das sind Flüssigkeiten, die verbrannt werden, damit das Auto fahren kann. Beim Verbrennen entstehen leider Abgase. Die sind ungesund und stinken oft. So etwas wollt ihr bestimmt nicht jeden Tag vor der Schule haben.

    Elektroautos brauchen keine Tankstelle und sie verbrennen auch nichts. Sie funktionieren mit Strom. Der Strom für Autos kommt aus großen, besonderen Steckdosen. Diese Autos stinken zwar nicht, sind aber trotzdem schwer.

    Egal, welches Auto: Niemand möchte ein Auto auf dem eigenen Fuß stehen haben.

    Was Ihr tun könnt

    Jetzt habe ich Euch sehr viel über die Unterschiede zwischen Menschen, Fahrrädern und Autos erzählt. Wie hilft uns das jetzt, den täglichen Klumpen vor der Schule schöner zu bekommen?

    Wer gut aufgepasst hat, hat gemerkt, dass Autos im Vergleich zu Fußgängern und Radfahrern viele Nachteile haben. Sie sind unübersichtlich, groß und schwer. Ohne Autos bleibt sehr viel mehr Platz für Euch und Eure Freunde vor der Schule. Sehr viel sicherer ist es außerdem.

    Wie kommt Ihr jeden Tag zur Schule? Geht Ihr zu Fuß? Fahrt Ihr mit dem Rad? Fahrt Ihr mit dem Bus? Werdet Ihr mit dem Auto gebracht?

    Zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus sind für Alle meist die beste Lösung. Aber auch für das Elterntaxi gibt es manchmal gute Gründe. Vielleicht wohnt Ihr sehr weit weg und es gibt keine andere Möglichkeit für den täglichen Weg zur Schule. Vielleicht traut Ihr Euch noch nicht alleine. Vielleicht ist Euer Schulweg auch sehr gefährlich. Vielleicht habt Ihr Schwierigkeiten beim Gehen oder Rad fahren und braucht Hilfe.

    Wenn Ihr jeden Tag mit dem Elterntaxi zur Schule gebracht werdet, ist es vielleicht Zeit, das zu ändern. Bestimmt gibt es auch andere Möglichkeiten für Euch, sicher und gut gelaunt zur Schule zu kommen.

    Sucht zusammen mit den Erwachsenen einen sicheren Schulweg und übt ihn zusammen ein. Fragt Freunde, ob Ihr gemeinsam den neuen Weg zur Schule gehen oder radeln könnt. Wenn der Weg weiter ist, könnt ihr vielleicht auch einen Schulbus finden.

    Vielleicht findet ihr wirklich keine gute Möglichkeit und müsst trotzdem mit dem Auto gebracht werden. Dann könnt Ihr Euch vielleicht immer noch mit Freunden ein Auto teilen. Oder Ihr lasst Euch auf einem ruhigen Parkplatz in der Nähe der Schule absetzen und geht das letzte Stück zu Fuß.

    Was eure Schule tun kann

    Fast alle Schulen haben das Problem mit zu vielen Elterntaxis. Einige Schulen haben extra Parkplätze etwas weiter weg, wo Ihr mit dem Auto abgesetzt und später wieder eingesammelt werden könnt.

    In vielen Schulen gibt es jedes Jahr Aktionswochen, wo ihr Punkte oder Stempel sammeln könnt. Manchmal werden “Kindermeilen”, “Klimameilen”, “Grüne Meilen” oder etwas Ähnliches gesammelt. Je mehr Ihr als Klasse oder Schule schafft, desto besser. Diese “Meilen” werden an vielen Schulen auf der ganzen Welt gesammelt. Damit könnt Ihr den Erwachsenen zeigen, dass Ihr es auch ohne Auto in die Schule schafft und schaffen wollt.

    Bei den Aktionswochen erlebt ihr den Schulweg einmal anders. Bestimmt macht es so viel mehr Spaß und ihr bleibt dabei.

    Quizfrage

    Zum Schluss habe ich noch eine Quizfrage: “Sind Elektroautos das perfekte Elterntaxi für den Schulweg?“

    Kennst Du die Antwort bereits? Wenn Du sie in meinem Brief verpasst hast, findest Du die Antwort auch weiter unten.

