Der Tag in 240 Sekunden

Der Tag in 240 Sekunden vom 07.06.2024


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Die neusten Versicherungsnews des Tages

Heute ist der 7. Juni 2024

Immobilienpreise und veränderte Zinsen

Pünktlich zur Leitzinssenkung hat das Immobilienportal Immowelt ausgewertet, wie schnell sich veränderte Zinsen auf Immobilienpreise auswirken. Dazu untersuchte es den starken Zinsanstieg nach Ende der Niedrigzinsphase und die gesunkenen Bauzinsen Ende 2023. Maßstab sind Bestandswohnungen mit 75 Quadratmetern in 15 deutschen Großstädten.

Ende 2023 ging es schnell. In Leipzig dauerte es mit zwei Monaten am längsten, bis die Angebotspreise stiegen. In sechs Städten dauerte es nur einen Monat, darunter München und Köln. In vier weiteren Städten, inklusive Hamburg und Düsseldorf, stiegen die Preise noch im gleichen Monat, in dem die Zinsen sanken. In Berlin, Essen und Duisburg verteuerte sich Wohneigentum sogar schon, bevor die Zinsen gefallen waren.

Zum Ende der Niedrigzinsphase Anfang 2022 dauerte die Reaktionen etwas länger, obwohl die Zinsen rasant zulegten. Schon Monate vor der ersten Leitzinserhöhung begannen Ende 2021 die Bauzinsen zu steigen. In Berlin dauerte es mit sechs Monaten am längsten, ehe die Angebotspreise nachgaben. Deutlich schneller ging es in München und Frankfurt mit nur zwei Monaten nach Anstieg der Bauzinsen. In Hamburg und Stuttgart dauerte es drei Monate.

BVK bedauert Bundestagsentscheid

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute, BVK, zeigt sich enttäuscht, dass der Bundestag eine Opt-out-Regel für Elementarschutz in Wohngebäudeversicherungen ablehnte. Die CDU/CSU hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Demnach sollten im Neugeschäft Wohngebäudeversicherungen nur noch mit so einer Absicherung angeboten werden. Kunden können sie abwählen, nachdem sie über Konsequenzen belehrt wurden. Bestehende Wohngebäudeversicherungen sollten zu einem Stichtag um eine Elementarschadenversicherung erweitert werden, die ebenfalls abwählbar wäre.

BVK-Präsident Michael H. Heinz bezeichnet den Antrag als „vernünftigen Vorschlag aus der Politik, der zudem noch den Zuspruch der Versicherer findet“. Damit hätten auf einen Schlag mindestens 70 bis 80 Prozent der Gebäudeversicherungen einen Naturgefahrenschutz erhalten.

R+V schätzt Hochwasserschäden

Der Versicherer R und V wagt eine erste Prognose zu den Hochwasserschäden in Baden-Württemberg und Bayern. Demnach geht er von 100 Millionen Euro bei den eigenen Kunden aus. Das endgültige Ausmaß stehe aber noch nicht fest, heißt es weiter. Derzeit verzeichne man fortlaufend neue Anrufe von Kunden. Dabei handele es sich hauptsächlich um Schäden an Gebäuden, darunter viele Großschäden. Schäden an Autos machen hingegen nur 5 Prozent aller Meldungen aus.

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Der Tag in 240 SekundenBy Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser Schmidtbot