Der Tag in 240 Sekunden

Der Tag in 240 Sekunden vom 05.04.2024


Listen Later

Die neusten Versicherungsnews des Tages

**Heute ist der 05. April 2024.

**
**Patientenbeauftragter will einige Leistungen verbieten
**
Manche ärztlichen Leistungen, die Patienten aus eigener Tasche zahlen müssen, können mehr schaden als nutzen. Das meint zumindest der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Schwartze, zum Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Deshalb regt er an, bestimmte individuelle Gesundheitsleistungen, kurz Igel, zu verbieten.

Als Beispiel nannte er die Ultraschalluntersuchung zur Krebsfrüherkennung an Eierstöcken und Gebärmutter. Sie würde junge Frauen ohne Not in Angst und Schrecken versetzen und von den gynäkologischen Fachgesellschaften abgelehnt. Er forderte, dass „Leistungen, die von den medizinischen Fachgesellschaften als schädlich bezeichnet werden, in Arztpraxen nichts zu suchen haben und verboten gehören. Auch im Rahmen von Igel“.

Der Berufsverband der Frauenärzte reagierte. Die von Schwartz behauptete Ablehnung von Ultraschalluntersuchungen an Gebärmutter und Eierstöcken durch gynäkologische Fachgesellschaften treffe nicht zu. Der Verband plädiert gegen eine Verbotskultur und setzt auf Information.

**Lösegeldsumme im Netz überspringt Milliarden-Marke

**
Zum ersten Mal haben die Opfer von Cyberangriffen in einem Jahr insgesamt mehr als eine Milliarde Euro Lösegeld gezahlt. Das berichtet die „Welt“ und bezieht sich auf einen Bericht des Analysehauses Chainalysis. Demnach sei das alles sogar noch konservativ geschätzt.

Bei einem sogenannten Ransomware-Angriff verschlüsselt eine Schad-Software die IT-Systeme der Opfer. Wenn die ihre Daten wiederhaben wollen, müssen sie Lösegeld zahlen. Wobei nicht gesagt ist, ob die Verbrecher ihr Versprechen einhalten. Viele Opfer weigern sich inzwischen nicht zuletzt auch deshalb, auf die Forderung einzugehen.

Die bevorzugte Währung für Lösegeld ist weiterhin die Kryptowährung Bitcoin. Laut Bericht hoffen die Angreifer, dadurch anonym zu bleiben.

**BU-Versicherungen noch enorm gering verbreitet

**
Nur rund jeder Fünfte in Deutschland hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Umfrage der LV 1871. Es passt so gar nicht zu den Erwartungen an die eigene Gesundheit, die der Versicherer im Sommer 2023 im Rahmen einer Studie abgefragt hat.

Denn da ging nicht einmal jeder Zweite davon aus, bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeitsfähig zu bleiben. 18,5 Prozent der Befragten glauben aufgrund ihrer psychischen Gesundheit nicht, dass sie bis 67 arbeiten können. 29 Prozent bezweifeln, dass sie körperlich durchhalten. Einem Großteil der Bevölkerung scheint das Risiko also durchaus bewusst zu sein.

Nicht abgefragt wurde jedoch, warum so wenige eine BU-Versicherung besitzen. Aber bei zumindest einigen dürfte sie wegen Berufsrisiken oder Vorerkrankungen schlichtweg zu teuer sein.

...more
View all episodesView all episodes
Download on the App Store

Der Tag in 240 SekundenBy Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser Schmidtbot