    Bleibt neugierig,

    Euer Nebelhörnchen

    Outro

    Wenn Ihr eine Frage habt, schreibt dem Nebelhörnchen eine Nachricht. Es wird sich sehr darüber freuen.

    Seine Email Adresse ist: [email protected]

    Quellen
    • https://www.verkehrswacht.de/category/themen/schulweg/
    • https://uk-nord.de/assets/redakteur/02-medienshop/schule/Publikationen/053-Mein_Schulweg_Trainer_2017web.pdf
    • https://www.kindermeilen.de/
    • https://www.klimabuendnis.org/angebote/kampagnen-instrumente/kindermeilen/
    • https://www.vcd.org/artikel/zu-fuss-zur-schule-und-zum-kindergarten
    • https://www.zu-fuss-zur-schule.de/
    • Auflösung der Quizfrage

      Leider sind auch Elektroautos keine gute Lösung für den Schulweg. Wie alle anderen Autos sind auch sie groß und schwer. Sie brauchen vor der Schule viel Platz, der für Andere fehlt. Immerhin stoßen sie keine schädlichen Abgase aus.

      9 min
    • Nebelhörnchen Brief 2: Die Erde am Dönerspieß
      Die wärmende Sonne
      Die Erde am Dönerspieß
      Begrüßung

      Nebelhörnchen Brief 2: "Die Erde am Dönerspieß"

      Frage

      Die heutige Frage ist auf einer Postkarte eingetroffen und wurde von Paulileinchen gestellt. Die Frage lautet:

      “Hat die Sonne etwas mit dem Klimawandel zu tun?“

      Antwortbrief

      Hallo Paulileinchen,

      Die Sonne ist der wichtigste Antrieb für das Klima auf unserem Planeten Erde. Ohne die Sonne gäbe es hier kein Klima und auch kein Leben. Deshalb schauen wir uns einmal näher an, wie das alles zusammen hängt.

      Die Erde ist ein Ort, auf dem alle Lebewesen ihren Platz haben und sich wohl fühlen können. Egal, ob Tier, Pflanze, Pilz oder winziger Einzeller: wir alle brauchen Luft, Wasser und Erde zum Leben. Das alleine reicht aber nicht. Wir brauchen auch Licht und Wärme.

      Zum Glück bekommen wir Tag für Tag genug Licht und Wärme geliefert, damit es uns gut geht. Unsere Sonne ermöglicht schon seit sehr, sehr langer Zeit das Leben auf unserem Planeten.

      Die Erde dreht sich wie ein Döner am Spieß jeden Tag einmal um sich selbst. Auf der eine Seite ist die Sonne. Sie erwärmt auf der hellen Tagseite Luft, Wasser und Erde. Auf der dunklen Nachtseite kühlt alles wieder ein wenig ab. Die Sonne scheint immer gleich stark. Das Erwärmen und Abkühlen wechselt sich durch die Drehung der Erde ab. Am Tag wird es einige Grad wärmer und in der Nacht einige Grad kälter. An diesen Wechsel hat sich das Leben angepasst. Das meiste Leben mag Temperaturen irgendwo zwischen 0 und 40 Grad.

      Luft, Erde und Wasser können die Wärme vom Tag eine ganze Weile “festhalten”. Man sagt auch “speichern”.

      Wenn Du im Sommer an einem sonnigen Tag barfuß draußen bist, merkst du das ganz schnell. Ganz besonders gut ist das auf Pflastersteinen zu spüren. Am frühen Morgen sind die Steine noch sehr kühl oder sogar kalt. Am Vormittag wärmt die Sonne die Steine langsam auf. Irgendwann haben sie eine sehr angenehme Temperatur. Gegen Mittag werden die Steine immer wärmer. Am Nachmittag sind sie vielleicht schon unangenehm heiß. Am Abend sind die Steine noch lange sehr warm. In der Nacht kühlen sie wieder ab.

      Die Wärmespeicher Luft, Erde und Wasser halten die Temperaturen auf unserem Planeten im Gleichgewicht. Tagsüber kommt Wärme von der Sonne dazu. Nachts verschwindet diese Extrawärme wieder im Weltall. Dieses Gleichgewicht lässt sich aber verändern.

