Seit 1998 gilt in Schweden das Gesetz, dass der Kauf von sexuellen Dienstleistungen strafbar ist, der Verkauf hingegen nicht. Das heißt im Klartext: Freier werden verfolgt, Sexarbeiter_innen nicht. Denn Sexkauf reproduziere das patriarchale System und die Gewalt gegen Frauen. Doch tut man den Sexarbeiter_innen mit diesem Gesetz wirklich einen Gefallen? Oder steht nicht vielmehr eine andere (Doppel-) Moral dahinter? Die Feministin und Historikerin Susanne Dodillet von der Uni Göteborg beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Thematik und hat eine klare Meinung dazu.