JayBe SPIRIT Podcast

Das Weltmodell des Zulassens


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Ein Beitrag zur Serie "Der Pfad zum Selbst". Texte und Sprachnotizen, die ich in den Jahren meiner "Suche" spontan aufgezeichnet habe.

Wenn wir das Leben zulassen und uns nicht mehr im kleinen Geist verirren, der es kontrollieren und manifestieren will, dann wird alles ein Spiel des Lebens, das uns tief erfüllt.

Wir werden geboren und schon bald müssen wir uns überlegen, was wir werden wollen. Und dann müssen wir uns überlegen, wie wir es erreichen wollen und uns anstrengen.

Das allgemeine Weltbild:

Wir müssen uns anstrengen und konzentrieren, damit wir dort ankommen. Immer geht es darum mehr zu werden, also etwas zu sammeln, etwas zu erreichen, etwas für sich hinzuzufügen, zu sich hinzuzufügen, vollständiger zu werden, aber vor allem voran zu schreiten in der Zeit. In der Zukunft eine Vorstellung zu haben, also eine Vorstellung zu haben für die Zukunft, die in der Zukunft liegt, möglichst konkret und dann dorthin zu gelangen.

Das neue Weltbild:

Während ich mir Gedanken mache über die Zukunft, während ich mir Gedanken mache über die Vergangenheit, bin ich immer hier. Und wenn ich mir das so vorstelle, und mich darauf einlasse, dann ist das für mich sehr stimmig, dass ich mich überhaupt gar nicht irgendwo hinbewegen muss oder überhaupt auch nur könnte.

Ich bin immer hier. Und dieses ich ist jetzt natürlich nicht diese Person, die laufen kann als Körper, die sich verändert, die natürlich Wissen hinzufügen kann, die Erinnerungen hinzufügen kann, sondern dieses Ich, es ist dieses Selbst, das Größere, nicht das kleine Ich, das sich immer wieder durch Gedanken definiert, sondern dieses Größere Selbst, dieser Raum, der ist immer da.

Der ist auch da, wenn das Ich nicht aktiv ist, also zum Beispiel wenn ich schlafe. Und das ist der Raum, der eigentlich auch schon immer da war, in dem das Ich erst entstanden ist und die Idee von Zeit und Raum.

Und in diesem Sein bin ich immer hier unverändert, während das Leben durch mich hindurch fließt. Und das Weltbild des Zulassens, ist die Idee oder das Konzept oder die Vorstellung oder eben das Weltbild, das das Leben durch mich hindurch fließt, durch den Raum, der Ich bin, diesen Jetzt-Raum, dieses Selbst-Raum.

Und es ist eine viel entspannterer Betrachtung und viel, eine viel entspannterer Vision des Lebens, des Selbst, denn ich muss mich nicht konzentriert und angestrengt irgendwo hin bewegen, um etwas zu werden, damit ich wieder sicher bin, damit ich überleben kann, damit ich mich glücklich fühle, damit ich mich wieder entspannen kann, damit ich erfüllt bin, sondern ich werde mir bewusst, dass ich hier erstmal immer absolut vollständig bin, als dieser Raum, der in sich absolut vollständig ist.

Ich bin der Erlebens-Raum meines Selbst. Und durch diesen Raum fließt jetzt meine Geschichte, fließt meine Lebensgeschichte, all die Gegensätze, all das Auf und Ab.

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JayBe SPIRIT PodcastBy JayBe (Jürgen Brocke)