Der Tag in 240 Sekunden

Der Tag in 240 Sekunden vom 08.04.2024


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Die neusten Versicherungsnews des Tages

**Heute ist der 08. April 2024.

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**Kein Vertrauen in die Rente
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72 Prozent der Bundesbürger glauben, dass die Rente auf lange Sicht unsicher ist. In der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen sind es sogar 82 Prozent. Das hat eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Insa im Auftrag der „Bild am Sonntag“ ergeben.

Der Großteil der Befragten bemängelt auch die Rentenhöhe. Nur 5 Prozent bewerten die Zahlungen als zu hoch. 75 Prozent halten die Renten in Deutschland hingegen für zu niedrig. Auch hier sind es diejenigen, die bereits in Rente sind oder kurz davor stehen, die sich höhere Zahlungen wünschen.

Eine deutliche Mehrheit von 83 Prozent findet es sinnvoll, wenn künftig auch Beamte, Freiberufler und Politiker in die allgemeine Rentenversicherung einzahlen würden. Dagegen lehnen die meisten Befragten eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters ab. 53 Prozent finden schon eine Altersgrenze von 67 Jahren zu hoch. Nur 8 Prozent sind dafür, den Renteneintritt weiter nach hinten zu verschieben.

**Arbeitgeberpräsident fordert Stopp des Rentenpakets II

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Und nochmal Rente: Die aktuellen Vorhaben der Regierung zu einer Rentenreform stoßen auf Kritik. So bezeichnet Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger die Reform als „teuerstes Sozialgesetz des Jahrhunderts“ und forderte den sofortigen Stopp der Pläne.

Er sei „fassungslos, dass der Bundesarbeitsminister jetzt noch einmal massiv die Rentenausgaben erhöhen will, obwohl wir vor dem größten Alterungsschub stehen, den es jemals in Deutschland gegeben hat. Es ist unfair und ungerecht, in den nächsten 20 Jahren 500 Milliarden Euro mehr für die Rente auszugeben“, sagte Dulger der „Bild am Sonntag“.

**Krankenkassen sollen Abnehmspritzen zahlen

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Abnehmspritzen wie Ozempic, Wegovy oder Mounjaro sind mittlerweile auch in Deutschland zur Behandlung von Adipositas erhältlich. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten außerhalb einer Diabetes-Behandlung allerdings nicht.

Die FDP würde das gerne ändern. „Abnehmspritzen sollten nicht als Lifestyle-Medikament betrachtet werden, sondern als Teil eines umfassenden Ansatzes zur Behandlung schwerer Adipositas und zur Verhinderung ihrer Folgeerkrankungen“, so Andrew Ullmann, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP, gegenüber dem „Handelsblatt“. Die Kostenübernahme durch die Krankenkassen sollte dann möglich sein, wenn die Effektivität und Sicherheit des Mittels belegt sei und es im Rahmen der ärztlichen Behandlung verschrieben werde“, sagte Ullmann.

Heike Baehrens, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, hat dem Vorstoß indes eine Absage erteilt. Gegenüber dem „Handelsblatt“ argumentierte sie, dass Medikamente, die „überwiegend zur Abmagerung oder zur Zügelung des Appetits“ dienten, aus gutem Grund aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen ausgeschlossen seien. Die GKV sei schließlich eine Solidargemeinschaft, mit den Beiträgen sei sparsam umzugehen und nur medizinisch notwendige Leistungen sollten bezahlt werden.

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Der Tag in 240 SekundenBy Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser Schmidtbot