      Ein Beispiel sind Farben. Die Sonne erwärmt dunkle Flächen viel stärker als helle Flächen. Asphalt und dunkle Steine werden sehr schnell sehr heiß. Helle Steine werden nur langsam wärmer. Auch das kannst Du an einem sonnigen Tag ganz einfach ausprobieren. Aber Vorsicht: Dunkle Dinge können in der Sonne wirklich unangenehm heiß werden.

      Auch am Wetter könnt ihr es beobachten. Wolken legen sich manchmal wie eine Decke über den Himmel. Am Tag sind die Wolken dem Sonnenlicht im Weg. Deshalb wird es am Boden nicht so warm. In der Nacht halten Wolken die Wärme am Boden. In einer sternklaren Nacht kühlt die Luft dagegen deutlich ab.

      In der Luft gibt es nicht nur Wolken. Luft ist ein Gemisch aus vielen verschiedenen Sachen. Für das Klima sind sogenannte Treibhausgase wichtig. Die kann man nicht sehen. Sie sind in der Luft, aber lassen das Sonnenlicht bis auf den Boden scheinen. So erwärmt sich der Boden ungestört. Danach lassen die Treibhausgase in der Luft die Wärme aber nicht wieder in das kalte Weltall zurück.

      Oft vergleicht man diesen Effekt mit einem Gewächshaus oder Treibhaus. Das sind besondere Häuser mit Glasdach und Glaswänden. Man benutzt sie, um Blumen, Gemüse, Obst und anderen Pflanzen einen warmen Platz zum Wachsen zu geben. Hier lässt das Glas das Sonnenlicht rein. So können sich Pflanzen und Boden in dem Haus erwärmen. Die Wärme kann aber nicht durch das Glas wieder raus. So wird es innen viel wärmer als draußen.

      Deshalb nennt man es auch bei der Erde Treibhauseffekt. Das Sonnenlicht scheint auf die Erde und erwärmt sie. Die Treibhausgase liegen wie eine Decke auf der Erde und halten sie warm.

      Es gibt einen guten Treibhauseffekt. Die Luft um die Erde ist über viele Millionen Jahren ungefähr gleich geblieben. Das Gemisch hat sich nicht sehr verändert. Die Treibhausgase in der Luft halten die Erde gemütlich warm. Ganz ohne diese Gase wäre es ungefähr 30 Grad kälter. Mit den Treibhausgasen haben wir auf der Erde ungefähr 15 Grad. Je nach Tageszeit, Jahreszeit, Wetter und Klimazone ist es bei euch natürlich auch mal wärmer oder kälter.

      Es gibt leider auch einen schlechten Treibhauseffekt. Die Menschheit hat um das Jahr 1850 herum angefangen, viele Maschinen zu bauen. Die Maschinen haben den Menschen anstrengende Arbeiten sehr erleichtert. Man konnte auf einmal viel einfacher Dinge herstellen, schneller Reisen und in der Nacht für Licht sorgen. Es wurden immer mehr große Fabriken errichtet, Dampfloks gebaut und Straßenlaternen aufgestellt. All das machte das Leben für die Menschen einfacher. Diese Veränderung nennt man “Industrialisierung”.

      Allerdings musste man all diese Maschinen irgendwie antreiben. Deshalb hat man angefangen, sehr viel Kohle, Öl und Erdgas zu verbrennen. Beim Verbrennen entsteht das Treibhausgas Kohlendioxid. Da es seitdem sehr viele Maschinen gibt, die Kohle, Öl und Erdgas verbrennen, kommt immer mehr Kohlendioxid in die Luft. Die wärmende Decke aus Treibhausgas wird immer dicker. Das verstärkt den Treibhauseffekt und die Erde wird wärmer als bisher. Das ist der “menschgemachte Klimawandel”.

      Der “natürliche Klimawandel” wird von der Sonne angetrieben. Über viele Jahre hinweg ändern sich die Bedingungen auf der Erde. Die Menschheit hat in vielen Tausend Jahren immer wieder Warmzeiten und Eiszeiten erlebt. Vor vielen Millionen Jahren, zur Zeit der Dinosaurier war es meist wärmer und trockener. Und auch davor hat sich das Klima immer wieder geändert. Es gab sogar eine Zeit, in der die Erde fast komplett von Eis bedeckt war.

