Die Dekolonisation im 20. Jahrhundert ist aus politischen Kämpfen und Programmatiken von Akteur*innen aus dem globalen Süden hervorgegangen, die eine Auflösung kolonialer Imperien und eine Delegitimierung kolonial-rassistischer und klassistischer Herrschaftsverhältnisse bewirkten. Dekolonisieren in den Künsten zielt auf eine kritische Befragung und Dekonstruktion von Kunstkanon, Kunstphilosophie, Kunstmarkt sowie Kunstinstitutionen und in der künstlerischen Praxis auf eine Veränderung von ästhetisch-künstlerischen Verfahren, Techniken, Strategien, Artikulations- und Repräsentationspolitiken sowie künstlerischen Produktionsbedingungen.