Schon nach diesen wenigen Worten fühlte sich Sauls Sohn Jonatan zu David hingezogen. Er gewann ihn so lieb wie sein eigenes Leben.
Saul behielt David von da an bei sich und ließ ihn nicht mehr zu seiner Familie zurückkehren.
Jonatan schloss einen Freundschaftsbund mit David. "Du bist mir so lieb wie mein eigenes Leben", sagte Jonatan zu David.
Dabei zog er Mantel und Rüstung aus und bekleidete David damit, auch sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel schenkte er ihm.
Jonatan setzte sich bei seinem Vater für David ein und sagte: "Mein König, vergehe dich nicht an deinem Diener David! Er hat dir doch nichts getan, im Gegenteil: Er hat dir gute Dienste geleistet.
Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt, als er gegen Goliat antrat; durch ihn hat der Herr ganz Israel geholfen. Du hast es selber gesehen und dich darüber gefreut. Warum willst du dich jetzt an ihm vergehen und einen Unschuldigen ohne jeden Grund umbringen?"
Dann gab Jonatan seine Waffen dem Diener und befahl ihm: "Geh, bring das in die Stadt!"
Als er gegangen war, kam David aus seinem Versteck hinter dem Steinhaufen hervor. Er kniete vor Jonatan nieder und beugte sich dreimal zur Erde. Dann küssten sie sich und beide weinten.
"Geh in Frieden!", sagte Jonatan. "Vergiss nicht, was wir einander vor dem Herrn geschworen haben. Der Herr wird zwischen uns beiden und zwischen unseren beiderseitigen Nachkommen für alle Zeiten Zeuge sein!"