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Heute ist der 07. Mai 2024.
Map-Report prüft Solvenzquoten
Die Solvenzquote der deutschen Lebensversicherer ist 2023 gesunken. Zum Jahresende lag sie im Schnitt bei 664 Prozent. Das sind 48 Prozentpunkte weniger als im Jahr zuvor. Das geht aus dem aktuellen Map-Report des Analysehauses Franke und Bornberg hervor.
Als Hauptgrund machen die Analysten das im vergangenen Jahr wieder gesunkene Rendite- und Zinsniveau an den Anleihemärkten aus. Zusätzlich – so der Bericht weiter – nimmt der Einfluss der bis zum Jahr 2023 geltenden Übergangsnahmen jedes Jahr ab. Die Spannweite zwischen den einzelnen Anbietern ist nach wie vor breit. Den höchsten Wert verzeichnete die Signal Iduna mit einer Quote von 1.317 Prozent.
Die privaten Krankenversicherer zeigten sich bei ähnlich breit gestreuten Ergebnissen durchweg solvent. Die Quote stieg im Schnitt von 522 auf 527 Prozent Die Ergebnisse schwanken zwischen 1.047 Prozent bei der UKV und 193 Prozent bei der Ergo.
Aktuare erwarten keine geringeren Prämien durch Pflichtversicherung
Eine Pflichtversicherung für Elementarschäden würde nicht zu sinkenden Prämien führen. Das berichteten die Versicherungsmathematiker der Deutschen Aktuarvereinigung, kurz DAV, auf ihrer digitalen Pressekonferenz.
Der Grund: Elementarschäden treten in der Regel großflächig, also kumuliert auf. Das zieht viele gleichzeitige Schäden nach sich. Und das steht vermeintlich niedrigeren Prämien einer Pflichtversicherung entgegen: „Man kann sich das ganz gut vor Augen führen: Wenn an einem Flussufer jedes Haus überflutet wird, macht es letztlich für die Einzelprämie keinen Unterschied, ob nun alle Häuser, jedes zweite oder jedes dritte Haus davon versichert ist“, sagte der DAV-Vorsitzende, Maximilian Happacher.
Das Verhältnis von betroffenen und nicht betroffenen Häusern bleibe vergleichbar. „Eine Elementarschadenpflicht würde deshalb sehr wahrscheinlich nicht zu niedrigeren Prämien führen“, so Happacher.
Deutsche haben mehr Angst vor Pflegebedürftigkeit
Die Angst vor Pflegedürftigkeit in Deutschland ist wieder größer geworden. Lag diese Sorge in den vergangenen Jahren über 40 Prozent, sind es aktuell 48 Prozent. Das zeigt die Studie „Die Ängste der Deutschen“ der R+V Versicherung.
Dabei fällt auf: Je älter die Menschen sind, desto größer wird die Angst vor Pflegebedürftigkeit. Teenager machen sich mit 21 Prozent am wenigsten Sorgen, ganz anders die Menschen über 60 Jahren: 62 Prozent dieser Gruppe fürchten, im Alter auf Hilfe angewiesen zu sein.
Auch bei Frauen ist diese Sorge deutlich ausgeprägter als bei Männern (51 zu 45 Prozent). Was zum einen an ihrer höheren Lebenserwartung liegt. Und daran, dass in der Regel Frauen die Pflege von Angehörigen übernehmen.
Diese Risiken fürchten Selbstständige
Selbstständige in Deutschland betrachten Krankheiten und Unfälle als größte existenzielle Risiken. Jeweils 41 Prozent sehen darin „in jedem Fall“ und weitere 41 Prozent „eventuell“ eine Bedrohung ihrer Existenz. Wie im Vorjahr folgen an zweiter Stelle Ausfälle in der IT mit 32 beziehungsweise 38 Prozent.
Diese Informationen stammen aus dem zweiten „VM-Hiscox-Risikobarometer Selbstständige“. Dafür befragte das Meinungsforschungsinstitut Infas Quo im Auftrag der Fachzeitung „Versicherungsmonitor“ zusammen mit dem Spezialversicherer Hiscox mehr als 600 Selbstständige.
Am stärksten gestiegen ist laut Umfrage das Bewusstsein für Cyber- und Datenrisiken. Ein Viertel gab an, dass sie auf jeden Fall, weitere 46 Prozent eventuell die Existenz bedrohen könnten.
By Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser SchmidtbotHeute ist der 07. Mai 2024.
Map-Report prüft Solvenzquoten
Die Solvenzquote der deutschen Lebensversicherer ist 2023 gesunken. Zum Jahresende lag sie im Schnitt bei 664 Prozent. Das sind 48 Prozentpunkte weniger als im Jahr zuvor. Das geht aus dem aktuellen Map-Report des Analysehauses Franke und Bornberg hervor.
Als Hauptgrund machen die Analysten das im vergangenen Jahr wieder gesunkene Rendite- und Zinsniveau an den Anleihemärkten aus. Zusätzlich – so der Bericht weiter – nimmt der Einfluss der bis zum Jahr 2023 geltenden Übergangsnahmen jedes Jahr ab. Die Spannweite zwischen den einzelnen Anbietern ist nach wie vor breit. Den höchsten Wert verzeichnete die Signal Iduna mit einer Quote von 1.317 Prozent.
Die privaten Krankenversicherer zeigten sich bei ähnlich breit gestreuten Ergebnissen durchweg solvent. Die Quote stieg im Schnitt von 522 auf 527 Prozent Die Ergebnisse schwanken zwischen 1.047 Prozent bei der UKV und 193 Prozent bei der Ergo.
Aktuare erwarten keine geringeren Prämien durch Pflichtversicherung
Eine Pflichtversicherung für Elementarschäden würde nicht zu sinkenden Prämien führen. Das berichteten die Versicherungsmathematiker der Deutschen Aktuarvereinigung, kurz DAV, auf ihrer digitalen Pressekonferenz.
Der Grund: Elementarschäden treten in der Regel großflächig, also kumuliert auf. Das zieht viele gleichzeitige Schäden nach sich. Und das steht vermeintlich niedrigeren Prämien einer Pflichtversicherung entgegen: „Man kann sich das ganz gut vor Augen führen: Wenn an einem Flussufer jedes Haus überflutet wird, macht es letztlich für die Einzelprämie keinen Unterschied, ob nun alle Häuser, jedes zweite oder jedes dritte Haus davon versichert ist“, sagte der DAV-Vorsitzende, Maximilian Happacher.
Das Verhältnis von betroffenen und nicht betroffenen Häusern bleibe vergleichbar. „Eine Elementarschadenpflicht würde deshalb sehr wahrscheinlich nicht zu niedrigeren Prämien führen“, so Happacher.
Deutsche haben mehr Angst vor Pflegebedürftigkeit
Die Angst vor Pflegedürftigkeit in Deutschland ist wieder größer geworden. Lag diese Sorge in den vergangenen Jahren über 40 Prozent, sind es aktuell 48 Prozent. Das zeigt die Studie „Die Ängste der Deutschen“ der R+V Versicherung.
Dabei fällt auf: Je älter die Menschen sind, desto größer wird die Angst vor Pflegebedürftigkeit. Teenager machen sich mit 21 Prozent am wenigsten Sorgen, ganz anders die Menschen über 60 Jahren: 62 Prozent dieser Gruppe fürchten, im Alter auf Hilfe angewiesen zu sein.
Auch bei Frauen ist diese Sorge deutlich ausgeprägter als bei Männern (51 zu 45 Prozent). Was zum einen an ihrer höheren Lebenserwartung liegt. Und daran, dass in der Regel Frauen die Pflege von Angehörigen übernehmen.
Diese Risiken fürchten Selbstständige
Selbstständige in Deutschland betrachten Krankheiten und Unfälle als größte existenzielle Risiken. Jeweils 41 Prozent sehen darin „in jedem Fall“ und weitere 41 Prozent „eventuell“ eine Bedrohung ihrer Existenz. Wie im Vorjahr folgen an zweiter Stelle Ausfälle in der IT mit 32 beziehungsweise 38 Prozent.
Diese Informationen stammen aus dem zweiten „VM-Hiscox-Risikobarometer Selbstständige“. Dafür befragte das Meinungsforschungsinstitut Infas Quo im Auftrag der Fachzeitung „Versicherungsmonitor“ zusammen mit dem Spezialversicherer Hiscox mehr als 600 Selbstständige.
Am stärksten gestiegen ist laut Umfrage das Bewusstsein für Cyber- und Datenrisiken. Ein Viertel gab an, dass sie auf jeden Fall, weitere 46 Prozent eventuell die Existenz bedrohen könnten.