HAVEN Hamburg

David und Batseba - Leid


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David sagte zu Natan: "Ich bekenne mich schuldig vor dem Herrn!" Natan erwiderte: "Auch wenn der Herr über deine Schuld hinwegsieht und du nicht sterben musst -
der Sohn, den dir Batseba geboren hat, muss sterben, weil du mit deiner Untat den Herrn verhöhnt hast!"
Dann ging Natan nach Hause. Der Herr aber ließ das Kind, das Urijas Frau geboren hatte, schwer krank werden.
David flehte Gott an, es am Leben zu lassen. Er rührte kein Essen an und legte sich nachts zum Schlafen auf den nackten Boden.
Die vertrautesten unter seinen Hofleuten gingen zu ihm und wollten ihn aufheben und ins Bett bringen, aber er ließ es nicht zu und aß auch nicht mit ihnen.
Nach einer Woche starb das Kind. Keiner von Davids Dienern wagte ihm zu sagen, dass es tot war. "Schon als das Kind noch lebte, wollte er sich nicht trösten lassen", sagten sie zueinander. "Wenn er nun erfährt, dass es gestorben ist, wird es für uns gefährlich!"
Als David merkte, dass seine Diener miteinander flüsterten, wurde ihm klar, was geschehen war. "Ist das Kind tot?", fragte er. "Ja", antworteten sie.
Da stand David vom Boden auf, wusch und salbte sich und zog frische Kleider an. Dann ging er ins Heiligtum und warf sich vor dem Herrn nieder. Wieder in seinen Palast zurückgekehrt, ließ er sich etwas zu essen bringen.
Seine Leute fragten ihn: "Wie sollen wir das verstehen? Als das Kind noch lebte, hast du geweint und gefastet, und nun, wo es gestorben ist, stehst du auf und isst!"
Doch David sagte: "Solange das Kind noch lebte, habe ich gefastet und geweint, weil ich dachte: Vielleicht hat der Herr doch noch Erbarmen mit mir und lässt es am Leben.
Aber nun ist es tot; was soll ich mich da noch kasteien? Ich kann es ja doch nicht wieder zum Leben erwecken. Ich folge ihm einmal nach - aber zu mir kommt es nicht mehr zurück."
Dann ging David zu Batseba, seiner Frau, und tröstete sie. Er schlief mit ihr und sie bekam wieder einen Sohn. David gab ihm den Namen Salomo. Der Herr wandte dem Kind seine Liebe zu.
Das ließ er David durch den Propheten Natan mitteilen. Der gab ihm den Namen Jedidja, weil der Herr es so gesagt hatte.
Herr, was hab ich da noch zu erhoffen? Ich setze meine ganze Hoffnung auf dich!
Befreie mich von aller meiner Schuld und mach mich nicht zum Spott für Menschen, die dich und deine Gebote missachten!
Ich bin jetzt still, ich werde nichts mehr sagen; von dir kommt alles, was geschehen ist.
Doch lass es genug sein; hör auf, mich zu plagen; ich halte deine Schläge nicht mehr aus!
Du strafst einen Menschen für seine Schuld; das Wertvollste, was er hat, sein Leben, zerstörst du wie die Motte, die ein Kleid zerfrisst. Ein Hauch ist jeder Mensch - mehr nicht!
Höre mein Gebet, Herr, achte auf mein Schreien; sei nicht taub für mein Klagen und Weinen! Ich bin nur ein Gast bei dir wie alle meine Ahnen, ein rechtloser Fremder, der auf deine Güte zählt.
Wende deinen strafenden Blick von mir ab, damit ich noch einmal aufatmen kann, bevor ich gehen muss und nicht mehr bin!
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