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Heute ist der 14. Mai 2024.
Pflege-Beitragssätze könnten massiv zulegen
Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV, kurz WIP, müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber künftig deutlich mehr in die Pflegeversicherung einzahlen. Die Forscher untersuchten dafür unterschiedliche Szenarien. Und in allen sei mit einem Anstieg der Beiträge zu rechnen. Neben dem erwartbaren Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen seien auch diverse Leistungsausweitungen ursächlich für diese Entwicklung.
Die stärksten Beitragsanstiege liefert das Retro20-Szenario. Es betrachtet die Lage, wenn sich die Einnahmen und Ausgaben in der Sozialen Pflegeversicherung so entwickeln wie in den vergangenen 20 Jahren. In dem Zeitraum stiegen die Ausgaben um durchschnittlich 5,70 Prozent, während sich die Einnahmen um 2,00 Prozent erhöhten.
Nach Berechnungen des WIP würde eine Fortsetzung dieses Trends den durchschnittlichen Beitragssatz bis 2030 auf 4,93 Prozent steigen lassen. 2040 müsste er bei 7,70 Prozent liegen. Ein „Weiter so“ sei daher nicht vertretbar, so die Forscher. „Die Soziale Pflegeversicherung lebt seit Jahren über ihre Verhältnisse“, so das Fazit der WIP.
Was der Fachkräftemangel Deutschland kostet
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt fehlen derzeit etwa 573.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hat ausgerechnet, wie viel Produktionspotenzial die deutsche Wirtschaft dadurch verliert.
Unter Produktionspotenzial sind vereinfacht die maximalen Produktionskapazitäten einer Volkswirtschaft zu verstehen. Durch das erhöhte Arbeitsangebot würde es 2024 um 0,8 Prozent steigen. Geht man aber davon aus, dass mit mehr Erwerbstätigen die Unternehmen auch mehr investieren und der Kapitalstock ebenfalls um 1,2 Prozent steigt, so würde das Produktionspotenzial um 1,1 Prozent höher ausfallen. Das entspricht laut Studie knapp 49 Milliarden Euro.
Da das IW mit einem weiteren Anstieg der Fachkräftelücke rechnet, dürften die Kosten für den Fachkräftemangel zunehmen. Im Jahr 2027 würden sie sich auf 74 Milliarden Euro belaufen, so die Prognose des Instituts.
JAB Holding will Versicherungsinvestments verstärken
Die Investmentfirma der deutschen Milliardärs-Familie Reimann will ihre Versicherungs-Beteiligungen ausbauen. Im Versicherungsbereich hat sich die Beteiligungsgesellschaft JAB Holding, die sonst vor allem im Konsumbereich unterwegs ist, bislang auf Tierversicherungen konzentriert.
Jetzt will sie sich hier breiter aufstellen und eine globale Versicherungs-Plattform aufbauen, teilt sie in einer Unternehmensmitteilung mit.
Tierversicherungen hat JAB schon vor Jahren als ein schnell wachsendes Segment erkannt. Über Independence Pet Holdings und Pinnacle Pet Group gehören der Gesellschaft mittlerweile mehr als 20 Tierversicherer-Marken, die nach Unternehmensangaben in mehr als zehn Ländern aktiv sind und über 5 Millionen Tiere versichern. Zum Portfolio zählt auch die Hannoveraner Agila Haustierversicherung.
Aus diesem Versicherungsgeschäft erwartet JAB in diesem Jahr einen weltweiten Umsatz von mehr als 3 Milliarden US-Dollar, berichtet das „Manager Magazin“.
By Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser SchmidtbotHeute ist der 14. Mai 2024.
Pflege-Beitragssätze könnten massiv zulegen
Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV, kurz WIP, müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber künftig deutlich mehr in die Pflegeversicherung einzahlen. Die Forscher untersuchten dafür unterschiedliche Szenarien. Und in allen sei mit einem Anstieg der Beiträge zu rechnen. Neben dem erwartbaren Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen seien auch diverse Leistungsausweitungen ursächlich für diese Entwicklung.
Die stärksten Beitragsanstiege liefert das Retro20-Szenario. Es betrachtet die Lage, wenn sich die Einnahmen und Ausgaben in der Sozialen Pflegeversicherung so entwickeln wie in den vergangenen 20 Jahren. In dem Zeitraum stiegen die Ausgaben um durchschnittlich 5,70 Prozent, während sich die Einnahmen um 2,00 Prozent erhöhten.
Nach Berechnungen des WIP würde eine Fortsetzung dieses Trends den durchschnittlichen Beitragssatz bis 2030 auf 4,93 Prozent steigen lassen. 2040 müsste er bei 7,70 Prozent liegen. Ein „Weiter so“ sei daher nicht vertretbar, so die Forscher. „Die Soziale Pflegeversicherung lebt seit Jahren über ihre Verhältnisse“, so das Fazit der WIP.
Was der Fachkräftemangel Deutschland kostet
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt fehlen derzeit etwa 573.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hat ausgerechnet, wie viel Produktionspotenzial die deutsche Wirtschaft dadurch verliert.
Unter Produktionspotenzial sind vereinfacht die maximalen Produktionskapazitäten einer Volkswirtschaft zu verstehen. Durch das erhöhte Arbeitsangebot würde es 2024 um 0,8 Prozent steigen. Geht man aber davon aus, dass mit mehr Erwerbstätigen die Unternehmen auch mehr investieren und der Kapitalstock ebenfalls um 1,2 Prozent steigt, so würde das Produktionspotenzial um 1,1 Prozent höher ausfallen. Das entspricht laut Studie knapp 49 Milliarden Euro.
Da das IW mit einem weiteren Anstieg der Fachkräftelücke rechnet, dürften die Kosten für den Fachkräftemangel zunehmen. Im Jahr 2027 würden sie sich auf 74 Milliarden Euro belaufen, so die Prognose des Instituts.
JAB Holding will Versicherungsinvestments verstärken
Die Investmentfirma der deutschen Milliardärs-Familie Reimann will ihre Versicherungs-Beteiligungen ausbauen. Im Versicherungsbereich hat sich die Beteiligungsgesellschaft JAB Holding, die sonst vor allem im Konsumbereich unterwegs ist, bislang auf Tierversicherungen konzentriert.
Jetzt will sie sich hier breiter aufstellen und eine globale Versicherungs-Plattform aufbauen, teilt sie in einer Unternehmensmitteilung mit.
Tierversicherungen hat JAB schon vor Jahren als ein schnell wachsendes Segment erkannt. Über Independence Pet Holdings und Pinnacle Pet Group gehören der Gesellschaft mittlerweile mehr als 20 Tierversicherer-Marken, die nach Unternehmensangaben in mehr als zehn Ländern aktiv sind und über 5 Millionen Tiere versichern. Zum Portfolio zählt auch die Hannoveraner Agila Haustierversicherung.
Aus diesem Versicherungsgeschäft erwartet JAB in diesem Jahr einen weltweiten Umsatz von mehr als 3 Milliarden US-Dollar, berichtet das „Manager Magazin“.