      Wie Du siehst, hat die Sonne sehr viel mit dem Klima auf der Erde zu tun. Sie ist der Motor und die Heizung für alles Leben auf der Erde. Du kannst ihre Wärme spüren, wenn sie scheint.

      Der “menschgemachte Klimawandel” wird von der Menschheit verursacht. Die zusätzlichen Treibhausgase halten immer mehr Sonnenwärme auf der Erde fest. Seitdem hat sich die Erde um ungefähr 1,5 Grad erwärmt. Das klingt vielleicht nach sehr wenig. Aber überlege dir einmal, ob du im Sommer lieber ein Eis am Stiel haben möchtest, das -1 Grad kalt ist oder eines, das +0,5 — ein halbes Grad kalt ist.

      Wenn das nächste Mal die Sonne scheint, spiele einfach einmal Erde und drehe dich langsam im Kreis. Spürst du, wie sich die “Tagseite” erwärmt und die “Nachtseite” wieder abkühlt? Vergiss dabei nicht, dich vorher mit ausreichend Sonnenschutz einzucremen.

      Zum Schluss habe ich noch eine Quizfrage: “Haben die Menschen einen Einfluss auf das Klima?“

      Kennst Du die Antwort bereits? Wenn Du sie in meinem Brief verpasst hast, findest Du die Antwort auch weiter unten.

      Bleibe neugierig,

      Dein Nebelhörnchen

      Outro

      Wenn Ihr eine Frage habt, schreibt dem Nebelhörnchen eine Nachricht. Es wird sich sehr darüber freuen.

      Seine Email Adresse ist: [email protected]

      Quellen
      • Gregor Eisenbeiß:, “Checker Tobi - Der große Umwelt-Check: Klima, Wald, Wasser: Das check ich für euch!”, 2021
      • Gabi Neumayer: "Frag doch mal … die Maus: Klima und Wetter", 2024
      • Walther Roedel, Thomas Wagner: “Physik unserer Umwelt: Die Atmosphäre”. 4. Auflage, Springer, Berlin 2011
      • Auflösung der Quizfrage

        Ja, die Menschen haben einen Einfluss. Vor Allem die Menge an Treibhausgasen wie Kohlendioxid erwärmen das Klima der Erde.

        7 min
      • Nebelhörnchen Brief 1: Das Klima im Kleiderschrank
        Klima und Wetter
        Skript
        Begrüßung

        Nebelhörnchen Episode 1: "Das Klima im Kleiderschrank"

        Frage

        In dieser Folge geht es um eine sehr allgemeine Frage:

        Was ist eigentlich das Klima? Was ist der Unterschied zwischen Klima und Wetter?

        Antwortbrief

        Liebe Kinder,

        wahrscheinlich habt Ihr schon häufiger gehört, wie sich Erwachsene über "das Klima" unterhalten.

        Bestimmt habt Ihr Euch dann gefragt, was damit gemeint ist. Ist es das Gleiche wie "das Wetter"?

        Es ist nicht ganz das Gleiche. Das Wetter ändert sich schnell. Das Klima ändert sich sehr langsam.

        Das Wetter ändert sich jeden Tag. Manchmal ändert es sich in Minuten. Ihr könnt es sehen, wenn Ihr in den Himmel blickt. Ihr könnt es fühlen, wenn Ihr draußen seid. Vom Wetter hängt es ab, welche Kleidung ihr jedes Mal anziehen solltet, bevor ihr nach Draußen geht.

        Das Klima ändert sich langsam. Meistens sieht man sich dafür das Wetter der letzten 30 Jahre an. Bei Euch zu Hause könnt ihr es sehen, wenn ihr in Euren Wäscheschrank und Eure Garderobe blickt. Hier habt Ihr für jede Jahreszeit passende Sachen. Vom Klima hängt es ab, welche Sachen das sind.

        Das Klima ist nicht überall auf der Welt gleich. Die Sonne steht in einigen Gegenden jeden Tag hoch am Himmel und es wird heiß. Das sind die "Tropen". In einigen Gegenden steht sie selbst Mittags nur tief am Himmel und es bleibt kalt. Das sind die "polaren Zonen".

