Der Tag in 240 Sekunden

Der Tag in 240 Sekunden vom 15.04.2024


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Die neusten Versicherungsnews des Tages

**Heute ist der 15. April 2024.

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**Sprunghafter Anstieg bei Pflegefällen
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Die Zahl der Pflegefälle ist in Deutschland zuletzt deutlich gestiegen. Wuchs die Zahl der Pflegebedürftigen in früheren Jahren etwa um 326.000 Fälle pro Jahr, gab es 2023 auf einmal ein Plus von 361.000 Fällen, stellt Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, im Interview mit der Funke Mediengruppe fest.

Das könnte ein einmaliger Nachholeffekt der Corona-Pandemie sein. „Sollte dies jedoch ein neuer Trend sein, wird sich die Lage in der Pflege noch einmal deutlich kritischer darstellen“, warnt Kiefer.

Ohne die nötigen Reformen werden seiner Ansicht nach erstens die Kosten für die Pflege in einem Ausmaß steigen, das für sehr viele Pflegebedürftige nicht mehr zu stemmen sei. „Zweitens werden Beschäftigte und Arbeitgeber überlastet, sollte die Politik weiter eindimensional und einfallslos auf steigende Beiträge setzen“, sagt er.

Und drittens müsse wirksam zusätzliches Personal in die Pflege geholt werden, und Pflegerinnen und Pfleger müssten im Beruf verbleiben, mahnt der GKV-Experte. Nach Schätzung des Statistischen Bundesamts dürften bis Ende der 2040er-Jahre rund 280.000 Pflegekräfte fehlen.

**FDP für flexibleren Renteneinstieg

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Der FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr spricht sich dafür aus, die Lebensarbeitszeit zu verlängern und den Einstieg in die Rente zu flexibilisieren. „Warum sollte ich jemandem verbieten, mit 70 oder 72 zu arbeiten? Das wäre ja geradezu verrückt“, so Dürr gegenüber der „Bild“-Zeitung.

Ab 2030 stehe die gesetzliche Rente wegen des Renteneintritts der Babyboomer-Generation vor großen finanziellen Problemen. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit sei hier eine mögliche Lösungs-Stellschraube.

Im Zusammenhang mit dem Rentenpaket II sollte man daher auch gleichzeitig eine Flexibilisierung des Renteneintritts beschließen, damit Menschen freiwillig länger arbeiten können, forderte Dürr.

**Rentner profitieren von höherem Grundfreibetrag

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Rund 244.000 Rentnerinnen und Rentner müssen in diesem Jahr keine Steuern mehr zahlen. Das liegt daran, dass sie von der Erhöhung des Grundfreibetrags profitieren. Das teilte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums auf Anfrage mehrerer Medien mit.

Der Grundfreibetrag bezeichnet das Jahreseinkommen, bis zu dem keine Steuern gezahlt werden müssen. Er war zum Ausgleich der Inflation zum Jahreswechsel 2023/2024 um 696 Euro auf 11.604 Euro gestiegen.

Aber nicht alle Rentner können sich freuen, also zumindest nicht vollumfänglich. Denn wegen der im Juli erneut steigenden Renten werden 114.000 Rentner als neue Steuerpflichtige hinzukommen.

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Der Tag in 240 SekundenBy Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser Schmidtbot