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Der Tag in 240 Sekunden vom 21.05.2024


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Die neusten Versicherungsnews

Heute ist der 21. Mai 2024.

Extremwetterereignisse treiben Versicherungskosten

Ob Starkregen mit Überschwemmungen, verheerende Stürme oder Waldbrände – mit dem Klimawandel steigt die Zahl der Naturkatastrophen. Für die Finanzaufsicht Bafin Grund genug, 176 deutsche Erst- und Rückversicherer zu ihrer Situation zu befragen.

Beruhigend: Bis auf einige Ausreißer beurteilen die befragten Erst- und Rückversicherer ihre passive Rückversicherungsstruktur, unter anderem im Hinblick auf die beim Starkregentief 2021 regional gehäuft aufgetretenen Schäden, als angemessen.

Weniger beruhigend: Es wird teurer, und zwar nicht nur für die Versicherer. Die Kosten für den Rückversicherungsschutz sind deutlich gestiegen. Die Versicherer müssen hierfür nun zwischen 20 bis hin zu gut 70 Prozent mehr zahlen.

Preistreibend wirken gleich mehrere Faktoren. Erstens die höhere Nachfrage nach Rückversicherungsschutz, insbesondere nach Flutdeckungen. Zweitens ziehen sich einige Rückversicherer aus speziellen Naturkatastrophen-Deckungen zurück. Und drittens kommt die Inflation hinzu.

Viele Erstversicherer geben daher in der Bafin-Umfrage an, in den betroffenen Versicherungszweigen die Preise bereits erhöht zu haben oder das zu planen. Im Hinblick auf die künftige Schadenserwartung und die teureren Rückversicherungen würden die Prämien nicht mehr reichen. Wermutstropfen: Die Preise für die Versicherungskunden steigen nicht so stark wie die Kosten der Versicherer für den Rückversicherungsschutz. Und einen Kapazitätsengpass im Erst- und Rückversicherungsmarkt für die Absicherung von Naturkatastrophen-Schäden sehen die befragten Versicherer nicht – sofern die gestiegenen Preise akzeptiert werden.

Was der Austritt Deutschlands aus der EU kosten würde

Im Vorfeld der Europawahl am 9. Juni hat das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) untersucht, wie sich ein Ausstieg Deutschlands aus der Europäischen Union auf die deutsche Wirtschaft auswirken würde. Gleich das Fazit vorweg: „Der Austritt hätte katastrophale Folgen für die Unternehmen, den Standort Deutschland und die Menschen hierzulande“, fasst IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt die Ergebnisse der Untersuchung zusammen.

Ein Dexit würde nach Berechnungen des IW das Bruttoinlandsprodukt bereits nach fünf Jahren um schätzungsweise 5,6 Prozent geringer ausfallen lassen. Der Verlust wäre vergleichbar mit dem der Corona- und Energiekrise zusammen. Innerhalb der ersten fünf Jahre würden der Bundesrepublik so 690 Milliarden Euro Wertschöpfung verloren gehen.

Zudem würde der Austritt laut IW-Schätzungen in fünf Jahren rund 2,5 Millionen Arbeitsplätze kosten. Da die Exportnation Deutschland stark vom Handel mit anderen Staaten, insbesondere vom Handel mit anderen EU-Ländern, abhängig ist, bekämen Unternehmen und Verbraucher die Folgen für Deutschland deutlich zu spüren. Ein Wohlstandsverlust sei vorprogrammiert, so die Analysten.

Häusliche Pflege kostet Arbeitskraft

Laut Statistischem Bundesamt werden rund vier der etwa fünf Millionen Pflegedürftigen in Deutschland zu Hause gepflegt, meist von Angehörigen. Das Wissenschaftliche Institut der AOK hat nun rund 1.000 erwachsene Hauptpflegepersonen zu ihrer Situation befragen lassen.

Viele der Pflegenden kümmern sich nicht nur ein wenig nebenbei. Im Durchschnitt gaben sie an, 49 Stunden pro Woche für pflegende Tätigkeiten aufzubringen. In der vorangegangenen Befragung von 2019 waren es 43 Stunden.

Passend dazu hat fast jede vierte Hauptpflegeperson im erwerbsfähigen Alter ihren Job aufgrund der Pflegetätig reduziert oder ganz aufgegeben. Nur fast die Hälfte arbeitet nach wie vor in Vollzeit.

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Der Tag in 240 SekundenBy Karen Schmidt, Andreas Harms, Matthias Heß und unser Schmidtbot