        Deutschland liegt in der Mitte zwischen den "Tropen" und den "polaren Zonen". Hier ist es selten sehr heiß oder kalt. Im Sommer steht die Sonne höher am Himmel und es wird wärmer. Im Winter steht die Sonne tiefer am Himmel und es wird kälter. Das ist die "gemäßigte Zone".

        Es gibt es insgesamt fünf große Klimazonen. Diese Zonen haben keine feste Grenze, die man direkt sehen oder fühlen kann. Über viele Jahre hinweg verschieben sich die Grenzen meist sehr langsam. Wenn man sich die Erdkugel ansieht, ist sie "ganz oben" und "ganz unten" am kältesten. Das sind die Pole. In der Mitte, an der dicksten Stelle ist der Äquator. Von den Polen ganz Außen bis zum Äquator in der Mitte heißen die Klimazonen:

        • polare Zone
        • subpolare Zone
        • gemäßigte Zone
        • subtropische Zone
        • Tropen
        • Achtet doch beim nächsten Urlaub darauf, welche Sachen ihr mitnehmt. Sind es die gleichen, die ihr vor der Abreise zu Hause tragt? Dann bleibt ihr in der gleichen "Klimazone". Werden die Ärmel länger und der Stoff dicker? Oder werden die Ärmel kürzer und der Stoff luftiger? Nehmt Ihr Kleidungsstücke für Euren Kopf mit?

          Fragt doch auch einmal Eure Lieblingserwachsenen, welche besonderen Kleidungsstücke sie nur im Urlaub nutzen.

          Zum Schluss habe ich noch eine Quizfrage an Euch: Was ändert sich schneller: das Klima oder das Wetter?

          Kennt ihr die Antwort bereits? Wenn Ihr sie in meinem Brief verpasst habt, findet Ihr die Antwort auch weiter unten.

          Bleibt neugierig,

          Euer Nebelhörnchen

          Outro

          Wenn Ihr eine Frage habt, schreibt dem Nebelhörnchen eine Nachricht. Es wird sich sehr darüber freuen.

          Seine Email Adresse ist: [email protected]

          Quellen
          • Gabi Neumayer, "Frag doch mal … die Maus: Klima und Wetter", 2024
          • Gregor Eisenbeiß, "Checker Tobi - Der große UMWELT Check - Klima, Wald, Wasser: Das check ich für euch!", 2021
          • Auflösung der Quizfrage

            Das Wetter ändert sich schneller als das Klima.

            4 min
          • Wer ist das Nebelhörnchen?
            Transkript

            Hallo beim Nebelhörnchen, dem Kinder-Klima-Podcast.

            Das Nebelhörnchen kennt sich sehr gut mit Umwelt, Klima und Gerechtigkeit aus. Es beantwortet gern Briefe mit Euren Fragen.

            Hier im Podcast lesen wir Euch jede Folge eine Eurer Fragen und die Antwort des Nebelhörnchens vor.

            Wenn Ihr eine Frage habt, schreibt ihm doch einfach. Es wird sich sehr darüber freuen.

            Wie das geht, erfahrt Ihr hier.

            Post für das Nebelhörnchen

            Schreibt dem Nebelhörnchen doch einen Brief mit einer Frage. Vielleicht könnt Ihr ihm auch kurz erklären, wie Ihr auf die Frage gekommen seid. Vielleicht habt ihr ja eine interessante Beobachtung gemacht.

            • Fediverse: @[email protected]
            • Bitte fragt vorher immer Euren Lieblingserwachsenen um Erlaubnis. Das ist ganz besonders wichtig, wenn Euer Vorname vorgelesen werden soll. Wenn Ihr das nicht möchtet, denkt Euch doch einen passenden Namen aus. Vielleicht habt ihr auch ein ganz besonderes Lieblingstier.

              Wir wollen Eure Briefe möglichst so vorlesen, wie wir sie bekommen haben. Manchmal müssen wir aber auch Kleinigkeiten anpassen, damit alles gut zusammen passt.

              Liebe Eltern: hört gerne auch in den Podcast Nebelhorn rein.

              1 min

            About Das Nebelhörnchen

            From the publisher's feed

            Das Nebelhörnchen kennt sich mit Umwelt und Klima gut aus. Es freut sich über Post mit Fragen von wissbegierigen Kindern und schreibt ihnen Antwortbriefe.