Der Tag in 240 Sekunden

Der Tag in 240 Sekunden vom 12.03.2024


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Die neuesten Versicherungsnews des Tages

**Heute ist der 12. März 2024.

BU-Versicherer sind finanziell stabil – noch**

Die deutschen Berufsunfähigkeitsversicherer stehen erfreulich stabil da. Das legt das neue BU-Stabilitäts-Rating von Map-Report aus dem Hause Franke und Bornberg nahe. Es ist das fünfte dieser Art. Demnach erreichten die folgenden 8 von 57 untersuchten Versicherern die Spitzennote mmm+: LV 1871, Inter, Provinzial Rheinland, Europa, die Bayerische, Continentale, Volkswohl Bund und Allianz.

Eher skeptisch blickt man bei Franke und Bornberg auf die aktuellen Trends im Markt. Zwar überzeugen die derzeitigen Ergebnisse, allerdings könnte der Preiskampf das ändern. So liege die Bruttoprämie für einen Maschinenbauingenieur marktdurchschnittlich heute rund 10 Prozentpunkte niedriger als 2015, heißt es. Und zwar, obwohl der Garantiezins seitdem von 1,25 auf 0,25 Prozent gesunken ist.

„Da ist Skepsis angebracht, ob diese Strategie langfristig gutgehen kann“, meint Geschäftsführer Michael Franke. „Der Preiswettbewerb verstärkt die Gefahr einer Unterkalkulation.“ Auch die weiter zunehmende Unterteilung der Berufsgruppen – vor allem bei vermeintlich risikoarmen Tätigkeiten – und die Zunahme psychischer Erkrankungen forcierten diesen Trend, meint Franke.

ZEW will Reform des Krankenkassensystems

Die Wissenschaftler des ZEW Mannheim schlagen eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung vor. Genauer gesagt wollen sie den sogenannten Risikostrukturausgleich ändern, der die Beiträge der Versicherten zwischen den einzelnen Krankenkassen aufteilt.

„Im aktuellen Ausgleichssystem zwischen den Krankenkassen führen Maßnahmen, die die Gesundheit der Versicherten nachhaltig verbessern, potenziell zu weniger Zuweisungen in den Folgejahren. Langfristige Investitionen lohnen sich für die Krankenkassen also oft nicht“, schildert ZEW-Präsident Achim Wambach das Problem.

Das ZEW schlage daher einen „Nachhaltigen Risikostrukturausgleich“ vor. Über ihn sollen die Zuweisungen für einen deutlich längeren Zeitraum von zehn Jahren berechnet werden. Anders als im bisherigen System wären dadurch nicht nur kurzfristige Einsparungen, sondern auch langfristige Investitionen in Prävention und innovative Versorgungsformen wirtschaftlich rentabel, glauben die Wissenschaftler.

Grüne wollen Marktmacht von Finfluencern einschränken

Die Partei die Grünen will die Marktmarkt von Influencern einschränken. Vor allem Influencer für Finanzprodukte, sogenannte Finfluencer soll es nicht mehr geben dürfen. „Influencer-Marketing muss strenger reguliert werden“, heißt es in einem Papier der Bundestagsfraktion an die EU-Kommission, aus dem das „Handelsblatt“ zitiert.

Den Grünen gehe es in dem zehn Punkte langen Schreiben darum, Verbraucher vor unseriösen Praktiken im Internet zu schützen.

Influencer sollen demnach für bestimmte Produkte nicht mehr werben dürfen. Beispiele sind medizinische, aber auch die erwähnten Finanzprodukte. Ebenso soll es Werbeverbot für Glücksspiel und ungesunde Lebensmittel geben.

Die Finanzaufsicht Bafin hat den Markt der Finfluencer bereits auf dem Schirm. So warnt sie vor Anlagetipps in den sozialen Medien und gibt ihrerseits Tipps zum Vorbeugen.

Bundesbürger vertrauen Rechtssystem

67 Prozent der Bürgerinnen und Bürger hierzulande haben hohes Vertrauen in die deutschen Gerichte und Gesetze. Das zeigt der aktuelle Rechtsreport des Rechtsschutzversicherers Roland. Das Vertrauen liegt damit seit zehn Jahren auf einem stabil hohen Niveau.

Kritik hagelt es aber trotzdem. 82 Prozent der Befragten finden, dass Verfahren in Deutschland zu lange dauern. 77 Prozent sehen die Gerichte zunehmend als überlastet an. 62 Prozent glauben außerdem, dass ein bekannter Anwalt die Chancen vor Gericht auf ein günstiges Urteil erhöht.

Ein weiteres Ergebnis des Reports: Nur 23 Prozent der Bevölkerung waren in den vergangenen zehn Jahren an einem Gerichtsprozess beteiligt, ob als Zeuge, Kläger oder Beklagter. Zwischen 2011 und 2015 lag der Wert noch bei 29 Prozent.

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Der Tag in 240 SekundenBy Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser Schmidtbot